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Hausbau-Tipps

Eigenleistungen bei Hausbau und Renovierung sicher und unfallfrei organisieren

Betreten der Baustelle verboten
Betreten der Baustelle verboten - hier lauern einige Gefahren - wie Lesen Sie Hausbau und Renovierung sicher und unfallfrei organisieren Foto: © Ralf Gosch - stock.adobe.com

Für handwerklich halbwegs geschickte private Bauherrn gibt es eine Vielzahl an Tätigkeiten beim Hausbau und Renovierung, die in Eigenleistung erbracht werden können. Um Arbeitsschutz und Sicherheit zu gewährleisten, müssen Sie an viele organisatorische Aspekte denken, denn jedes Jahr gibt es zahlreiche Arbeitsunfälle auf Baustellen. Schutzbekleidung und Zubehör zählen dazu genauso wie das Handhaben sicherer Geräte und das Absichern der Baustelle.

Mögliche Eigenleistungen bei Hausbau und Renovierung

Als privater Bauherr beabsichtigen Sie meist, Eigenleistungen in den Hausbau und die Renovierung einzubringen. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, sofern sie nicht gesetzlich eine fachgerechte Erledigung durch einen Profi verlangen.

Dämm- und Streicharbeiten, Trockenbau, Verlegen von Bodenbelägen, Vorbereiten und Verputzen sind typische Optionen. An Installations- und Leitungsarbeiten für Gas, Strom und Wasser dürfen Sie nur eingeschränkt mitwirken. Von Laien sicher bedienbare und beherrschbare Geräte und Maschinen dürfen Sie einsetzen. Bei Arbeiten in absturzgefährdeter Höhe müssen Sie sich um entsprechende Schutzmaßnahmen kümmern. 

Gesetzliche Sicherheitsvorschriften und gesunder Menschenverstand

Nicht nur gewerblich tätige Handwerker müssen das Arbeitsschutzgesetz und die Baustellenverordnung befolgen. Die Richtlinien und Vorschriften gelten auch für private Bauherren und deren Helfer. Gute Leitfäden bieten die jeweiligen Berufsgenossenschaften für die Art der Aktivitäten.

Sie müssen mehrere Aspekte parallel berücksichtigen. Selbstverständlich verbietet sich Arbeiten unter dem Einfluss von Rauschmitteln wie Alkohol oder manchen Medikamenten. Die Kleidung muss der Tätigkeit angepasst sein. Baustoffe, Geräte und Materialien müssen Sie sachgerecht anliefern, bedienen, instandhalten, lagern und schützen. Absichern des Arbeitsplatzes, der Baustelle und der beteiligten Personen ist unverzichtbar.

Verantwortung und Zuständigkeit bei Aufsicht und Ausführung

Der Bauherr oder Bauträger trägt die Verantwortung für die Sicherheit aller Beteiligten einschließlich sich selbst. Abgesichert werden muss auch gegen unbeaufsichtigten, unberechtigten und zufälligen Aufenthalt von Passanten und Personen wie spielenden Kindern, neugierigen Nachbarn und streunenden Haustieren.

Sie können als Bauherr beispielsweise bei Abwesenheit die Verantwortung delegieren. Das müssen Sie allerdings klar vernehmlich kommunizieren und die Entscheidungsgewalt zweifelsfrei übertragen. Wenn es zu einem Unglücks- oder Zwischenfall käme, würde jeder Versicherungsträger zuerst fragen, wer die Aufsicht und Kontrolle auf welche Weise gewährleistet hat. Im Zweifel fällt das immer auf den Bauherren zurück.

Schützende Arbeitskleidung und Zubehör

Wenn Sie beim Hausbau oder Modernisierungsarbeiten Eigenleistungen ausführen möchten, ist es unabdingbar, dass Sie über eine passende Arbeitskleidung und Schutzausrüstung verfügen. Der Schutz der Gesundheit hat auf einer Baustelle immer die höchste Priorität – das gilt auch für die private Baustelle.

