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Hausbau in Märkisch Oderland

Markplatz in Fürstenwalde Foto: (c) ArTo - Fotolia.com

Markplatz in Fürstenwalde Foto: (c) ArTo – Fotolia.com

Pferderennen, Storchennester und schöne Seen

Naturschutzgebiet "Lange Dammwiesen und Unteres Annatal" Foto: (c) ebenart - fotolia.com

Naturschutzgebiet „Lange Dammwiesen und Unteres Annatal“ Foto: (c) ebenart – fotolia.com

Der Landkreis Märkisch-Oderland liegt östlich von Berlin und hier wohnen circa 192.000 Menschen. Es gibt 45 Gemeinden. Ein Highlight der Region ist der Naturpark Märkische Schweiz: Auf 205 Quadratkilometern ist es der älteste Naturpark Brandenburgs. Der Europaradweg, die Eisenbahnlinie Berlin-Küstrin und die Bundesstraße 1 und 5 bringen Touristen in die Region. Das Wanderwegnetz der Märkischen Schweiz umfasst 150 Kilometer und hier wandeln Sie auf den Spuren von Theodor Fontane und Bertold Brecht. In Bukow erinnert das Brecht-Weigel-Haus an das Künstlerehepaar.

Im Landkreis Märkisch-Oderland gibt es nicht nur herrliche Naturparadiese, sondern auch sehr beliebte Wohngegenden. Es kann das Haus auf dem Land ebenso sein, wie das Einfamilienhaus im Speckgürtel. Vor allem in den vergangenen Jahren haben immer mehr junge Familien das östliche Umland als attraktiven Wohnort entdeckt. Die Höhe der Bodenpreise und die Preise für Bestandsimmobilien nach 1990 richten sich oftmals nach der Entfernung zur Stadtgrenze. Im Einzugsbereich Berlins ist der Markt von raren Angeboten und einer starken Nachfrage gekennzeichnet. Für den berlinnahen Raum kann ein “hyperdynamische Entwicklung” konstatiert werden, während für den ländlichen Raum ein Angebotsmarkt prägend ist. Der Grundstücksmarktbericht 2017 des Gutachterausschusses für Grundstückswerte kam zu dem Ergebnis, dass die Preise für Wohnbaugrundstücke wiederholt deutlich zulegten – im Einzelfall um bis zu 100 Euro pro Quadratmeter im Vergleich zum Vorjahr. Generell haben sich im Märkisch-Oderland die Grundstückspreise in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt bzw. verdreifacht.

Wichtige Städte und Gemeinden im Landkreis Märkisch-Oderland

Strausberg: Die grüne Stadt am See

Blick über den Straussee auf Strausberg Foto: (c) babelsberger - Fotolia.com

Blick über den Straussee auf Strausberg Foto: (c) babelsberger – Fotolia.com

Zum östlichen Berliner Ballungsraum gehört die 26.000-Einwohner Stadt Strausberg. Hier befindet sich die Endhaltestelle der S-Bahnlinie S 5 und der Straussee zieht in den Sommermonaten zahlreiche Tagestouristen an. Im Herbst und Winter wird Strausberg zu einem romantischen Ort, in dem es eher ruhig zugeht. Einige Bewohner pendeln am Vormittag in die Hauptstadt und kommen am Abend wieder zurück. Aber es gibt auch im Ort zahlreiche attraktive Jobs: Die Bundeswehr ist der größte Arbeitgeber. Darüber hinaus gibt es in Strausberg zahlreiche Behörden und eine Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung.  Zudem ist Strausberg Sitz der Geschäftsstellen mehrerer Krankenkassen. Somit kommt Strausberg auf eine Arbeitslosenquote von nur 4,7 Prozent.

Bereits zwischen 600 und 1200 n. Chr. gab es in der Umgebung kleine Siedlungen. 1225 entstand eine erste Burg am Straussee und ab 1254 wurde mit dem Bau der Stadtmauer begonnen. Somit blickt die Stadt auf eine lange Geschichte zurück. Auch im Stadtbild lassen sich die Entwicklungsstufen ablesen. Das historische Zentrum zwischen Marienkirche und Wallstraße wurde in den vergangenen Jahren liebevoll restauriert. Darüber hinaus ließ die Stadt neue Gebiete für Einfamilienhäuser erschließen. Ein Beispiel ist die „Friedrich-Schiller-Höhe“, denn sie umgibt ein alter Wald. Hier wohnt man so, wie andere Urlaub machen.

