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Baugenehmigungszahlen für Wohnungen verlieren an Schwung

Immobilienmarkt und Baukonjunktur Foto: Stephen Coburn / fotolia Immobilienmarkt und Baukonjunktur Foto: Stephen Coburn / fotolia

Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden von Januar bis August 2017 in Deutschland 6,3 Prozent oder 15 400 weniger Baugenehmigungen von Wohnungen erteilt als in den ersten acht Monaten des Vorjahres. Insgesamt sei in den ersten acht Monaten 2017 der Bau von insgesamt 229.900 Wohnungen genehmigt worden. Im Dreimonatsvergleich sei die Zahl der genehmigten Wohnungen von Juni bis August 2017 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,2 Prozent zurückgegangen.

„Das ist eindeutig die falsche Richtung“, meint Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss. „Vor diesem Hintergrund werden wir das Ziel der Union von 1,5 Millionen Wohnungen in den nächsten vier Jahren nicht erreichen. Die Koalitionäre müssen jetzt entscheiden, ob sie weiter regulieren oder bauen wollen. Wir benötigen wir schnellere Grundstücksvergaben, Baugenehmigungsverfahren und neue Anreize für den Wohnungs- und Nichtwohnungsbau. Die Erhöhung der linearen AfA von derzeit zwei auf mindestens drei Prozent ist überfällig. Wir brauchen weniger Mietpreisbremse, niedrigere Grunderwerbsteuersätze und einen Abbau der Bürokratie!“

Erfreulich sei hingegen die Zahl genehmigter Büro- und Verwaltungsflächen. Diese habe im Vorjahresvergleich um 9,4 Prozent zugenommen. „In Städten wie Berlin, München und Stuttgart herrscht bereits faktische Vollvermietung bei Büroflächen, was einen hohen wirtschaftlichen Schaden für die Regionen bedeuten kann. Der Impuls, neue Flächen zu entwickeln, sollte dringend weiterverfolgt werden. Sonst haben wir neben einer Verknappung von Wohnraum bald auch eine alarmierende Situation für Unternehmen, die sich vergrößern oder neu ansiedeln wollen“, sagt Mattner

 

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