Zur Grundausstattung des Bauherren sollte auch die passende Arbeitskleidung gehören. Ausrangierte Jeans und T-Shirts sind gerade während der Rohbauphase ungeeignet. Sie bietet zu wenig Schutz für Arbeiten mit schweren Geräten. Stattdessen empfiehlt sich eine Kombination aus Arbeitshose, Arbeitsshirt oder Jacke und Sicherheitsschuhen.

Beim Kauf von Arbeitskleidung und Schutzausrüstung sollten Sie keine Kompromisse eingehen. Das vermeintliche Schnäppchen könnte dazu führen, dass der Arbeitsschutz nicht gewährleistet ist. Wer sich auf deutschen Baustellen umsieht, wird feststellen, dass die Profis auf Qualitätsmarken wie engelbert strauss setzen.

Markenhersteller wie engelbert strauss gewährleisten die Qualität der Sicherheitskleidung und -ausrüstung sowie die Einhaltung der gängigen Normen. Der Anbieter überzeugt mit einer Produktpalette, die alle Bereiche des Arbeitsschutzes abdeckt. Egal ob Schutzhelm, Arbeitskleidung oder Sicherheitsschuhe – in jeder Produktkategorie gibt es zahlreiche Modellvarianten, die auf die verschiedenen Einsatzgebiete perfekt zugeschnitten sind. Als privater Bauherren lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch der Webseite von engelbert strauss.

Kopfschutz

Ein Schutzhelm kommt immer zum Einsatz, wenn bei Arbeiten Dinge und Gegenstände von oben den Kopf verletzen können. Generell ist zu empfehlen, den Helm immer zu tragen, auch wenn keine akuten Arbeiten in Überkopfhöhe ausgeführt werden.

Die Signalweste schützt Arbeitende vor allem vor äußeren Bedrohungen und Risiken. Je besser eine Person gesehen wird, desto sicherer ist sie davor, übersehen zu werden. Nicht nur in Dämmerung und Dunkelheit signalisiert die Weste anderen Mitarbeitern und eventuell baustellenfremden Personen Anwesenheit. 

Das Augenlicht schützen

Eine Schutzbrille kommt bei allen Tätigkeiten, die mit Schleifen, Spritzen, Stauben und Zerspanen zu tun haben, zum Einsatz. Bei Überkopfarbeiten sollte sie immer getragen werden, weil selbst eigentlich harmlose Staubkörner die Augen schon mehr als erwartet schädigen können.

Atemwege giftfrei halten

Die Atemschutzmaske auf Mund und Nase hält chemische Lösemittelausdünstungen von den Atemwegen fern. Reinigungs- und Streichmittel enthalten gesundheitsgefährende Inhaltsstoffe, die von Bleichmitteln bis zu giftigen Flüssigkeiten reichen. Eine Maske schützt außerdem vor Staubentwicklung und umherfliegenden Spänen beim Schleifen und Schneiden.

Hörvermögen nicht ins Risiko setzen

Gehörschutz auf den Ohren hält die teilweise enorme Lautstärke von Geräten und Maschinen fern. Manche Dezibelwerte erreichen die Höhe startender Düsenjets, was das Hörvermögen schnell Schaden nehmen lässt. Wichtig ist das klare und unmissverständliche optische Verständigen, solange das Gehör „ausgeschaltet“ ist.

Individuelle Wahl des Schutzes der Hände

Handschuhe müssen bei Hausbau und Renovieren der jeweiligen Tätigkeit angepasst getragen werden. Bei Schneidearbeiten sind Handschuhe zu wählen, die gegen Schnitte schützen. Beim Mauern und Verputzen reichen herkömmliche Arbeitshandschuhe. Wenn mit chemischen Substanzen umgegangen wird, sind säurefeste Modelle unverzichtbar.

Passende Beinkleider als Schürfschutz

Eine Arbeitshose wird oft ein wenig stiefmütterlich behandelt. Sie zählt auch zu den Schutzmaßnahmen, die viele unglückliche Verletzungsrisiken ausschaltet. Abschürfungen durch Maschinen und Werkstoffe, die auf der Haut entlang streifen, sind kein seltenes Phänomen. Oft wird die Hose als Aufbewahrungsort für Hilfsmittel und Werkzeuge genutzt. Diese muss sie sicher tragen. Eine passende Konfektionsgröße sorgt dafür, nicht an Bauteilen hängen zu bleiben. 