Aktuell werden von der Stadt das Projekt „Am Wäldchen Süd“ und “Johanneshof” entwickelt. Auf einer Fläche in bereits erschlossener Stadtrandlage im Siedlungsbereich Strausberg Ost könnten zukünftig circa 80 bis 100 Einfamilien- oder Doppelhäuser entstehen. Weitere Standorte für Wohnhäuser sind am Mittelfeldring, Elisatbethstraße/Hegermühlenstraße, “Am Annafließ” und an der Rosa-Luxemburg-Straße/Garzauer Straße. Mehrfamilienhäuser sind auch in Planung. Zu den von der Stadt bereits geprüften Arealen gehören: Wohnpark Mühlenweg, Wriezener Straße, Hegermühlenstraße/Walkenmühlenstraße und Am Sportpark. Darüber hinaus gibt es ein Baulückenkataster und städtische Grundstücke. Ferner bietet die Stadt eine Bauberatung an. Generell liegt der Bodenrichtwert zwischen 60 bis 140 Euro pro Quadratmeter (2017).

Altlandsberg: Wo die Störche zu Hause sind

Idyllische Kleinstadtleben in Altlandsberg Foto (c) ArTo -fotolia.com

Idyllische Kleinstadtleben in Altlandsberg Foto (c) ArTo -fotolia.com

Gleich neben Strausberg liegt die ebenfalls geschichtsträchtige Kleinstadt Altlandsberg. Hier wohnen circa 9.130 Menschen und sie gliedert sich in die Ortsteile Altlandsberg, Bruchmühle, Buchholz, Gielsdorf, Wegendorf und Wesendahl. Mit dem Auto erreichen Sie Altlandsberg über die Altlandsberger Straße und Hönower Chaussee. Mit dem Auto sind Sie vom Berliner Alexanderplatz innerhalb von 30  Minuten in Altlandsberg.

Einer der größten Arbeitgeber ist die Metro, denn das Unternehmen hat ein Distributionszentrum für mehr als 14.000 Artikel. Daneben gibt es zahlreiche mittelständische Unternehmen im Gewerbegebiet „An der Mühle“ und im Gewerbepark Bruchmühle. Die Unternehmen schätzen besonders die Autobahnanbindung der A 10. Darüber hinaus hat sich der Ortsteil Wesendahl einen Namen im Bereich der Pferdezucht und Pferdeausbildung gemacht.

Wo sind die Störche in Altlandsberg? In den vergangenen Jahren bevorzugten sie den Strausberger Torturm. Er ist Teil der 1,3 Kilometer langen Feldstein-Stadtmauer. Sie umschließt den Stadtkern. Die historischen Altbauten in der Klosterstraße sind besonders gut erhalten. An der Adresse Kirchplatz 1 sollten Sie die Stadtpfarrkirche St. Marien besichtigen, denn einige Gebäudeteile stammen aus dem 13. Jahrhundert. Wesentlich massiver präsentiert sich hingegen das Amtsgericht, welches der aufstrebenden Epoche um 1900 zugeordnet werden kann.

Von 1990 bis 2010 flossen Fördermittel in Höhe von 21,5 Millionen Euro in den Erhalt der historischen Gebäude. Davon profitieren die Bewohner heute und in der Zukunft, denn Altlandsberg bietet eine gediegene vorstädtische Atmosphäre. Rund um die Altstadt entstanden einige neue Wohnhäuser, wobei der städtische Fokus auf den Erhalt der Altbauten ausgerichtet war. Über die Internetseite von Altlandsberg erhalten Sie die Kontaktdaten für den Bereich Baugrundstücke und aktuelle Bauvorhaben. In Altlandsberg liegt der Bodenrichtwert bei 50 bis 100 Euro pro Quadratmeter (2017).

Hönow: Zwischen Stadt und Land

Als Insidertipp könnte Hönow gehandelt werden. Es ist ein Ortsteil der Gemeinde Hoppegarten und liegt zwischen Berlin und Altlandsberg. In den vergangenen Jahren stiegen die Einwohnerzahlen: Während 1990 noch 2.200 Einwohner gezählt wurden, waren es 2015 immerhin 9.467 Menschen. Für Hönow rechnet die Ortsverwaltung mittelfristig mit 12.000 Einwohnern. Der Ort – bestehend aus den drei Abschnitten Hönow-Nord, Hönow-Siedlungserweiterung und Hönow-West – besitzt mindestens zwei Gesichter, denn an der Landesgrenze sieht man noch die Großbauten Hellersdorfs, während nördlich des U-Bahnhofs Hönow Felder und Wiesen die Landschaft charakterisieren. In Hönow überwiegt eine Bebauung mit Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern. Mit der U-Bahnlinie U 5 sind Sie innerhalb von 25 Minuten am Alexanderplatz und haben Anschlüsse an alle Stadtgebiete.

Hönow wurde erstmals 1375 urkundlich erwähnt. Vor der politischen Wende war Hönow ein wichtiger Standort der Landwirtschaft: Von hier wurde Ost-Berlin mit frischem Obst und Gemüse versorgt. Nach 1989 verdreifachten sich die Einwohnerzahlen. Aus dem beschaulichen Dorf wurde eine urbane Siedlung mit Einfamilienhäusern und einer modernen Infrastruktur. Viele Firmen haben sich niedergelassen: Das Gewerbegebiet an der Altlandsberger Chaussee bedient einen überörtlichen Kundenkreis. In der Hönower Einkaufspassage findet man alles, was man für den täglichen Bedarf braucht. Zudem haben sich in Hönow zahlreiche Restaurants, Pensionen und kleine Hotels angesiedelt.

