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Das Dach ist die Krone Ihres Hauses

Dachziegelvarianten für ein Dach Foto: blickwinkel2511 - fotolia.com

Dachziegelvarianten für ein Dach Foto: blickwinkel2511 – fotolia.com

Ein zuverlässiges Dach – wichtigster Teil Ihres Hauses.

Es ist entscheidend für das Erscheinungsbild, die Schönheit und die Werterhaltung Ihres Gebäudes. Denn das Dach erfüllt gestalterische Aufgaben und der abgestimmte Aufbau seiner vielfältigen Schichten ist unerlässlich für die Schaffung eines angenehmen Wohnklimas und der Langlebigkeit des ganzen Hauses.

Im Lauf der Baugeschichte entwickelten sich verschiedenste Dachformen und Dachausbildungen, die zumeist durch die jeweiligen klimatischen Bedingungen und den verfügbaren Werkstoffen für die Dacheindeckung begründet sind.

Durch die Verfügbarkeit von Materialien und die technische Entwicklung von Baustoffen ist die Form des Daches nicht mehr unmittelbar mit den örtlichen Gegebenheiten verbunden.

Dies führte zu einer oftmals architektonisch und landschaftsplanerischen fragwürdigen „inflationären“ Ausführung von unterschiedlichsten Dachformen in Baugebieten.

Ausgewählte Dachvarianten

Satteldach

Das Satteldach ist wohl die am häufigsten anzufindende Gebäudedachform. Vorteilhaft ist die wirtschaftliche Konstruktion und einfache Dachfläche und Zweckmässigkeit durch Flächenzugewinn und Belichtungsmöglichkeiten aufgrund der senkrechten Giebel.

Walmdach

Das Walmdach ist gekennzeichnet durch die an allen Seiten des Gebäudes geneigten Dachflächen und hat seinen Ursprung in der Stroh- und Reetdeckung. Kennzeichen der Dachkonstrukiton ist die Ausbildung auf den First zulaufender Grate.

Krüppelmwalm

Der obere Teil des Giebel ist in nochmals in Richtung First geknickt ausgeführt

Pyramidendach

Form einer Pyramidenähnlichen Bedachung, die dem Gebäude an allen Sichtseiten ein gleichmässiges Aussehen verleiht. In den Städten der italienischen Abruzzen finden sich häufig die Formen des Pyramidendaches, ebenso als Bedachung frühromanischer Turm und Kirchenbauten.

Dachdeckung

Dachdeckungen werden vor allem nach den Werkstoffen der Deckungsmaterialien unterschieden – die Wahl des richtigen Dachmaterials hängt vor allem vom Neigungswinkel des Daches ab.

Folgende Varianten sind möglich: Dachziegel aus gebrannten Ton, Dachsteine aus Beton, Platten aus Schiefer oder Kunstschiffer, Faserzementgebundene Platten, Bitumendachschindeln, Bitumendachbahnen, Hochpolymerbahnen, Holzschindeln, Schilf und Stroh

Dachstuhlformen

Sparrendach

Beim einfachen Sparrendach bilden zwei Sparren und ein Dachbalken (oder die Decke des letzten Geschosses) eine statisch lastabtragende Dreiecksform. Die durch die Dachlasten auftretenden Kräfte werden unmittelbar in die Aussenwände geleitet ohne die Decke statisch zu belasten. Sparren steifen sich im Firstbereich gegeneinander gestellt aus.

Merkmale

Freier Dachraum ohne Stützenstellungen (Vorteilhaft für den Dachgeschossausbau), Dachneigungen zwischen 35 und 60 Grad möglich, Auswechslung der Sparren für etwaige Dachaufbauten (Gauben) oder Dachflächenfenster ist statisch problematisch!, durch die fehlende Unterstützung der Sparren bei hohen auftretenden Lasten, sind nur relativ kleine Gebäudegrundrisse mit einem Sparrendach ausführbar, (Sparrenlängen -in ihrer wahren Einbaulänge zu messen – maximal 5,00 bis 6,00 m)

Kehlbalkendach

Sparren werden durch querliegende Balken (Kehlbalken) gegeneinander ausgesteift. Im Firstbereich steifen sich die Sparren gegeneinandergestellt aus. Einwirkende Kräfte werden durch die Aussenwände aufgenommen, keine statische Belastung der Decke. Durch relativ hohe Schubkräfte im Auflagerbereich der Sparren ist oftmals die Ausführung eines sogenannten Betonwiderlagers erforderlich (Betonringanker, Betonbalken)

Merkmale

Freier Dachraum ohne Stützenstellungen (Vorteilhaft für den Dachgeschossausbau) Grosse Dachspannweiten möglich – Die Unterseite der Kehlbalken ist als Aufnahme für eine Plattenbekleidung möglich und bildet somit die Decke von ausgebauten Dachräumen aus. Über der Kehlbalkenebene entsteht häufig der sogenannte Spitzboden, der zusätzliche Nutzfläche ermöglicht.

Pfettendach

Sparren werden durch darunterliegende längslaufende Balken (Pfetten) getragen, die widerum mit Stützen (Stielen) die Kräfte in den Bereich der Decke des darunterliegenden Geschosses ableiten. Im Firstbereich liegen die Sparren im Gegensatz zum Sparrendach auf der sogenannten Firstpfette auf. Im Fusspunkt lagern die Sparren auf der sogenannten Fusspfette oder Fussschwelle auf. Je nach Anzahl der Stützenreihen werden Pfettendächer unterschieden in Konstruktionen mit einfach, zweifach oder dreifach stehendem Stuhl.

Merkmale

Nachteil: Stützenstellungen im Dachgeschossgrundriss, hoher Holzverbrauch Geeignet für Dachneigungen unter 45 ° Unabhängig von der Grundrissform sind grosse Spannweiten möglich. Das Ausführen von Sparrenauswechslungen für den Einbau von Dachflächenfenstern, Gauben o.ä. ist statisch unproblematisch zu lösen.

Fabian Möbis

 

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