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Schloss Rheinsberg Bestimmte Rechte vorbehalten von Tobi NDH
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Hausbau im Landkreis Ostprignitz-Ruppin

In bester Gesellschaft

Silberner Adler, eine rot gebundene goldene Lilie und eine rotbelegte goldene Mitra zieren das Wappen des Landkreises Ostprignitz-Ruppin. Er befindet sich an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern und ist flächenmäßig der drittgrößte Landkreis Brandenburgs. Zu ihm gehören die Ruppiner-Heide, das Rheinsberger Seengebiet, die Ruppiner Platte, das Rhinluch und die Rüthnicker Heide.

Überblick über den Landkreis

Der Landkreis hat etwas wenige als 100.000 Einwohner, wobei die meisten Einwohner in der Kreisstadt Neuruppin leben – immerhin knapp 31.000 Menschen. Wittstock/Dosse und Kyritz sind ebenfalls mit 14.300 bzw. 9.375 Einwohnern wichtige Kleinstädte. Aufgrund der historischen Bedeutung ist Rheinsberg, mit circa 8.100 Einwohnern, über die regionalen Grenzen hinaus bekannt. Der Landkreis zeichnet sich u. a. durch ein reichhaltiges Freizeitangebot aus. Neben der Vielzahl an Sportvereinen ist es vor allem der kulturelle Bereich, der eine wesentliche Rolle spielt. Museen, Denkmälern, historische Stadtkerne und bedeutende Gebäude ziehen sich wie ein rotes Band durch die Region.

Auf einer Fläche von 2.526 Quadratkilometern finden Sie von den 251 Badestellen der Brandenburgischen Badegewässerverordnung allein schon 25 im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Zudem gibt es weitere Naturhighlights, die zahlreiche Touristen anlocken. Die abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaft garantiert eine hohen Lebens-, Freizeit- und Erholungswert, denn Alleen, Wälder, landschaftlich reizvolle Seen, historische Dorf- und kleine Wohnsiedlungen prägen den eher dünn besiedelten Landstrich.

Seine Lage und die gute Erreichbarkeit machen den Landkreis zum Naherholungsgebiet und einem beliebten Ferienwohnsitz der Berliner. Nach Berlin sind es circa 60 Autominuten, während es nach Rostock 90 Minuten und nach Hamburg gut zwei Stunden sind. Das wirtschaftliche Gefüge, des eher ländlich geprägten Landkreises, wird im Wesentlichen von familiengeführten Betrieben geprägt. Die wirtschaftlichen Schwerpunkte befinden sich rings um Neuruppin und dem Autobahndreieck Wittstock sowie in der sogenannten Kleeblattregion – Kyritz, Neustadt, Wusterhausen/Dosse.

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Die Fontanestadt Neuruppin

OPR Neuruppin Trinitatis-Kirche
Kirche St. Trinitatis in Neuruppin Foto: A.Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace) [FAL oder CC BY-SA 3.0], von Wikimedia Commons

Er, der Dichter Theodor Fontane, ist wohl der berühmteste Einwohner Neuruppins. Fontane wurde am 30. Dezember 1819 in Neuruppin geboren und verbrachte die ersten Jahre in der elterlichen Löwen-Apotheke. Im Jahr 1827 siedelte die Familie nach Swinemünde über, um nach einer kurzen Rückkehr im Jahr 1832, bereits ein Jahr später nach Berlin zu ziehen. Seine Mutter, Emilie Fontane, starb 1869 in Neuruppin. Ihr Sohn Theodor veröffentlichte 1862 seine „Wanderungen“, wobei der Teil über „Die Grafschaft Ruppin“ permanent ergänzt wurde. Auch Karl-Friedrich Schinkel, einer der wichtigsten Baumeister Berlins, ist ein Kind der Stadt. Er wurde am 13. März 1781 in Neuruppin geboren.

