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Bauherrentagebuch – Teil 1: Grundstückssuche, Auswahl des Baupartners und Hauses

Voller Optimismus und gut gerüstet gehen die Bauherren an ihren Hausbau. Sie haben von Beginn an unabhängige professionelle Hilfe mit ins Boot genommen. Vertrauensanwalt und Bauherrenberaterin vom Bauherren-Schutzbund e. V. stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Voller Optimismus und gut gerüstet gehen die Bauherren an ihren Hausbau. Sie haben von Beginn an unabhängige professionelle Hilfe mit ins Boot genommen. Vertrauensanwalt und Bauherrenberaterin vom Bauherren-Schutzbund e. V. stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Baubegeistert trotz Reinfall

Die erste Erfahrung, die die Familie Wusowski im Jahre 1999 beim Bau einer Doppelhaushälfte  machte, war, dass ihr Traum vom Haus unter Umständen nicht auf Anhieb zu erfüllen ist. Der damalige Bauträger ging während der Bauphase Pleite und hatte diverse Mängel hinterlassen. Sie ließ sich nicht unterkriegen und wagte im vorigen Jahr mit dem Bau des zweiten Hauses einen Neustart.

Es begann im Sommer 2011

Die gemeinsame Besichtigung des Baugrundstückes dient der Kontrolle der Baufreiheitsbedingungen, der Abstimmung des geplanten Bauablaufs und der Protokollierung des Baubeginns.

Die gemeinsame Besichtigung des Baugrundstückes dient der Kontrolle der Baufreiheitsbedingungen, der Abstimmung des geplanten Bauablaufs und der Protokollierung des Baubeginns.

Das Scheitern des ersten Versuchs hatte der Bauherrenfamilie klar gemacht,  dass sie nicht ohne professionelle Hilfe auskommen würde. Es fehlte an ausreichendem Bauwissen und wegen Berufstätigkeit an Zeit, ein wachsames Auge auf das Baugeschehen zu werfen.

Im Internet stießen sie auf den Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB), der mit seinem Netzwerk von Bauexperten, Fachanwälten und Servicepartnern als kompetenter Partner infrage kam. So wurden sie schon lange vor Baubeginn Mitglied. Das war ihnen wichtig, weil ihnen nach den schlechten Erfahrungen beim ersten Mal von Anfang an die Sicherheit am Herzen lag.

Für die Grundstückssuche werden in den meisten Fällen die Dienste eines  Maklers in Anspruch genommen. Doch Familie Wusowski hatte bereits genaue Vorstellungen, in welcher Gegend sie bauen wollte und sah sich selbst um. „Wir haben viele Wochenenden im Internet nach Grundstücken gesucht und sind durch die Ortschaften gefahren. Es war für uns eine gute Erfahrung, die künftige Wohngegend besser kennenzulernen“.

Da sie ein Pferd besitzen und hobbymäßig reiten, sollte das Grundstück nicht weit von der  Stallanlage in Schönwalde entfernt sein. Unter diesem Aspekt kamen unter anderem Falkensee, Brieselang und Schönwalde samt Umland in Betracht.

„Leider standen in dieser Gegend nicht viel geeignete Grundstücke zur Verfügung. Zum Teil waren sie ungünstig geschnitten oder erlaubten nicht, zwei Vollgeschosse zu bauen. Wir lehnten auch Angebote ab, denen die Anbindung an eine Straße fehlte“, schilderte  Bauherr Wusowski  Hürden bei der Grundstückssuche. „ Ebenso wollten wir keinen  Urwald auf dem Grundstück, denn das bedeutete Mehrkosten und zeitlichen Verzug“. Schließlich sollte der Bau schnell beginnen und der Einzug möglichst noch Ende 2012 stattfinden.

Am Ende zogen die Bauherren drei Grundstücke in die engere Wahl. Um sicher zu sein, dass das Grundstück auch nach ihren Vorstellungen bebaut werden konnte, begutachteten sie die ausgewählten Standorte gemeinsam mit ihrer BSB-Bauherrenberaterin Dipl.-Ing. Carola Giertz. Die Entscheidung fiel zu Gunsten eines 1500 mgroßen Eckgrundstückes in Brieslang. Die Gegend war erschlossen, eine Straße vorhanden, Rodung nicht nötig und der Preis moderat.

Im November 2011 war der Baupartner gefunden

Auf der Suche nach der richtigen Hausbaufirma sahen sich die Bauherren auf der Baumesse in Falkensee um. Dort beeindruckte sie das Angebot einer in der Gegend ansässigen Massivhausfirma. „Die vorgestellten Häuser machten einen guten Eindruck. Zum Standard (Vertragsbestandteil) der Firme gehörte auch, dass wir Häuser in der Bauphase am Wochenende besichtigen konnten. Das werteten wir positiv, denn es eröffnete nicht nur die  Möglichkeit,  uns von der Bauqualität zu überzeugen, sondern auch Ideen und Anregungen für den eigenen Hausbau mitzunehmen“.

