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Hausbau-Tipps

Leben im Wohncontainer – der neue Trend

Leben im Wohncontainer
Leben im Wohncontainer Foto: ©Aisyaqilumar - stock.adobe.com

In den USA ist es schon seit vielen Jahren gang und gäbe, in einem Wohncontainer zu leben. Hierzulande ist diese Lebensart noch ein Geheimtipp, der jedoch mehr und mehr zum Trend avanciert. Diese besondere Art zu wohnen bietet viele Vorteile und hält attraktive Möglichkeiten bereit, das Leben angenehm und komfortabel zu gestalten. Erfahren Sie hier alles Wichtige zum Leben im Containerhaus.

Was ist ein Wohncontainer?

Container werden heute nicht zum Warentransport eingesetzt. So lassen diese sich auch zur Möbeleinlagerung oder als Wohnraum nutzen. Wohnraum wird immer knapper. Sowohl in der Stadt, als auch auf dem Land. Die Immobilienpreise steigen nahezu unaufhörlich. Angesichts dessen verwundert es nicht, dass sich im Laufe der Jahre immer neue, kreative Ideen etabliert haben, mit denen neuer, preislich attraktiver Wohnraum geschaffen werden kann. Containerhäuser zeichnen sich durch ihre spezifische Optik und durch ihre Nachhaltigkeit aus. In der Tat werden sie als besonders umweltfreundliche Zukunftslösung geschätzt. Denn nicht mehr benötigte, ausgediente Schiffscontainer müssen nicht mehr kostspielig entsorgt werden, sondern sie bekommen neues Leben eingehaucht: Das ist Upcycling der besonderen Art.

Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten

Wohncontainer lassen sich vielfältige Weise nutzen, da sie von den Außenmaßen standardisiert sind und im Gegensatz zu einem Haus leicht zu transportieren sind. So ist es kein Wunder, dass es auf fast jeder größeren Baustelle Wohncontainer für die dort beschäftigen Bauarbeiter gibt.

Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Nutzung als Notunterkunft für Flüchtlinge oder Evakuierte. Gerade in Großstädten wo Wohnraum knapp ist, bietet sich die Unterbringung in dieser Wohnform an. Dabei ist nicht einmal der Kauf der Container notwendig. So können die Gemeinden und Baufirmen z.B. einen Wohncontainer mieten in München.

Wohncontainer als Baustellenunterkunft
Wohncontainer als Baustellenunterkunft Foto: ©Aisyaqilumar – stock.adobe.com

Mehr Freude am ökologischen Wohnen

Es gibt verschiedene Begriffe für den Wohncontainer. Egal, ob Tiny House, Upcycling-Haus oder Containerhaus – diese Wohnvariante erfreut sich hierzulande wachsender Beliebtheit. Die gute, alte Steinbauweise hat sicherlich ihre Vorteile. Dennoch entscheiden sich aktuell immer mehr Menschen für die eher leichte Art des Wohnens. Gründe dafür gibt es viele. Es gilt weithin als die preisgünstigere Alternative zum klassischen Fertighaus. Im Gegensatz dazu birgt ein Containerhaus immer auch einen gewissen geschichtlichen Hintergrund. Denn ursprünglich wurden die Container auf den Meeren und Ozeanen eingesetzt. Container, die nicht mehr für den Seeverkehr verwendet werden können, eignen sich hervorragend, um darin zu wohnen. So ist das Wohncontainer-Konzept eine exzellent durchdachte, umweltfreundliche Lösung, die außerordentliche Gestaltungs- und Einrichtungsmöglichkeiten bietet, welche sich schnell und zielorientiert umsetzen lassen.

Der Traum vom günstigen und komfortablen Wohnen

Ist es nicht eine wunderbare Vorstellung, ein eigenes Zuhause zu haben, das irgendwann einmal auf den Weltmeeren unterwegs war? Was würde ein Container wohl erzählen, wenn er könnte…? In jedem Fall bleibt Ihnen genügend Raum zum Träumen. Wer diese Wohnform erst einmal testen möchten, muss einen Container nicht gleich kaufen. Das bietet sich auch an, wenn man nicht über genügend Kapital verfügt.

Die gängigen Formate moderner Wohncontainer sind recht großzügig konzipiert. So sind Container im Durchschnitt etwa sechs bzw. 12 Meter lang, rund 2,50 Meter hoch und circa 2,50 Meter breit. Die bewohnbare Fläche beläuft sich bei den meisten Modellen auf etwa 13 bis 15 Quadratmeter. Das solide Material besteht zum größten Teil aus fünf Millimeter dickem Stahl und einen Wärmespendenden Holzboden. Die ideale Basis, um schön, gemütlich und modern zu wohnen.