Heute Leben und Arbeiten in Neuruppin circa 31.000 Menschen. Nordwestlich von Oranienburg und westlich des Löwenberger Lands gelegen, ist die Kreisstadt des Landkreises Ostprignitz-Ruppin auch für Berliner und Wohnungssuche aus dem nordwestlichen Umland der Hauptstadt durchaus attraktiv. Bis ins Zentrum Berlins – dem Hauptbahnhof – in es circa 60 Autominuten. Bis nach Spandau braucht man sogar weniger als 50 Fahrminuten. Darüber hinaus verkehrt der RE6 zwischen Spandau und Wittstock (Dosse) mit Halt in Neuruppin.

Neuruppin hat einiges zu bieten, denn es liegt sehr malerisch am Ruppiner See. Nördlich befinden sich der Stadtpark und die Seebadeanstalt mit Blick auf die Insel Poggenwerder. Der Seedamm trennt den nördlichen vom südlichen Teil, der mit der Innenstadt, der Fontane Therme und weiteren Sehenswürdigkeiten eine entspannte Atmosphäre bietet. Westlich vom Stadtkern verläuft die B 167, die die Stadt von den anschließenden Wiesen und Feldern trennt. Bekannt ist ebenfalls das nordwestlich gelegene Segelfluggelände für Segelflugzeuge und Motorsegler.

Der durchschnittliche Kaufpreis für Immobilien liegt bei circa 1.925 Euro pro Quadratmeter (Quelle: wohnungsboerse.net). Für eine Eigentumswohnung mit 60 Quadratmeter Wohnfläche zahlt man aktuell durchschnittlich circa 1.997 Euro pro Quadratmeter. Dies ist ein deutlicher Rückgang zum Jahr 2017 und 2016, wo 2.861 Euro bzw. 3.949 Euro pro Quadratmeter aufgerufen wurde. Neubauwohnungen kosten 2017 im Schnitt 3.248 Euro pro Quadratmeter. Bei Einfamilienhäusern muss man mit 1.300 Euro bis 2.400 Euro pro Quadratmeter rechnen. In den letzten beiden Jahren – 2016 zu 2017 – zeichnet sich ein Preissprung bei Wohnhäusern mit 100 und 150 Quadratmetern Wohnfläche ab. Die erfassten Daten von wohnungsboerse.net für größere Objekte – mit 200 und mehr Quadratmetern – verzeichnen einen Preis von 1.879 Euro pro Quadratmeter. Generell liegen die Preise bei Einfamilienhäusern leicht über den Durchschnitt des Landes Brandenburg, während vor allem Bestandswohnungen mit 1.300 Euro pro Quadratmeter eher günstig erworben werden können. Ob sich eine Wohnung als Renditechance anbietet, eröffnet ein Blick auf die Mieten: Betrachtet man Bestandswohnungen, so liegen die Mietpreise bei circa 6 Euro pro Quadratmeter, während für Neubauwohnungen circa 9,50 Euro pro Quadratmeter verlangt werden können (Quelle: capital.de).

Fachwerk und roter Backstein zieren Wittstock/Dosse

Baustraße 18 Wittstock Dosse
Wittstock/Dosse in Brandenburg. Foto: Clemensfranz [CC BY-SA 4.0], von Wikimedia Commons

Die Stadt Wittstock/Dosse gehört mit 417 Quadratkilometern zu den flächenmäßig größten Städten, jedoch Wohnen und Arbeiten hier nur 14.300 Menschen. Somit kommt die Kleinstadt auf 34 Einwohner pro Quadratkilometer. Geographisch liegt sie östlich von Pritzwalk. Aus einer slawischen Siedlung ging eine der ältesten Städte Brandenburgs hervor. Nach Erdbeben, Feuersbrunst und der Pest im Jahr 1638, wurde Wittstock 1681 Poststation der Route Berlin-Güstrow. Seinerzeit brauchte man bis nach Berlin 24 Stunden. Mit dem Auto sind es heute circa 1,5 Stunden bis ins Herzen der Hauptstadt, während es nach Waren (Müritz) – mit dem Müritz-Nationalpark und der Müritz – nur 50 Fahrminuten sind.

