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Schwedenhaus
Schwedenhaus Foto: © Dagmar Richardt - stock.adobe.com

Schwedenhaus

Leben im Schwedenhaus – ein Zuhause wie bei Astrid Lindgren

Wer kennt sie nicht, die schönen roten Holzhäuser aus den Filmen von Astrid Lindgren? Interessieren auch Sie sich für ein Schwedenhaus und sind auf der Suche nach eine ganz besonderen und behaglichen zu Hause? Dann kann Ihnen dieser Artikel erste wichtige Informationen liefern und stellt Ihnen den Haustyp Schwedenhaus vor.

Das Schwedenhaus? – was ist das überhaupt?

Wie es der Name schon vermuten lässt hat das Schwedenhaus seinen Ursprung in Schweden. Der Begriff an sich aber ist in erster Linie seit den 1980ern in Deutschland geläufig. Wer erinnert sich nicht gerne an die roten Holzhäuser aus Filmen wie Michel aus Lönneberga oder Pippi Langstrumpf?

Die typischen Merkmale eines Schwedenhauses

Natürlich kennt nahezu jeder die Häuser, aber was genau macht ein Schwedenhaus aus?

Bauweise: Das Schwedenhaus ist ein Holzhaus, welches in der sogenannten Ständerbauweise gebaut wird. Das bedeutet, zunächst wird eine Konstruktion aus Balken erstellt, die dann später mit Brettern verschalt wird.

Baustoffe: Der typische Baustoff ist Holz. Die meisten Anbieter und Hersteller verwenden für den Ständerbau Kiefernholz und für die Schalungsbretter Fichte. Die Fichte als Verschalung bringt viele Vorteile mit sich.  Fichtenholz ist wetterbeständig, relativ pflegeleicht, sehr langlebig und dämmt gut.

Fassade: Das Schwedenhaus ist ein Holzhaus, und auch die Fassade ist eine Holzfassade. Zwar gibt es Anbieter, die Häuser im Schwedenstil aber z.B. mit einer Putzfassade anbieten, in der Regel und typisch aber hat ein Schwedenhaus eine Holzfassade.

Dachform: Typisch für ein Schwedenhaus ist ein Satteldach. Beim Giebel gibt es verschiedene Varianten. Der Friesengiebel ist eine Möglichkeit, dieser sorgt für mehr Platz im Erdgeschoss, hingegen der sogenannte Kapitänsgiebel die Wohnfläche im Obergeschoss wachsen lässt.

Farben: Die typische Farbe für ein Schwedenhaus ist rot, genauer gesagt das sogenannte Falunrot. Wenn Sie sich ein traditionelles Schwedenhaus wünschen, ist das Ihre Farbe. Dennoch traten in den letzten Jahren auch immer mehr Anbieter mit Schwedenhäusern in anderen Farben an die Bauherren heran. So sind des Weiteren auch Hellblau, Grau, Gelb oder Grün möglich.

Bei den Farben setzen viele Hersteller auf eine gute Qualität. So sollten diese abriebfest, UV-beständig, wetterbeständig und auch umweltschonend sein.

Weitere Merkmale: In jedem Fall gehören zu einem Schwedenhaus die weißen Sprossenfenster dazu. Ebenso typisch ist der überdachte Eingang, oft auch als dritter Giebel. Auch die Türen sind in der Regel in weiß gehalten.

Schwedenhaus im Winter
Gelbes Holzhaus im nordischen Stil Foto: © runzelkorn - stock.adobe.com

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Schwedenhaus – die Vor- und Nachteile

Natürlich schätzen viele Menschen das schöne und idyllische Aussehen der Schwedenhäuser. Dennoch ist es für Sie sehr wichtig die Vor- und Nachteile dieser Bauweise zu kennen. Und auch wenn die Vorteile überwiegen, so sollten Sie dennoch und in jedem Fall die wenige Nachteile individuell abwägen.