Die Bauherren nutzten ihre Chance, sich ein genaues Bild vom künftigen Vertragspartner zu verschaffen, stellten seine Seriosität, Fachkompetenz und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit auf den Prüfstand, ehe sie sich für eine Stadtvilla entschieden.

Kauf von Haus und Grundstück im Januar 2012

Beginn des Bodenaushubs für die Bodenplatte. Leider konnte kein Keller gebaut werden, weil das Grundwasser bereits in einer Höhe von 0,9 m bis 1,6 m steht. Er wäre sehr teuer geworden. Also wurde darauf verzichtet. Im Ergebnis mussten im Erdgeschoss und Obergeschoss Abstellräume eingeplant werden.

Beginn des Bodenaushubs für die Bodenplatte. Leider konnte kein Keller gebaut werden, weil das Grundwasser bereits in einer Höhe von 0,9 m bis 1,6 m steht. Er wäre sehr teuer geworden. Also wurde darauf verzichtet. Im Ergebnis mussten im Erdgeschoss und Obergeschoss Abstellräume eingeplant werden.

Nachdem jedes Wenn und Aber noch einmal gut bedacht worden war, kaufte Familie Wusowski  Grundstück und Haus. Nun waren die üblichen Behördengänge wie Kataster- und Bauamt zu erledigen, die nicht selten von den Baufirmen übernommen werden. Denn sie sind darauf bedacht, dass es beim Bau keine bösen Überraschungen gibt. Wichtig ist, Einsicht ins Grundbuch zu nehmen. Das übernimmt in der Regel der Notar auf elektronischem Wege. Käufer des Grundstücks sollten jedoch Wert darauf legen, einen aktuellen kompletten Grundbuchauszug in die Hand zu bekommen. Zeitverzögerung entstand im Grundbuchamt, weil Personalmangel herrschte. Hinzu kam, dass das als Standard angebotene Haus planerisch verändert werden musste. Es sollte größer und von einem standardisierten KfW 70-Haus in ein KfW 55-Haus verwandelt werden. Damit musste die Dämmung des Hauses verstärkt  und eine Solewärmepumpe mit zwei 60 m tiefen Bohrungen in das Projekt aufgenommen werden. „Höhere Effizienz bedeutete aber auch, dass unser Haus mit einer kontrollierten Be- und Entlüftungsanlage ausgestattet werden musste. Darin sah meine Frau anfänglich ein Problem, konnte sich aber den fachlichen Argumenten nicht verschließen. Wenn allerdings der Nachbar bereits eine Solewärmepumpe gehabt hätte, dann wäre unser Plan nicht aufgegangen. Der Einsatz einer Photovoltaikanlage statt Wärmepumpe kam wegen der Dachneigung von 230 bei diesem Haustyp nicht infrage“, erläuterte Bauherr Wusowski.

Prüfung von Vertrag und Lageplan ab März 2012

Als der Bauvertrag vorlag, wurde er dem BSB-Vertrauensanwalt Dr. Bernhard-Dietrich Breloer zur Prüfung übergeben. „Bis auf einen Hinweis zum Zahlungsplan gab es keine Beanstandungen. Damit hatten wir die Sicherheit, dass alles in Ordnung ist und wir gegenüber der Baufirma als gleichberechtigte Partner auftreten können. Die Bau- und Leistungsbeschreibung wurde von Bauherrenberaterin Carola Giertz geprüft, die ebenfalls nichts zu beanstanden hatte. Nun waren wir von der Kompetenz des von uns gewählten Baupartners überzeugt und an einer vertrauensvollen Zusammenarbeit interessiert.“

Baugenehmigung mit Auflagen im August 2012

Im Mai war die Planung des Hauses abgeschlossen, Ende August 2012 wurde vom Landkreis Havelland die Baugenehmigung für den „Neubau eines Einfamilienhauses mit Motorradgarage und zwei Stellplätzen“ erteilt. Dank Internet konnten die Bauherren die Bearbeitung des Bauantrages online verfolgen. Die Firma begann kurz danach mit dem Bau und mit ihr die Kontrolle der vereinbarten Bauqualität. Um sie prüfen zu können, benötigte Bauherrenberaterin Carola Giertz diverse Unterlagen wie Bodengutachten, Bauvertrag, Bauantrag und Lageplan, Bauzeichnungen, Baugenehmigung oder Prüfbericht.

Was die Tiefenbohrung betraf, enthielt die Baugenehmigung einige Auflagen.

Mehr darüber in der nächsten Folge.

Bauherrentagebuch – Teil 1: Grundstückssuche, Auswahl des Baupartners und Hauses
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