Neben dem Erhalt des historischen Angerdorfkerns ging es in den vergangenen Jahren um die Erschließung von neuem Bauland. Die Preise für Bauland liegen aktuell bei circa 300 bis 400 Euro pro Quadratmeter. In den 1990er Jahren entstanden nördlich der Bogenstraße – auf ehemaligen Ackerflächen – zahlreiche Einfamilien- und Reihenhäuser. In den kommenden Jahren werden weitere Flächen erschlossen werden.

Dahlwitz-Hoppegarten: Pferderennen, moderne Wohnsiedlungen und viel Natur

Zu den Stars im Märkisch-Oderland gehört Dahlwitz-Hoppegarten. Die Pferderennbahn sorgt für einen hohen Bekanntheitsgrad unter Berlinern und Touristen. Trotz der Anbindung an das Berliner S-Bahnnetz wohnen hier nur etwas mehr als 6.000 Einwohner.

Mit der Entwicklung zum Treffpunkt des Galopprennsports – 1867 entstand die Rennbahn – wurde Dahlwitz-Hoppegarten zu einem beliebten Siedlungsort großstadtmüder Berliner. So errichtete am Ende des 19. Jahrhunderts das zu Wohlstand gekommene Bürgertum die ersten Landhausvillen, die bis heute das Ortsbild prägen. In den 1920er Jahren kamen nördlich der S-Bahntrasse die Genossenschaftssiedlungen „Birkenstein“ und „Waldesruh“ hinzu.

Die S-Bahnlinie S 5 garantiert eine schnelle Verbindung in die City-Ost. Mit dem Auto sind Sie über die B1 mit der Innenstadt verbunden. So sind es bis zum Alexanderplatz nur 20 Minuten. Seit 2015 hat das Bekleidungsunternehmen Camp David hier seinen Europasitz und die MedianKlinik hat sich als anerkannte Rehabilitationseinrichtung etabliert.  

Die Entwicklung von Dahlwitz-Hoppegarten in den vergangenen 20 Jahren kann als gelungen bezeichnet werden: Altbauten wurden saniert, die Infrastruktur erweitert und neue Wohngebiete entwickelt. Zu den jüngsten Projekten gehört die „Gartenstadt Neu-Birkenstein“. Die Siedlung liegt unmittelbar an der Stadtgrenze Berlins an der Bahnlinie Berlin-Strausberg. Die Grundstücke werden voll erschlossen und können mit einem Einfamilienhaus bebaut werden. Daneben werden immer wieder kleinere Abschnitte neu bebaut, wie zuletzt in der Jahnstraße, der Straße An der Katholischen Kirche und in der Oberen Bergstraße. Hierfür lohnt sich ein regelmäßiger Blick auf die Gemeindeseite. Der Bodenrichtwert liegt je nach Lage zwischen 150 und  260 Euro pro Quadratmeter (2017).

Bauen und Wohnen im Landkreis Märkisch-Oderland

Ausblick: Vom Speckgürtel bis nach Seelow und Bad Freienwalde

Jeder, der für seine Traumimmobilie auf die Nähe zu Berlin verzichten kann, der wird etwas weiter außerhalb leicht fündig, denn es gibt eine sehr heterogene Entwicklung. Der Landkreis grenzt zwar in Hoppegarten, Hönow, Neuenhagen und Fredersdorf-Vogelsdorf direkt an Berlin aber ebenso interessant sind Strausberg, Altlandsberg und Rüdersdorf. In Rüdersdorf lag der Bodenrichtwert 2017 bei 65 bis 125 Euro pro Quadratmeter. Mehr als doppelt so viel zahlte man in Neuenhagen.

Hinter der Märkischen Schweiz reihen sich entlang der Bundesstraße 167 Seelow, Neuhardenberg, Wriezen und Bad Freienwalde auf. Diese Gegend hat sich in den vergangenen Jahren zu einer attraktiven Gegend für nachhaltigen Touristen entwickelt. Bad Freienwalde besitzt zahlreiche historische Gebäude und ist älteste Kurstadt Brandenburgs. Neben dem Erhalt von historischen Bauwerken entstehen am Stadtrand von Bad Freienwalde neue Einfamilienhäuser.

Wer im Landkreis Märkisch-Oderland bauen möchte, der muss permanent am Ball bleiben, um sein Traumgrundstück finden. Verzichten Sie auf eine direkte Lage im Speckgürtel, dann wird die Auswahl und das Angebot an Bestandsimmobilien und Grundstücke wesentlich größer.

Dr. Carsten Schmidt

Quellen:

https://www.boris-brandenburg.de/boris-bb/

https://www.gutachterausschuss-bb.de/MOL/pdf/gmb2017_mol.pdf

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