Schön gestaltete Außenanlagen schließen den Hausbau ab
Schön gestaltete Außenanlagen schließen den Hausbau ab Foto: Photographee.eu / shutterstock.com

Außenanlagen planen und gestalten

Das Haus ist fertig gebaut und bezogen. Nun geht es an die Planung und Gestaltung der Außenanlagen.

Die detaillierte Planung ist der erste Schritt zur Gestaltung des Grundstücks. Denn eingereicht werden müssen auch Bauanträge für verschiedene Installationen. Dies sollt in einem Schritt erfolgen, um die Gestaltung in planbaren Schritten zu realisieren. Versäumen Sie also nicht, sich frühzeitig Gedanken um Carport, Terrasse oder einen Pool zu machen. Wir haben für Sie eine praktische Übersichtsseite erstellt, die Sie durch die Planung Ihrer Außenanlagen führt.

Diese Elemente gehören zur Gestaltung des Außenbereichs:

1. Garage / Carport

Mit dem Eigenheim haben Sie nun auch den Platz, um das Auto in der Garage abzustellen. In erster Linie geht es hier um den Schutz des Fahrzeugs vor Diebstahl oder Vandalismus. Ähnlich wie beim Haus selbst müssen Sie überlegen, ob hier ein oder zwei Autos Platz haben sollen. In jedem Falle muss die Garage bzw. das Carport eine Zufahrt zur Straße und einen Weg zum Haus haben. Die Entscheidung zwischen Garage und Carport liegt letztendlich auch in Ihrem Budget. Deshalb ist es wichtig, solche Kostenpunkte von vornherein mit aufzunehmen.

Einfamilienhaus mit Garagenanbau

2. Wintergarten

Ein Wintergarten wertet Ihr Grundstück auf. Zu jeder Jahreszeit genießen Sie den Blick nach draußen, sofern Sie sich im Vorfeld darüber im Klaren sind, ob Sie einen Kalt- oder Warmwintergarten haben möchten. Wenn Sie sich auch die Winterabende mit dem Blick zum Sternenhimmel wünschen, dann ist der Warmwintergarten Ihre Wahl. Auch hier gibt es zum Aufbau einige Fakten im Vorfeld zu beachten. 

Blick aus sommerlichem Naturgarten in einen gemütlichen Wintergarten

3. Terrasse / Balkon

Erst mit einer Terrasse wird das Eigenheim so richtig komplett. Auch ein Balkon ist eine sehr gute Option, vor allem dann, wenn der Standort ein wunderschönes Panorama bietet. Generell ist die Terrasse der Wohnbereich im Außenbereich, hier können Sie entspannende Momente verbringen. Vom gemeinsamen Essen bis zur Familienfeier und kuscheligen Abendstunden – Terrasse sowie Balkon sollten keineswegs fehlen.

Die Terrasse Foto: adpePhoto / Fotolia.com

4. Zäune

Der Zaun ist Ihre Grundstücksbegrenzung und ermöglicht die Privatsphäre. In der Regel müssen Sie ihn selbst setzen. Da Sie ohnehin verpflichtet sind, einen Zaun zu setzen, sollten Sie die Chance zu geschmackvoller Gestaltung nutzen. Der Markt bietet ein riesiges Angebot, nicht zu vergessen haben Sie die Möglichkeit, in diesem Zusammenhang den Zaun mit Sichtschutz aufzustellen. Dies spielt vor allem dann eine Rolle, wenn Ihr Grundstück von mehr als zwei Seiten einzusehen ist. 

Gartenzaun

5. Pool / Teich

Sie haben viel Platz im Garten? Dann überlegen Sie, ob Sie einen Teich oder einen Pool anlegen möchten. Sehr beliebt sind natürliche Schwimmteiche, die ein natürliches Ambiente erzeugen. Hier können Sie Ihre eigene kleine Wellnessoase schaffen. Selbst kleine Gewässer im Garten haben eine sehr beruhigende Wirkung und sind äußerst angenehm. Die Planung und Gestaltung eines Pools oder Teich beginnt schon in den ersten Tagen. 

Pool im Garten

6. Wege

Gehen Sie trockenen Fußes durch Ihren Garten. Wege sind wichtige Gestaltungselemente und sollten rechtzeitig geplant werden. Nicht nur der Weg selbst, sondern auch die verwendeten Materialien spielen eine Rolle. Wählen Sie Naturstein oder Wegeplatten aus und verwirklichen Sie Ihre gestalterischen Wünsche. Auch lose Materialien wie Kiesel sind möglich, diese haben jedoch ihre Tücken, die berücksichtigt werden müssen.