Vorteile

  • als Holzhaus versprüht ein Schwedenhaus ein ganz besondere Wohn- und Wohlfühlatmosphäre
  • es entsteht ein gesundes und behagliches Raumklima
  • Holz kann selbst die Feuchtigkeit regulieren, was nicht zuletzt auch ein großer Vorteil für Allergiker ist, denn so haben Milben, Schimmel und Co. kaum eine Chance
  • auch dadurch, dass keine Steine und kein Beton verwendet wird entsteht kein Staub, ein weiterer Pluspunkt für Allergiker
  • Holz dämmt sehr gut, so sind auch Schwedenhäuser im Sommer angenehm kühl und im Winter schön warm
  • durch die gute Dämmung verbrauchen die Häuser weniger Energie, das kommt dem Budget der Hausherren sowie der Umwelt zu Gute
  • mit dem Schwedenhaus können Sie nachhaltig bauen, denn Holz ist ein nachwachsender Rohstoff
  • ein Schwedenhaus entspricht den Anforderungen der Energieeinsparverordnung
  • der Baustoff Holz ist zeitlos
  • zwar steckt in einem Schwedenhaus viel Tradition, dennoch bleibt hier auch viel Platz für individuelle Gestaltungen, auch darf es gerne etwas modern werden
  • was die Grundrisse angeht können Schwedenhäuser ebenfalls individuell gestaltet werden
  • die meisten Anbieter bieten Schwedenhäuser als Fertighäuser an, so dass Sie mit einer kurzen Bauzeit rechen können
  • auch durch die nur sehr kurzen Trocknungsphasen verkürzt sich die Bauzeit

Nachteile

  • Schwedenhäuser haben ein sehr typisches Aussehen, was allerdings nicht in jedem Baugebiet genehmigt wird
  • wie bei jedem Holzhaus braucht das Holz Pflege und ist anfällig für Schädlinge
  • die Hausinstallationen gestalten sich meist etwas schwieriger als bei anderen Bauweisen; Holz lebt und bewegt sich, so dass der Platz für Rohre etc. entsprechend angepasst werden muss
  • ein Holzhaus lebt, so müssen Sie immer mit Knacken und Geräuschen des Holzes rechnen; die Schalldämmung ist im Vergleich zu anderen Bauweisen weniger gut
  • die Häuser müssen zum Schutz des Holzes gut isoliert werden

Was kostet ein Schwedenhaus?

Weißes Schwedenhaus

Wie bei jedem Haustyp, so lässt sich die Frage nach dem Preis auch beim Schwedenhaus nicht pauschal beantworten. Viele Faktoren spielen hier eine Rolle und können den Preis beeinflussen, so u.a.

  • der Anbieter bzw. der Hersteller, die Preise können variieren
  • die Größe des Hauses
  • Lage und Ausstattung

Dennoch möchten wir Ihnen gerne grobe Richtwerte an die Hand geben, damit Sie Ihren Hausbau und die Finanzierung besser planen können.

Bei einem Schwedenhaus mit etwa 100qm müssen Sie mit Baukosten zwischen 120.000 Euro und 150.000 Euro rechnen. Ein Haus mit 150qm kann 250.000 Euro und mehr kosten. Grundsätzlich geht hier beim Preis immer mehr oder weniger, viele individuelle Faktoren haben hier einen Einfluss.

Schwedenhäuser sind attraktiv und hocheffizient. Wenn man die Vorteile mit den Preisen in Bezug setzt, zeigt sich schnell, das Verhältnis stimmt. Grundsätzlich können auch Familien mit einem geringen Budget ihren Traum vom Schwedenhaus erfüllen. Hier können Sie dann z.B. mit einem Bungalow im Schwedenstil Geld sparen und den Preis nach unten drücken.

Welchen Energiestandard erfüllen Schwedenhäuser?

Wie bereits erwähnt sind Schwedenhäuser eine Art von Holzhaus und sehr energieeffizient. Je nach Bauweise, Größe etc. erfüllen sie dann verschiedene Energiestandards. Grundsätzlich kann ein Schwedenhaus wie jedes andere Haus auch  z.B. ein Passivhaus oder ein  Niedrigenergiehaus sein. Und je nach Bauart können so die Anforderungen für KfW 40, 40 Plus oder 55 erfüllt werden.