Von der Stadtanlage her ist Wittstock/Dosse äußerst interessant, denn es sind die mittelalterlichen Formen erhalten geblieben: Eine Nord-Süd-Achse führt zum zentralen Marktplatz und es gibt eine Ost-West-Achse, während der gesamte Kern von einem Grüngürtel umschlossen ist. Heute prägen imposante Backsteingebäude das Stadtbild. Hierzu gehört die Marienkirche – ein imposantes spätgotisches Bauwerk mit barocker Haube – ebenso wie die Brinkmauer, das Gröper Tor – das letzten von vormals drei Stadttoren – und das neugotische Rathaus. Die schöne und gepflegte Altstadt bietet – mit zahlreichen Restaurants, Cafés und inhabergeführten Geschäften – eine angenehme Abwechslung.

Die erfassten Bevölkerungszahlen zeigen seit 2003 – Gemeindereform am 26.Oktober 2003– einen Rückgang von 17.600 Einwohner auf circa 14.300 im Jahr 2017. Der Bevölkerungsverlust hat Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Auf den Internetseiten der Stadt findet man unter Immobilien sowohl Wohnungen zur Mieter aber auch Großobjekte wie das Gutshaus Tetschendorf oder Bauland in Freyenstein. Wer in Wittstock/Dosse sich den Traum vom Haus erfüllen möchte, der kann sein Projekt zeitnah umsetzen. Aktuell liegen von wohnungsboerse.net insofern Preisinformationen vor, als dass 2018 für Einfamilienhäuser mit 100 Quadratmeter Wohnfläche durchschnittlich 405 Euro pro Quadratmeter und für Häuser mit 200 Quadratmeter 747 Euro pro Quadratmeter verlangt werden. Die Vergleichswerte aus dem Jahr 2011 zeigen bei kleinen Objekten einen Preisrückgang, während bei großen Objekten eine leichte Steigerung auszumachen ist. Insgesamt handelt es sich jedoch um eine moderate Entwicklung, die generell weit unter dem Durchschnitt von Brandenburg und Deutschland liegt.

Kyritz an der Knatter

Denkmalgeschütztes Marktplatzensemble in Kyritz - Maschinenjunge CC BY-SA 3.0 de von Wikimedia Commons
Denkmalgeschütztes Marktplatzensemble in Kyritz - Maschinenjunge CC BY-SA 3.0 de von Wikimedia Commons

Die Hansestadt Kyritz, mit circa 9.375 Einwohnern, liegt westlich von Neuruppin und mit dem Auto sind es circa 1,5 Stunden bis zum Berliner Hauptbahnhof. Nach Potsdam braucht man circa ein Stunde 20 Minuten. Es ist landschaftlich eine ganz besondere Situation, denn durch Kyritz verläuft die Grenze zwischen Kyritzer Platte und Dossenniederung, während an den östlichen Teil die Wittstock-Ruppiner Heide anschließt. Den Beinamen an der Knatter erhielt Kyritz, weil in früheren Tagen zahlreiche Wassermühlen für eine auffällige Geräuschkulisse sorgte. Von den vormals fünf Wassermühlen existiert von einer noch das Gebäude. Noch immer durchfließt die Jäglitz die Stadt. Östlich der Stadt beginnt die Kyritzer Seenkette – ein einmaliges Paradies für alle Wassersportliebhaber.

Bereits 1237 wurde das Stadtrecht verliehen und trotz einiger Eroberungsversuche entwickelte sich Kyritz durchaus positiv: im Jahr 1488 wurde mit der Herstellung des Bieres „Mord und Totschlag“ begonnen und auch die Tuchmacherei spielte eine wichtige Rolle. Einen deutlichen Rückschlag erfuhren die Kyritzer bei der Pest im Jahr 1626 – es starben mehr als 800 Einwohner – und während der französischen Besatzung von 1806 bis 1814. In den vergangenen Jahren legte die Stadt viel Wert auf die Sanierung der historischen Altbauten. So findet man heute prachtvolle Fachwerkhäuser und die beeindruckende St. Marienkirche im gotischen Baustil. In den Sommermonaten spendet eine riesige Eiche angenehmen Schatten auf dem zentralen Marktplatz.