Weg im Garten

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Die Gartengestaltung

Halten Sie zunächst fest, welche Elemente im Garten integriert werden sollen. Der finanzielle Spielraum aber auch die Größe des Grundstücks geben hier bereits erste Richtlinien. Der Budget, dass Sie einplanen sollten, hängt maßgeblich davon ab, ob Sie die Außenanlage in Eigenleistung gestalten oder eine Fachfirma dafür beauftragen.

Darauf müssen sie bei der Gartengestaltung achten:

Besonders wichtig sind die Bauvorschriften und Genehmigungen, die Sie einholen müssen. Diese sind regional unterschiedlich. Daher müssen Sie bei den zuständigen Ämtern Informationen einholen, für welche Anlagen eine Baugenehmigung notwendig ist. In der Regel werden diese problemlos erteilt. Vergessen Sie bei all der Planung nicht die elektrischen Installationen wie Wegebeleuchtung und Garagenlicht. Ebenfalls von Bedeutung sind eventuelle Spielplätze für die Kinder oder Gemüsebeete, die ebenfalls Platz beanspruchen und zum Beispiel über einen Weg erreichbar sein sollten. 

So gehen Sie bei der Planung des Außenbereichs am besten vor

Ob Gestaltungs-Software oder geschnittene Papierschnitzel – verschaffen Sie sich einen ersten Überblick, indem Sie den Außenbereich plastisch darstellen. Verändern Sie einzelne Elemente wie Pool oder die geplanten Wege, um verschiedene Optionen zu sehen. Ebenso wichtig ist die Sonneneinstrahlung – so zum Beispiel dann, wenn Sie einen Wintergarten oder eine Terrasse haben möchten. Auch der Pool sollte am Nachmittag nicht im Schatten stehen! Die Arbeiten großer Anlagen wie ein Schwimmteich oder die Umzäunung sollten zuerst in Auftrag gegeben werden. 

Die Kosten für die Umzäunung

Das Material gibt den Preis vor. Holz kostet zwischen 30 und 45 Euro pro laufendem Meter. Gutes Holz ist viele Jahre haltbar, muss jedoch gepflegt werden und verursacht einige Folgekosten für Farbe oder Lasur. Kunststoff kostet 80 bis 110 Euro / pro Meter. Mit dem robusten Metallzaun sind es bereits 150 bis 200 Euro pro laufendem Meter, dafür ist er jedoch weitaus robuster als Holz und Kunststoff. Ebenfalls möglich ist Stein oder Naturstein, das je nach Art zwischen 100 und 200 Euro / Meter kostet. In schwierigem Gelände kann Stein oder die Zaungabione sehr hilfreich sein. Die Zaungabione schlägt mit ca. 100 – 150 Meter / Meter zu Buche. Zusätzlich kommen Fundamente, Zaunpfähle und Zubehör hinzu. Auch die Toreinfahrt kostet noch einmal extra. Sofern Sie diese Arbeiten nicht selbst erledigen, kommen noch Kosten für die Installation hinzu, die sich regional ebenfalls unterscheidet.

Rechtliche Grundlagen für die Planung des Außenbereichs

Wie eingangs bereits kurz erläutert, müssen Sie das öffentliche Baurecht beachten. Grundsätzlich werden die Regelungen dazu beim zuständigen Stadtplanungsamt und dem Baugesetzbuch geregelt. Gesetzbuch und städtisches Bauamt sind maßgeblich für Sie und müssen zwingend eingehalten werden. Deshalb immer direkt nach der Planung und vor Beginn der Arbeiten die jeweiligen Baugenehmigungen einholen. Bedenken Sie dabei auch, dass die Bearbeitung einige Wochen oder gar Monate dauern kann. 

Sobald Sie sich an die Planung der Außenanlagen machen, werden Sie merken, dass Sie vor einer Herausforderung stehen! Hier kommen Notwendigkeiten, Wünsche, Platz aber auch das finanzielle Budget zusammen. Doch sofern Sie schon bei der Berechnung des Kredits für das Haus die Außenanlagen eingeplant haben, wird die Gestaltung leichter. Denken und planen Sie langfristig, denn Sie möchten in einigen Jahren sicherlich nicht noch einmal mit Bauarbeiten beginnen.

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