 

Indem Sie den Anforderungen der KfW Bank erfüllen, können Sie in den Genuss besonderer Förderungen oder vergünstigter Zinssätze kommen. Wenn Sie an diesem Thema interessiert sind sollten Sie sich bereits bei der Planung Ihres Hauses hierüber informieren. Richtige Ansprechpartner können z.B. die Hausbank, der potenzielle Kreditgeber oder auch der Anbieter des Hauses sein.

Wie lange hält ein Schwedenhaus?

Vielleicht interessieren Sie sich schon länger für ein Schwedenhaus, haben aber Angst, dass es im Vergleich zu einem massiv gebauten Steinhaus nicht so lange hält? Ein wichtiger Aspekt, aber die Bedenken sind unbegründet. Wenn das Haus fachmännisch gebaut und immer gut gepflegt wird, kann es ein Haus für Generationen sein. Viele Schwedenhäuser stehen über 100 Jahre und sehen noch immer sehr gut aus und befinden sich in einem guten Zustand. Wichtig ist aber eben, dass das Haus von einem Fachmann kommt und dass das Holz regelmäßig überprüft und geschützt wird. Dann können Sie und Ihre Familie lange und viel Freude an dem Schwedenhaus haben.

Wie groß ist die Brandgefahr beim Schwedenhaus?

Nicht selten heißt es „Holz brennt gut!“. Ein Aspekt, der Sie eventuell skeptisch werden lässt? In jedem Fall ein wichtiger Aspekt, doch, die Brandgefahr ist lange nicht so hoch wie viele oft glauben.

Im Gegenteil, im Vergleich zu anderen Häusern wie z.B. Steinhäusern besteht keine erhöhte Brandgefahr. Und das hat seine Gründe. Natürlich werden Schwedenhäuser aus Holz gebaut, und natürlich brennt Holz nicht selten gut, aber hier spielen viele Faktoren eine entscheidende Rolle. Meist wird zum Bau der Schwedenhäuser Holz verwendet, welches eine hohe Faserdichte aufweist. Alleine diese Tatsache lässt das Holz schon schwerer brennen. Des Weiteren ist die Bauweise nahezu fugenlos, für Dämmung und Isolierung werden ausschließlich schwer entflammbare Materialien verwendet. All diese Aspekte sorgen dafür, dass die Brandgefahr bei dieser Art von Holzhaus nicht höher ist als bei andere Hausarten auch.

Tests haben gezeigt, auch bei einem Schwedenhaus vergeht mindestens eine halbe Stunde, also gut 30 Minuten, bis der gefürchtete Branddurchschlag erfolgt. Zusammenfassend lässt sich also sagen, bezüglich der befürchteten Brandgefahr brauchen Sie auf keinen Fall auf das schöne Schwedenhaus zu verzichten.

So entsteht ein Schwedenhaus?

Holzhaus in Schweden

Grundsätzlich dauert es im Vergleich zu Massivhäusern weniger lang, bis ein Schwedenhaus fertiggestellt ist. Wie aber entsteht genau ein solches Haus, und wie lange dauert es? Wichtig ist zu erwähnen, die nachfolgenden Angaben sind Richtwerte. Je nach Haus, Anbieter und der individuellen Umstände können die Zeiten natürlich variieren.

Die reine Bauphase des Schwedenhauses ist besonders kurz, denn meist sind es Fertighäuser. Das bedeutet aber nicht, dass von Ihrem Wunsch nach einem Schwedenhaus bis zu Ihrem Einzug ebenfalls nur kurze Zeit vergeht. Denn egal für welchen Haustyp Sie sich entscheiden, Planung, Organisation und Wartezeiten müssen Sie immer einkalkulieren. Und das ist auch beim Schwedenhaus nicht anders. Aufgrund der sehr geringen eigentlichen Bauphase aber geht es meist und verhältnismäßig doch viel schneller.