Schuhwerk wird in fünf Sicherheitsklassen getragen

Sicherheitsschuhe schützen vor dem Eintreten von spitzen Gegenständen
Sicherheitsschuhe schützen vor dem Eintreten von spitzen Gegenständen Foto: Capri23auto / Pixabay

Es liegt in der Natur der Sache, dass Ihre Füße zu den gefährdetsten Körperteilen auf einer Baustelle gehören. Es ist nahezu ausgeschlossen, dass beim Hausbau und Renovieren nie nichts herunterfällt. Sicherheitsschuhe schützen Füße und Zehen gegen die vielfältigen Risiken durch fallende Gegenstände.

Was sind Sicherheitsschuhe SB und worin liegen ihre Vorteile und Nachteile?

Schuhe der Grundklasse SB verfügen über eine Schutzkappe, die den Fußrücken und die Zehen gegen Aufprall schützt. Dabei soll die Sicherheitskappe eine Energie von bis 200 Joule absorbieren. Das entspricht der Fallkraft eines Gegenstandes mit einem Gewicht von 200 kg aus 1 Meter Höhe. Diese Schuhe entsprechen den  Grundanforderungen der Schutzklassen und ihr Einsatzgebiet liegt in Arbeitsbereichen wie in Küchen oder Laboren.

Zwar schützen Sicherheitsschuhe SB auch vor dem Auftreten auf Nägel oder anderen spitzen und scharfen Gegenständen, aber für den Einsatz auf einer Baustelle sind Schuhe der Sicherheitsklasse S1 bis S5 die richtige Ausstattung. Ein Nachteil der Sicherheitsschuhe SB ist der offene Fersenbereich. Für den Einsatz auf einer Baustelle müssen die Schuhe der Norm DIN EN ISO 20345 entsprechen. Das heißt unter anderem, dass der Sicherheitsschuh einen geschlossenen Fersenbereich hat.

In den oberen Sicherheitsklassen kommen weitere Sicherheitselemente hinzu. Die fünf Sicherheitsklassen definieren feste Konstruktionsvorgaben und werden als S1 bis S5 bezeichnet.

Der Standardschuh S1 hat eine geschlossene Ferse und ist antistatisch. Die Typenzusatzbezeichnung 1P signalisiert die durchtrittfeste Sohle und SB beschreibt schockabsorbierende Wirkung. Ab Klasse S2 sind die Schuhe wasserdicht, ab Klasse 3 immer durchtrittsicher. Ab Klasse 4 bestehen die Schuhe aus einteiligen Stiefeln mit Schockabsorber und weisen aggressive Flüssigkeiten ab. in Klasse 5 kommt eine Zwischensohle hinzu. 

Sichere Geräte, Material, Maschinen und Werkzeuge einsetzen

Bei Hausbau und Renovieren kommen viele Geräte und Maschinen zum Einsatz, die ein vielfaches menschlicher Kraft ausüben. Zu Ihren Pflichten gehört der einwandfreie Zustand. Pflege und Instandhaltung garantieren die bestimmungsgemäße und sichere Funktionsbereitschaft. Abgenutzte Verschleißteile und ausgeleierte Lager müssen Sie ersetzen.

In Arbeitspausen und bei Nichtgebrauch ist der Schutz vor scharfen und spitzen Verletzungsrisiken erforderlich. Zur Sicherheit gehört auch das zuverlässige Trennen von Stromzufuhr. Materialien und Baustoffe dürfen nicht umstürzen können. Außerdem sorgen Sie für Witterungsschutz, damit das sachgemäße Verwenden nicht eingeschränkt wird. 

Fazit

Mit vorbereiteter Planung sorgen Sie bei Hausbau und Renovierung für sichere Arbeit. Baustelle, Geräte und Kleidung schalten die Unfallgefahr nahezu aus.

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