Das Stadtgebiet gliedert sich in die historische Altstadt, an die östlich die Jäglitz vorbei fließt und westlich davon die Regionalbahn hält. Während im südlichen und nördlichen Teil eher Unternehmen und Kleinbetriebe sich angesiedelt haben, befinden sich westlich und östlich der Altstadt Wohngebiete mit Einfamilienhäusern. Rund um das Klinikum Kyritz findet man auch Zeilenwohnbauten. Verlässliche Immobilienpreise liegen vom 1. November 2016 vor. Laut capital.de zahlt man für Einfamilien- und Doppelhäuser die älter als drei Jahre sind circa 990 Euro pro Quadratmeter – ein ähnlicher Quadratmeterpreis wird bei Eigentumswohnungen aufgerufen. Bei einer Neubauwohnung muss man mit dem doppelten Quadratmeterpreis rechnen – circa 1.649 Euro. Sowohl bei den Kaufpreisen als auch bei den Mieten wurde eine Steigerung um circa zwei Prozent beobachtet. Bei Bestandswohnungen liegt die Miete bei circa 4,85 Euro pro Quadratmeter, während Neubau circa 5,31 Euro pro Quadratmeter kostet.

Rheinsberg: Eine Jugendliebe

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Ruppiner See, Insel Poggenwerder vom Stadtpark Foto: Brunhilde Schaefer [CC BY-SA 3.0]

Eine Perle des Landkreises Ostprignitz-Ruppin ist Rheinsberg. Herzstück ist das Rheinsberger Schloss – malerisch am Grienericksee gelegen. Es erwartet Sie eine Reise in die Leichtigkeit des 18. Jahrhunderts und in die Jugend von Friedrich – dem späteren König von Preußen. Er lebte von 1736 bis 1740 in Rheinsberg – in dieser Zeit bekam das Schloss durch den Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff ein neues Erscheinungsbild. In Rheinsberg gründete Friedrich die erste Freimaurerloge in Preußen. Nach 1740 erfuhr das Schloss weitere Um- und Anbauten. Neben den architektonischen Highlights, setzte der Dichter Kurt Tucholsky Rheinsberg ein literarisches Denkmal mit seinem Buch „Rheinsberg, Ein Bilderbuch für Verliebte“ von 1912. Darin geht es um das junge Liebespaar Wölfchen und Claire, die von Berlin nach Rheinsberg reisen und die Leichtigkeit der Liebe und Jugend genießen– verfilmt 1967 von Kurt Hoffmann mit Cornelia Froboess.

Rheinsberg liegt circa 100 Kilometer nordwestlich von Berlin – mit dem Auto ist es vom Hauptbahnhof circa eine Stunde 20 Minuten. Die 8.100-Einwohner Stadt legt sich halbkreisförmig um den Grienericksee, während weiter nördlich eine einmalige Seenlandschaft mit dem Dollgowsee, Schlabornsee, Großer Pätschsee und weiteren Seen anschließt – sie gehören zum Ruppiner Wald- und Seengebiet. Aufgrund der historischen Bedeutung spielt der Tourismus eine wesentliche Rolle. Es herrscht eine Atmosphäre wie in einem Ferienort. In den Wintermonaten legt sich eine angenehme Stille über den See.

Aufgrund der besonderen Bedeutung liegen die Immobilienpreisen teilweise deutlich über denen von Kyritz, Wittstock/Dosse und Neuruppin. Laut capital.de zahlt man für Einfamilien- und Doppelhäuser die älter als drei Jahre sind circa 1.505 Euro pro Quadratmeter – bei Eigentumswohnungen werden 2.438 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. Bei einem neuen Wohnhaus muss man mit 2.138 Euro pro Quadratmeter rechnen. 2016 stagnierten die Kaufpreise, während die Mieten sich verteuerten. Aus diesem Grund könnte eine Wohnung als Kapitalanlage die richtige Entscheidung sein.

Zum Landkreis Ostprignitz-Ruppin gehören u. a. auch Fehrbellin mit 8.900 Einwohnern, Wusterhausen/Dosse mit 5.585 Einwohner und Heiligengrabe mit 4.385 Einwohnern. Wer auf die unmittelbare Nähe zu Berlin verzichten kann, der wird im Landkreis attraktive Baugrundstücke, interessante Bestandsimmobilien und werthaltige Neubauten entdecken.