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Die Terrasse Foto: adpePhoto / Fotolia.com
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Terrasse – Das Wohnzimmer im Freien

Ein schöner Grillabend mit Freunden, ein Frühstück mit der Familie oder einfach nur in der Sonne sitzen und entspannen. Eine schön gestaltete Terrasse sieht nicht nur einladend aus, sondern sie erweckt Freude im Auge des Betrachters und erhöht somit die Lebensqualität. Eine Terrasse lässt sich individuell nutzen, vielfältig gestalten und trägt zur Wertsteigerung der Immobilien bei. Für den stolzen Eigenheimbesitzer ist sie ein sonniges Zusatzzimmer, das zum Verweilen einlädt.

In der Regel ist die Terrasse das Bindeglied zwischen Haus und Garten und schließt schwellenlos an das Wohnzimmer oder an die Küche an. Doch es gibt auch die Ausnahme, dass sie abseits des Hauses im Garten positioniert wird. Diese Variante bietet sich an, wenn die Lage des Hauses ungünstig ist und das Wohnzimmer nach Norden ausgerichtet ist. Ebenso können Bäume, Grundstücksschnitt oder die Sichtbarkeit eine Verlagerung der Terrasse sinnvoll machen.

Terrassenplanung

Bevor die Freude über den neuen „Wohnbereich“ Einzug erhält, muss die Terrasse natürlich geplant werden. Zu den Planungsdetails gehören die Ausrichtung der Terrasse, die Größe, der Bodenbelag und die zusätzliche Ausstattung wie Sonnen- oder Sichtschutz. Bevor Sie an die Detailplanung gehen, stellen Sie sich bitte als Erstes die Frage, wie und wann wollen Sie die Terrasse nutzen. Möchten Sie die Terrasse:

  • zum Sonnenbaden
  • zum gemütlichen Essen mit vielen Freunden
  • als Grillplatz
  • als Spielfläche
  • mit vielen Pflanzkübeln
  • am Morgen zum Frühstück
  • eher am Abend zum Entspannen nutzen?

Größe und Ausrichtung der Terrasse

Oft ist die Ausrichtung der Terrasse vom Grundstück bestimmt. Sofern Sie diese beeinflussen können, ist die Ausrichtung nach Südwesten oder Südosten der Idealfall. Zur Mittagszeit wird die Terrasse nicht zu heiß und trotzdem kann die Terrasse die längste Zeit im Sonnenlicht genutzt werden. Ideal zum Frühstücken ist die Ausrichtung nach Osten. Wer lieber den Sonnenuntergang genießen möchte, richtet die Terrasse nach Westen aus.

Die Größe der Terrasse sollte in der Regel lieber größer als zu klein gewählt werden. Eine nachträgliche Erweiterung ist eher schwierig. Zudem ist es ärgerlich, wenn Sie die Gartenmöbel im Slalomlauf umkurven müssen. Damit die Gartenstühle nicht im Rasen versinken, sollten Stühle ein Mindestabstand von 1 Meter zur Terrassenkante haben.

Planen Sie einen Neubau des Hauses, wird zu diesem Zeitpunkt auch die Terrasse geplant. Überlegen Sie dazu, wie viele Personen sich gleichzeitig auf der Terrasse aufhalten werden, wie viele Sitzplätze geplant sind, ob Bereiche für die Sonnenliege, Sonneninsel, Kräutergarten, Spielecken oder ein Grillplatz vorgesehen sind. In der Regel kommen Sie so auf eine Größe von 15 bis 20 m². Die Grenze nach oben ist meistens durch das Grundstück gegeben.

Verfügen Sie über ein Reihenhaus mit kleinen Grundstück kann der Verzicht auf ein kleinen Garten die Terrassenfläche vergrößern. Hier müssen Sie Ihre Prioritäten festlegen. Erwarten Sie öfters Besuch kann eine Rasenfläche im Anschluss zur Terrasse sinnvoll sein, um so diese im Bedarfsfall zu erweitern.

Vergessen Sie bei der Planung auf keinen Fall auch die Beleuchtung und Steckdosen. So müssen am Haus entsprechende Stromauslässe vorhanden sein.

Baugenehmigung

In der Regel benötigen Sie für die Errichtung einer Terrasse keine Baugenehmigung. Wird die Terrasse von einem Wintergarte umschlossen, kann es aber Ausnahmen geben. Daher sollten Sie immer bei der zuständigen Baubehörde bezüglich einer Genehmigungspflicht nachfragen.

Form

Ob die Terrasse rund oder eckig ist, ist letztlich Geschmackssache. Eine halbrunde Terrasse fällt natürlich stärker auf als eine rechteckige Variante. Die Form der Terrasse kann durch die Auswahl von Natursteinbändern als Untergrund zusätzlich betont werden. Auch die Einfassung der Terrasse mit Beeten unterstreicht die Form. Sofern die Überdachung der Terrasse geplant ist, harmoniert diese eher mit einer rechteckigen Form.