Bei der Gestaltung von Wohncontainern sind der kreativen Fantasie kaum Grenzen gesetzt. So gibt es heute nicht nur Container, die als Wohnraum genutzt werden, sondern auch Unternehmen lassen sich darin nieder. Fast alles ist möglich. Egal, ob Büros, Praxen oder gastronomische Einrichtungen – Containerhäuser können auf unterschiedlichste Weise eingerichtet und genutzt werden. Und das über viele Jahre hinweg. Wer mag kombiniert mehrere Container miteinander, um daraus ein großzügig designtes Ein- oder Mehrfamilienhaus zu konzipieren. Dank der praktischen Formgebung ist es leicht, einzelne Container nebeneinander zu platzieren oder aufeinander zu stapeln. Flexibilität wird großgeschrieben. Dementsprechend ist es sogar denkbar, eine so genannte Micro-Wohnung aus einem Container zu fertigen, die bei Bedarf auf einem geeigneten Schwertransporter von A nach B transportiert werden kann. In Zusammenarbeit mit renommierten Fachbetrieben können so architektonische Meisterwerke entstehen, bei welchen die Wünsche, Zielsetzungen und Ansprüche der künftigen Containerbesitzer vollumfänglich berücksichtigt werden.

Design nach Wunsch

Ist ein Wohncontainer gemäß den aktuellen Vorschriften fachgemäß ausgebaut und mit einer modernen Isolierung versehen, wird der Boden verlegt, und auch die Decken- und Wandgestaltung kann erfolgen. Somit kann der Container nach Belieben eingerichtet werden. Ganz so, wie es auch bei jeder anderem Hausvariante möglich ist. Je nach Größe und Anzahl der Container lassen sich die einzelnen Räume bedarfsgerecht unterteilen. Selbstverständlich können auch Türen und Fenster bzw. größere Fensterfronten inkludiert werden. Ist das Containerhaus fertiggestellt, ist oft kein Unterschied mehr zu herkömmlichen Wohntypen erkennbar.

Wohncontainer – die Vor- und Nachteile

Containerhäuser sind umweltfreundlich, da die umständliche und kostspielige Entsorgung ausgedienter Schiffscontainer entfällt. Das Design sowie die Innenausstattung können beliebig geplant und umgesetzt werden. Insofern profitieren Container-Eigentümer von einem hohen Maß an Flexibilität. Zahlreiche kreative Ideen können realisiert werden. Die finanziellen Aufwendungen für den Umbau und die Einrichtung sind vergleichsweise moderat. In Eigenregie einen Container in einen Wohncontainer umzuwandeln, ist nur mit fundiertem technischem Know-how und jeder Menge handwerklichem Geschick möglich. Darüber hinaus sind tiefgreifende Sicherheitskontrollen unverzichtbar, da schon kleine Dellen die gesamte Sicherheit und Festigkeit der Baustruktur beeinträchtigen könnten.

Rechtliche Voraussetzungen: Ist eine Baugenehmigung erforderlich?

Wohncontainer sind genehmigungspflichtig. Es ist daher unverzichtbar, eine Baugenehmigung zu beantragen. Die Details hängen von der jeweiligen Landbauordnung des Bundeslandes ab. Aber die Musterbauordnung gibt schon mal einen Überblick über die rechtlichen Grundlagen. Ganz gleich, ob Einzelcontainer genutzt oder ob mehrere Container zu einem Kompletthaus umgebaut werden. Mit Blick auf die gewerbliche Nutzung ist es möglich, Wohncontainer als Behelfsräume zu bewerten, um so Kosten zu sparen.

Was kostet ein Wohncontainer?

Die Kosten für einen Wohncontainer belaufen sich im Durchschnitt auf etwa 1.500 bis 2.500 Euro pro Quadratmeter. Je umfangreicher der Wohnraum bzw. je größer die gesamte Wohnfläche, desto mehr Container müssen miteinander kombiniert werden. Dadurch kann der Quadratmeterpreis deutlich reduziert werden.

Fazit

Das Leben in einem Wohncontainer ist etwas Besonders. Der zeitliche Aufwand für die Gestaltung eines Wohncontainers ist zwar hoch und sollte stets durch einen fachbetrieb erfolgen. Im Vergleich sind die langfristigen Kosten für das Wohnen im Containerhaus niedriger als beispielsweise bei der Stein- oder Fertighausbauweise.

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