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Heizungsmodernisierung nicht ohne Planung

Clevere Wärme - Mit neuer Heizung fast ein Drittel der Heizkosten sparen. © sasel77 / fotolia.com
Clevere Wärme - Mit neuer Heizung fast ein Drittel der Heizkosten sparen. © sasel77 / fotolia.com

Nicht selten verzichten Hauseigentümer bei komplexen Modernisierungsmaßnahmen auf eine Planung der Heizungsanlage. Auf diese Erfahrung verweist Dipl.-Ing. Jörg Nowitzki, Bauherrenberater des Bauherren-Schutzbund e.V.

„Sie setzen damit den Erfolg geplanter energetischer Einsparziele aufs Spiel.“ Folge fehlender Planung seien fehlende Berechnungen, die zur Festlegung der Heizkörpergrößen, der Querschnitte der Rohrleitungen und Armaturen, zur Einregulierung der Ventile und nicht zuletzt für die Auslegung der Umwälzpumpe erforderlich sind. Die Über- oder Unterdimensionierung des Heizkessels könne zu Mehrverbrauch von Heizenergie führen.

Energieberater Nowitzki verweist weiterhin darauf, dass oft der fehlende hydraulische Abgleich der Anlage Ursache für erhöhte Heizkosten ist. Er ist auch für die Kreisläufe von Fußbodenheizungen notwendig. „Die Strömungsverhältnisse in der Anlage müssen so gestaltet werden, dass von der Umwälzpumpe zu den Heizkörpern und zurück immer genau die Wassermenge fließen kann, die zur Wärmeabgabe bei vorgegebener Vor- und Rücklauftemperatur benötigt wird“, so der BSB-Experte. Das bedeute, dass im Rohrleitungsverbund näher gelegene Heizkörper gedrosselt werden, weiter entfernt gelegene dagegen weniger oder gar nicht. Im Rohrsystem müssen zum Abgleich einregulierbare Armaturen an den Heizkörpern vorhanden sein. Weiteres Problem sei oft die nicht korrekte Dämmung der Zirkulationsleitungen des Warmwassers. „Aufgrund zu geringer Aufbauhöhe des Fußbodens besonders im Obergeschoss wird die gern weggelassen oder zu gering ausgeführt. Wärmeverluste in der Warmwasserleitung sind die Folge“, berichtet Jörg Nowitzki.

Die EnEV fordere eine 100prozentige Dämmung nach dem Grundsatz: Rohrdurchmesser gleich Dämmstärke. Wenn die baulichen Voraussetzungen es zulassen, werde bei energetischen Modernisierungsmaßnahmen gern auf Fußbodenheizungen umgerüstet. „Dabei werden wie auch im Neubaubereich beim Verlegen immer wieder die Abstände zwischen den Heizungsrohren nicht korrekt eingehalten. Sind die Abstände zu groß – dadurch lässt sich etwas Material sparen – muss zum Erreichen der notwendigen Raumtemperatur eine höhere Vorlauftemperatur und damit mehr Energie eingesetzt werden“, betont Energieberater Nowitzki.

Weitere Informationen unter www.bsb-ev.de

Quelle: Bauherren-Schutzbund e.V.

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