Terrassenbelag

Der Bodenbelag einer Terrasse ist das wichtigste Gestaltungselement. Dieser kann sehr vielseitig sein und aus Holz, Natursteinplatten, Beton oder Fliesen bestehen. Hoch im Trend stehen auch Hightech-Materialien in Holzoptik. Das Kompositmaterial Wood Plastic (WPC) besteht aus Holz- bzw. Zellulosefasern und Kunststoffen und ist sehr widerstandsfähig und robust.

Grundsätzlich sollte der Terrassenbelage in Form und Farbe zum Gesamtbild des Hauses passen. So können die Farbtöne bewusst harmonieren oder einen Kontrast bilden. Bei kleinen Terrassen lässt der Einsatz von ähnlichen Materialien die Terrasse größer wirken. Hingegen wirkt bei großen Terrassen der Einheitslook schnell langweilig. Hier können maximal 3 Baustoffe in verschiedenen Farbtönen die Langeweile vertreiben und die Terrasse gliedern.

Grundsätzlich muss der Terrassenbelag witterungs- und frostbeständig, belastbar und rutschsicher sein. Um Staunässe auf der Terrasse zu vermeiden, hat diese ein leichtes Gefälle von 2 Prozent zum Garten hin.

Stein

Natursteine sind der Klassiker unter den Terrassenbelägen. Die Auswahl an Steinsorten ist groß. Achten Sie bei der Auswahl auf Frostsicherheit. Aus ökologischen Gründen sollten regional abgebaute Steine bevorzugt werden. Zudem ist ein Nachkauf so eher gewährleistet als wenn Sie auf exotische Steine setzen. Steine müssen für eine lange Lebenszeit regelmäßig von Moos und Algen befreit werden.

Holz

Terrassendielen bzw. Holzplanken zeugen von Naturverbundenheit und wirken optisch wärmer als ein Steinboden. Sie haben auch den Vorteil, dass sie sich in der Sonne nicht so schnell erwärmen. So kann die Terrasse auch im Hochsommer barfuß betreten werden. Allerdings ist der Pflegaufwand etwas größer. Nach dem Winter sollten sie gereinigt, angeschliffen und mit einem Terrassenöl gepflegt werden. Diesen Aufwand kann man sich beim Einsatz von Wood Plastic (WPC) sparen.

Beton

Betonsteine und –platten sind als Belag ebenfalls sehr beliebt. Bei der Auswahl kann man auf ein großes Portfolio in allen möglichen Größen, Formen und Formen zurück greifen. Achten Sie auf eine breitfugige Verlegung, damit das Regenwasser abfließen kann. Bei der Materialauswahl ist darauf zu achten, dass die Oberfläche nicht zu glatt ist. Zwar lässt sie sich so leichter reinigen, doch besteht so auch eine höhere Rutschgefahr.

Fliesen

Fliesen sind ebenfalls ein beliebter Terrassenbelag. Doch um Frostschäden zu vermeiden, ist ein komplexerer Aufbau notwendig.

Überdachung und Sonnenschutz

Um sich vor der heißen Mittagssonne zu schützen, ist der klassische Sonnenschirm schon obligatorisch. Diese gibt es zahllosen Größen und Farben. Nachteilig sind der Platzbedarf und die Windanfälligkeit. Wer es stabiler haben möchte, setzt auf eine dauerhafte Lösung in Form einer fest installierten Überdachung. Die Markise lässt sich im Bedarfsfall nutzen. Eine feste Überdachung mit Holz- oder Aluminiumrahmen ist zwar um einiges teurer, bietet aber gleichzeitig Schutz vor Regen.

Sichtschutz

Gerade auf kleineren Grundstücken ist der Sichtschutz für die Terrasse wichtig. Zudem dient dieser auch als Windschutz. Dabei muss nicht zwangsläufig auf markante Sichtschutzwände zurück gegriffen werden. Bepflanzte Rankgitter und Pflanzkübel mit entsprechend groß gewachsenen Pflanzen können eine Alternative sein. Diese lassen sich auch nach Belieben auf der Terrasse arrangieren.

Terrassenmöbel

Eine Terrasse ohne Ess- oder Sitzplatz ist eigentlich undenkbar. Bei der Auswahl Ihrer Gartenmöbel sind keine Grenzen besetzt: ob modern aus Polyrattan, romantisch als gusseiserne Variante oder eher rustikal aus massiven Holzbohlen. Bei der Auswahl sollten Sie auf Langlebigkeit setzen und darauf achten, dass der Tisch eher größer als zu klein ist. Neben dem Essplatz findet sich meistens auch eine Sonneliege auf der Terrasse. Im Trend liegen auch sogenannte Sonneninseln oder Klassiker wie die Hollywoodschaukel.

Fazit

Zu einem Haus gehört auch eine Terrasse. Nehmen Sie sich für die Planung ausreichend Zeit und sammeln Sie Anregungen. Zusammen mit einem Fachmann lässt sich die Umsetzung Ihres neuen Lieblingsplatzes schnell und einfach realisieren.

Fabian Möbis

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