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Regionales Immobilien Journal Berlin & Brandenburg Juli 2018

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Regionales Immobilien Journal Berlin & Brandenburg Juli 2018

Regionales Immobilien Journal Berlin & Brandenburg Juli 2018

manchmal lobt man dann doch die Politik vorschnell. Nachdem wir im Editorial in der letzten Ausgabe noch froh waren, Ihnen die Nachricht von der rückwirkenden Einführung des Baukindergeldes zu verkünden (s. auch S.10 dieser Ausgabe), erreichte uns nun kurz vor Redaktionsschluss die Meldung, dass das Baukindergeld nicht nur durch einen Höchstbeitrag beim Haushaltseinkommen begrenzt werden soll. Nun soll es noch eine Flächenobergrenze geben.

Nach ersten Informationen soll die Förderhöchstgrenze für einen Haushalt mit zwei Kindern bei 120 Quadratmetern liegen. Für jedes weitere Kind soll diese Höchstgrenze um 10 Quadratmeter steigen. Noch ist das Gesetz nicht beschlossen und es bleibt die Hoffnung, dass sich an den Obergrenzen etwas tut. Allerdings gibt es derzeit schon genug Streit durch die Flüchtlingsdebatte in der Regierungskoalition, so dass womöglich um des lieben Friedens willen die Begrenzungen in der vorgeschlagenen Form umgesetzt werden.

Doch wieso soll es auf einmal diese Flächenobergrenze geben? Offensichtlich wurden die Regierungsparteien vom voraussichtlichen Erfolg des Baukindergeldes überrascht. Im Koalitionsvertrag ist vorgesehen, bis 2021 zwei Milliarden Euro für die Förderung bereit zu stellen. Eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) prognostiziert bereits jetzt Kosten von bis zu 3,9 Milliarden Euro. Um Geld zu sparen, waren sich Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Bauminister Horst Seehofer (CSU) schnell einig, eine Flächenbegrenzung einzuführen.

Allerdings gibt es seitens der CDU Widerstand, denn nicht nur in der Partei wird solche Begrenzung als lebensfremd wahrgenommen. Bereits heute liegt die durchschnittliche Wohnfläche einer vierköpfigen Familie in Deutschland bei 138 Quadratmetern. Auch die Anhebung der Obergrenze um zehn Quadratmeter für jedes weitere Kind ist nicht unbedingt zeitgemäß. Im Einfamilienhausbereich liegt die durchschnittliche Wohnfläche sogar bei rund 150 Quadratmetern.

Nicht nur die unrealistischen Vorstellungen von Wohnraumgrößen sind kritisch zu sehen. Solche Grenzen würden nur zu Marktverwerfungen am Immobilienmarkt führen. Hausanbieter und Immobilienanbieter könnten auf die Idee kommen, die Preise für förderberechtigte Häuser zu erhöhen, so dass die gesamte Fördermaßnahme nur einen „Mitnahmeeffekt“ für Anbieter hat. Zudem wird die Familienplanung in Frage gestellt. Familien, die für einen späteren Familiennachwuchs bereits Wohnraum einplanen, würden klar benachteiligt werden.

Natürlich ließ die Reaktion der Branchenverbände auch nicht lange auf sich warten. Es wird klar gefordert, den eigentlichen Zweck des Baukindergeldes im Blick zu behalten. Hoffen wir also, dass sich der gesunde Menschenverstand durchsetzt und die Fördermaßnahme nicht durch unsinnige Flächenbegrenzungen zu einer Lachnummer wird.

Egal, ob es ein Baukindergeld geben wird oder nicht, die Verwirklichung des Traumes vom eigenen Haus lohnt sich schon aus vielen anderen Gründen.

Viel Spaß beim Lesen der aktuellen Ausgabe wünscht Ihnen

Ihr Ulrich Barz vom Regionalen Immobilien Journal

Inhalte des Regionalen Immobilien Journal Juli 2018

Immobilienmarkt aktuell

Immobilienkauf im Berliner Umland: Pendelkosten berücksichtigen

Bau-Förderung soll rückwirkend zum 1. Januar 2018 gelten

1,5 Mio. neue Wohnungen und Eigenheime in den nächsten vier Jahren 

Baufertigstellungen: Tropfen auf den heißen Stein 

Grundsteuer: ZIA und Haus & Grund warnen vor Kostenexplosion 

Berliner Volksbank Immobilien GmbH: Erfolgreicher Immobilienkauf und -verkauf im Ausland 

Neubau oder Bestandsimmobilie? Eine Frage des Preises 

Finanzierung

Annuitätendarlehen im Aufwind – Forwards im freien Fall

So gelingt die passende Immobilienfinanzierung 

Hausbau & Technik

Schnäppchen oder Fehlinvestition? Hinweise zum Kauf einer Bestandsimmobilie 

Hausbau-News 

Moderne Wohnblockhäuser: Gesundheit für Körper und Geist 

Skandinavien lässt grüßen: Hygge und Co. prägen den Einrichtungsstil bei neuen Eigenheimen 

„Havelauen sehen grün“ 

HELMA Eigenheimbau AG: Mit Ecken und Kanten, aber sympathisch 

BAUEN&WOHNEN im Kaufpark Eiche 

Bautagebücher unter der Lupe

Klima- & Lüftungstechnik

  • Pro und Contra Lüftungstechnik 
  • Stets gesunde Luft atmen 

Modernisierung

  • Immobilien: Darum lohnen sich Modernisierungen
  • Schritt für Schritt zu mehr Wohnkomfort 
  • Bei der Badmodernisierung die Elektroinstallation nicht vernachlässigen
  • Förderungen und Zuschüsse für Fenster, Fassaden und Haustüren

Rund ums Haus

Perfekter Sonnenschutz für Balkon, Terrasse und Garten 

Wohntrends

Renovierungsboom hält an: Der Stellenwert des Badezimmers steigt 

Mit „One-Touch“ zum individuellen Kaffeegenuss 

Interior-Farbtrends 2018: Der Dackel, der Wald und das Grün 

Recht aktuell

Die Unwirksamkeitsfalle: Kein Vertrag, keine Ansprüche! 

Do it yourself: Heimwerker haften, wenn der Sturm am Baugerüst rüttelt 

Baubeschreibungen sind nicht immer ausreichend konkret 

Sport vom Sofa aus: Was Gerichte zu Freizeitaktivitäten in Haus und Garten sagen 

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