Das sind die einzelnen Phasen und Zeiten in einer Übersicht:

  1. Die Planungsphase

In dieser Zeit planen Sie Ihr Schwedenhaus, suchen nach Inspirationen und entsprechenden Anbietern.

durchschnittlich 1-25 Wochen

  1. Die Baugenehmigung

Ist alles entschieden und geplant, muss das Ganze natürlich noch genehmigt werden. Hier kommt es auf die jeweilige Behörde und die aktuelle Auslastung der Angestellten an, wie lange Sie auf Ihre Genehmigung warten müssen.

durchschnittlich 2-12 Wochen

  1. Lieferzeit

Ist alles unter Dach und Fach und genehmigt, können Sie Ihr Haus bzw. die Teile bestellen. Je nach Hersteller bzw. Anbieter müssen Sie mit unterschiedlichen Wartezeiten rechnen.

Durchschnittlich 10-15 Wochen

  1. Bodenplatte und Kellerbau

Sie wünschen sich einen Keller. Natürlich nimmt das Zeit in Anspruch. Und auch die Bodenplatte muss errichtet werden.

durchschnittlich 2-6 Wochen

  1. Bauphase

In dieser Zeit wird dann Ihr Schwedenhaus errichtet. Auch hier kommt es auf viele verschiedene Faktoren an, wie lange genau die Bauphase dauert. Größe, Ausstattung und Co. sind hier entscheidend.

durchschnittlich 2-6 Wochen

– zuerst werden die vom Hersteller vorgefertigten Außenwände aufgestellt und montiert

– anschließend wird die Dachkonstruktion montiert

– es folgt die Dacheindeckung

– zum Schluss geht es an den Innenausbau

So finden Sie Ihren passenden Anbieter

Immer mehr Anbieter von Schwedenhäusern tummeln sich auf dem Markt. Aber welcher passt zu Ihnen und Ihren individuellen Wünschen, Vorstellungen und Bedürfnissen?

Wichtig ist dass Sie vergleichen. Denn von Anbieter zu Anbieter kann es große Unterschiede geben, und das nicht nur beim Preis.  Informationen sind hier das A und O. Kennen Sie jemanden, der bereits ein Schwedenhaus gebaut hat? Oder haben Sie in Ihrer Nähe einmal ein solches Haus entdeckt? Scheuen Sie sich nicht, stellen Sie den Besitzern Fragen. Das kann Ihnen viele nützliche Informationen zu den Anbietern liefern.

Schauen Sie sich die Internetauftritte diverser Hersteller an, lesen Sie Bewertungen im Internet und holen Sie sich Informationen aus den vielen Foren rund ums Thema Hausbau.

Wenn möglich kontaktieren Sie die Anbieter, und gewinnen Sie so einen ersten Eindruck. Falls es nicht zu weit entfernt ist, fahren Sie hin und  machen Sie sich vor Ort ein Bild.

Wichtig ist dass Sie wissen was Sie wollen und auch, was Ihnen wichtig ist. Dann fällt es Ihnen leichter, die gewonnen Informationen zu verarbeiten und den für Sie richtigen Anbieter zu finden.

Der Preis spielt natürlich eine wichtige Rolle. Aber auch das Angebot, die individuellen Möglichkeiten, ein gutes Verhältnis und das Vertrauen sind wichtig und sollten nicht unterschätzt werden.

Musterhäuser als Schwedenhaus

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Fazit

Im Einklang mit der Natur leben, sich wohlfühlen und leben wie Michel oder Pippi? Ein Schwedenhaus macht es möglich. Dabei bringt ein solches Haus viele Vorteile mit sich, und auch preislich muss sich das Schwedenhaus nicht verstecken. Keine erhöhte Brandgefahr, hohe Energieeffizienz und die vielen individuellen Möglichkeiten können dieses Haus zu Ihrem Wohntraum werden lassen.