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ERP-Software für Bauunternehmen

Mitarbeiter arbeiten mit ERP-Software für Bauunternehmen
ERP-Software für Bauunternehmen im Einsatz Foto: ©goodluz - stock.adobe.com

Bauunternehmen haben ganz besondere Anforderungen an eine ERP-Software. Welche das genau sind, lesen Sie hier.

Aus vielen Unternehmen sind ERP-Software-Systeme längst nicht mehr wegzudenken. So auch in Bauunternehmen. Diese profitieren im besonderen Maße von einer ganzheitlichen ERP-Software, haben jedoch sehr spezielle Anforderungen an diese.

Welche das sind, wie genau eine ERP-Software funktioniert und welche Mehrwerte man mit deren Einsatz generieren kann, soll Gegenstand dieses Artikels sein. Beginnen wir mit der allgemeinen Funktionsweise einer ERP-Software. Diese hilft uns dabei zu verstehen, wo genau die Unterschiede zwischen einer herkömmlichen und einer Software speziell für Bauunternehmen liegen.

Was ist eine ERP-Software?

Mit dem Kürzel ERP wird das sogenannte Enterprise-Resource-Planning beschrieben. Im Kern geht es dabei um die Aufgabe eines Unternehmens, die ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen, so effizient wie nur eben möglich zu nutzen. Unter Ressourcen werden in diesem Kontext nicht nur Rohstoffe und zu verarbeitende Materialien verstanden.

Vielmehr werden darunter auch Werkzeuge, Maschinen, das Personal, Immobilen oder auch finanzielle Mittel gefasst. All diese „Ressourcen“ gilt es so auf die vorliegenden Geschäftsprozesse zu verteilen, dass ein reibungsloser Ablauf zu jedem Zeitpunkt gewährleistet werden kann. Zudem soll sichergestellt werden, dass es zu keiner Zeit zu Engpässen oder Verschwendungen von Ressourcen kommt.

Mit einer ERP-Software lassen sich sämtliche Prozesse eines Unternehmens digital abbilden. Die Daten werden dann auf einer zentralen Datenbank zusammengeführt. Auf diese Weise lassen sich diverse Prozesse deutlich verkürzen, zusammenführen und teilweise sogar automatisieren. Alle Akteure im Unternehmen arbeiten fortan mit denselben Daten.

Effizientere und kostensparende Prozesse

Mit ERP-Software effizientere und kostensparende Prozesse im Bauunternehmen
Effizientere und kostensparende Prozesse Foto: ©goodluz – stock.adobe.com

Das sorgt für schnelleren Informationsfluss, schlankere Prozesse und geringere Fehlerquoten in allen Abteilungen. Dazu ist eine ERP-Software  aus mehreren Modulen aufgebaut die über die Datenbank miteinander verbunden sind. Jedes dieser Module deckt einen bestimmten Aufgabenbereich im Unternehmen ab.

So finden sich Module für die Produktion, die Lagerverwaltung, die Logistik, das Kundenbeziehungsmanagement, die Dokumentenverwaltung, das Personal oder auch für das Projektmanagement an. Nicht jedes Unternehmen benötigt all diese Funktionen, andere hingegen benötigen zur Abdeckung ihrer Prozesse noch viele weitere Module bzw. Funktionen.

Cloud oder lokale Implementierung?

Doch nicht nur hinsichtlich des Funktionsumfangs unterschieden sich ERP-Software-Lösungen am Markt voneinander. Auch in Bezug auf das jeweilige Lizenzmodell ergeben sich Unterschiede. So ist es beispielweise möglich eine ERP-Software direkt vom Anbieter zu erwerben und diese auf den hauseigenen Servern zu implementieren. Hierbei spricht man auch von der sogenannten On-Premises-Variante.

Dem gegenüber steht das Cloud-Modell. Hier wird dies Software gemietet. Die Software wird auf den Servern des Cloud-Betreibers betrieben und dem Anwender über einen Webzugang zugänglich gemacht. Man zahlt also nicht für die gesamte Software, sondern eine monatliche Lizenzgebühr pro Nutzer. Die Speicher- und Rechenleistung entfällt dann auf den Cloud-Betreiber.

Welche Anforderungen haben Bauunternehmen an eine ERP-Software? 

Welche Funktionen ein Bauunternehmen benötigt und welches Lizenzmodell das richtige ist, hängt stark von den individuellen Prozessen und Begebenheiten im Unternehmen selbst ab. Jedes Unternehmen muss eigene Anforderungen formulieren und ein System auswählen, die diese erfüllen zu vermag.

Wir wollen dennoch einen Blick auf ein paar wesentliche Funktionen werfen, die speziell für Bauunternehmen konzipiert wurden und in fast keinem Unternehmen fehlen dürfen.

Building-Information-Modelling (BIM)

Einen großen Mehrwert für Bauunternehmen stellt das sogenannten Building Information-Modelling, kurz BIM dar. Dies ist eine softwaregestützte Technologie mit deren Hilfe sich eine vernetzte Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Bauwerken realisieren lässt. Alle relevanten Bauwerkdaten werden mit Hilfe der Software digital in ein dreidimensionales Modell übertragen.

Dieses virtuelle Modell kann dann auch von allen anderen beteiligten Akteuren mit Daten gefüttert werden, sodass immer direkt ersichtlich ist, welche Arbeitsschritte gerade umgesetzt werden, welche noch offen sind und wann das eigene Unternehmen die nächsten Schritte angehen kann.

Projektmanagement

Viele Bauunternehmen arbeiten projektbasiert. Mit einem Projektmanagement-Modul lassen sich jede Art von Projekten ganzheitlich, transparent und sicher planen. Mit dem Modul lassen sich sämtliche Schritte des Projektes visualisieren, entsprechende Ressourcen zuordnen und auch Status verfolgen.

Dabei dient das Modul jedoch nicht nur als strategisches Planungstool, sondern auch als Kommunikationsplattform für die beteiligten Akteure. So werden die Zusammenarbeit und der Informationsfluss deutlich verbessert und nachhaltig gestärkt.

Angebotserstellung und Bauplanung

Umfangreiche Funktionen zur Angebotserstellung helfen dabei alle relevanten Faktoren für ein entsprechendes Angebot zu berücksichtigen. So lassen sich direkt alle verfügbaren Kapazitäten einplanen, sodass ein konkretes Fertigungsdatum errechnet werden kann. Gleiches gilt für die Kosten. Mit einer Bauplanung können verbindlichere Aussagen über die zu erwartenden Kosten eines Projektes erstellt werden.

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