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So bleibt die Hitze draußen

Tolle Optik ohne Hitzestau: Sonnenschutzglas sorgt für Wohlbefinden. Foto: Semcoglas/BF
Tolle Optik ohne Hitzestau: Sonnenschutzglas sorgt für Wohlbefinden. Foto: Semcoglas/BF

Sommer, Sonne, Strand und Meer: Was den Urlauber begeistert, stößt bei den Daheimgebliebenen nicht immer auf Gegenliebe. Denn scheint die Sonne ungehindert auf und über das Fensterglas in das Eigenheim, kann die Hitze im Sommer unangenehm werden. „Eine Lösung bietet effektives Sonnenschutzglas, das – soweit erforderlich – um moderne Verschattungssysteme ergänzt werden kann: Sonnenschutzglas hilft den Hausbewohnern, auch an besonders heißen Tagen einen kühlen Kopf zu bewahren“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas (BF), Jochen Grönegräs.

Eine wirkungsvolle Möglichkeit, der Sonnenhitze zu begegnen, ist Sonnenschutzglas. Dieses kann entweder Sonnenstrahlen reflektieren oder Wärmestrahlung absorbieren. Absorbierendes Sonnenschutzglas wird mit Eisen- oder Kupferoxid gefärbt und beispielsweise im Automobilbau eingesetzt. Im modernen Hausbau kommt überwiegend eine andere Art von Sonnenschutzglas zur Anwendung: Hier wird mit Hilfe einer dünnen, metallenen Beschichtung die Sonnenstrahlung zurückgeworfen – diese Beschichtung ist kaum zu sehen und spiegelt nicht. Besonders reizvoll: Sonnenschutzglas gibt es in unterschiedlichen Farbnuancen. Dadurch wirkt es optisch hochinteressant. „Erhältlich sind auch schaltbare Verglasungen, die auf Knopfdruck in mehreren Blaustufen abdunkeln und so die Sonnenenergie absorbieren“, erklärt Grönegräs. Sonnenschutzglas kann rund 50 bis 80 Prozent der Sonnenenergie abhalten. Die Lichtdurchlässigkeit beträgt je nach Glas etwa 50 bis 70 Prozent. Einzelne Räume mit kleinerer Glasfläche kommen mit geringer Schutzwirkung und damit hoher Lichtdurchlässigkeit aus. „Je größer die Glasfläche ist, umso höher muss die Schutzwirkung sein – was allerdings nicht schlimm ist, da durch die großen Glasflächen trotz geringerer Lichtdurchlässigkeit genug Helligkeit in die Räume dringt“, so Grönegräs.

Zwei Werte sorgen für die Effektivität

Bei Sonnenschutzglas sorgen zwei Werte für die Effektivität: Der „Gesamtenergie-Durchlassgrad“ (g-Wert) bestimmt die Sonnenwärme, die das Glas hineinlässt. Sonnenschutzglas besitzt einen g-Wert von 0,20 bis 0,50. Das bedeutet, dass rund 20 bis 50 Prozent der Sonnenenergie hindurchdringt, ein Wert, der weit unter dem von üblichem Wärmedämmglas mit rund 0,60 liegt. Wie hoch der g-Wert im Einzelfall sein sollte, hängt von den individuellen Gegebenheiten ab und sollte zusammen mit dem Fachmann erörtert werden. Bei der Planung spielen aber auch die kostenlosen solare Energiegewinne eine Rolle: Glas hat als einziger Baustoff die Eigenschaft, solare Strahlungsgewinne zu erzielen. Das ist in den kühlen Jahreszeiten erwünscht und hilft, Heizenergie zu sparen. Im Sommer hingegen gilt es, die Kraft der Sonne an den neuralgischen Stellen der Fassade zu begrenzen – hier helfen Sonnenschutzglas, Verschattungssysteme oder Kombinationen daraus. Beim zweiten Wert, dem „Wärmedurchgangs-Koeffizienten“ (Ug-Wert), gilt: Je kleiner der Wert, desto geringer der Wärmeverlust und umso geringer die Heizkosten. „Bei modernem Zweischeiben-Wärmedämmglas liegt der Ug-Wert bei rund 1,1 Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/m2K). Effiziente Sonnenschutzgläser schaffen in der Regel die gleichen Werte“, so Grönegräs.

Verschattungssysteme schützen vor großer Hitze

Der Bewältigung besonders großer Sonnenhitze und der sommerlichen Wärmeschutzanforderungen dienen die unterschiedlichsten Verschattungssysteme. Diese reichen von Jalousien über Rollläden bis hin zu Markisen. Abgesehen von den diversen erhältlichen Designs und Materialqualitäten hat der Bauherr oder Modernisierer bereits bei der zugrunde liegenden Technik im positiven Sinne die „Qual der Wahl“: Es gibt außen, im Scheibenzwischenraum und innen liegende Jalousien,  außen oder innen liegende Rollläden oder außen angebrachte Markisen, die alle ihre besonderen Fähigkeiten haben. Grundsätzlich gilt: Alle außen liegenden Systeme halten die Sonnenwärme am effektivsten ab – nämlich da, wo sie ins Gebäude eindringt. Eine gute Wirkung erzielen auch im Scheibenzwischenraum liegende Verschattungen. Nicht ganz so effektiv, dafür aber optisch mit der Einrichtung gut kombinierbar, sind innen liegende Systeme. „Allen Verschattungsarten gemeinsam ist ihre Fähigkeit, unter anderem auch die Blendwirkung der Sonne zu minimieren“, so Grönegräs.

Mehr zum Thema Glas finden Sie im Internet unter der Adresse www.bundesverband-flachglas.de und unter www.energiesparen-mit-glas.de.

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