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Wohnung mieten: Tipps zur Wohnungssuche

Wohnung mieten: Tipps zur Wohnungssuche
Wohnung mieten: Tipps zur Wohnungssuche Foto: ©peterschreiber.media - stock.adobe.com

So finden Sie Ihre neue Mietwohnung

Gerade in den Ballungsräumen sind Wohnungen rar und der Wohnungsmarkt als solcher ein schwieriges Pflaster. Muss aufgrund persönlicher Umstände eine neue Wohnung gesucht werden, kann es schwierig werden. In den großen Städten und deren Umland gibt es nicht nur hohe Mietpreise, sondern auch einen Mangel an Wohnungen. Hier erfahren Sie hilfreiche Tipps zur erfolgreichen Wohnungssuche.

Gute Vorbereitung – was braucht man, um eine Wohnung zu mieten?

Wenn Sie eine neue Wohnung suchen, müssen Sie den Vermieter überzeugen. Er muss schließlich abschätzen, ob Sie die Miete regelmäßig zahlen können. Daher ist eine Selbstauskunft über Ihre wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnisse notwendig. Ein passendes Formular können Sie einfach aus dem Internet herunterladen, beispielsweise vom Mieterbund. Tragen Sie in Ruhe Ihre persönlichen Daten ein. Zu diesen gehört neben dem Namen und Geburtsdatum auch der Güterstand, Ihr bisheriger Wohnort und die Anzahl der Personen, die in die Wohnung ziehen sollen. Weiterhin machen Sie darin Angaben über Ihren Arbeitgeber, den Beruf, Ihr Arbeitsverhältnis und Ihr monatliches Einkommen. Damit kann der künftige Vermieter abschätzen, ob er zuverlässig seine Miete bekommt. Mit der Unterschrift bestätigen Sie, dass Ihre Angaben vollständig und richtig sind.

Wo werden freie Mietwohnungen angeboten?

Waren früher freie Mietwohnungen oft in den Wochenendausgaben der Tageszeitungen zu finden, sind Angebote darin heute nur noch selten veröffentlicht. Trotzdem können Sie in der Samstagsausgabe Ihrer Tageszeitung stöbern, vielleicht werden Sie sogar fündig.

Im Internet gibt es zahlreiche Portale, auf denen Wohnungen zur Miete oder zum Kauf angeboten werden. Einschlägige Onlineportale bieten zudem einen guten Überblick über aktuelle Angebote und auch die zu zahlende Miete. Die meisten Wohnungen auf den großen Portalen werden über einen Makler vermittelt. Allerdings gibt es auch Portale, die überregional agieren und auf denen ganz ohne Makler Wohnungen zur Miete angeboten werden.

Eine weitere Anlaufstelle im Internet kann die Wohnungssuche auf den Webseiten von Wohnungsbaugenossenschaften oder Immobilienunternehmen sein. So könne Sie zum Beispiel eine große Auswahl an Mietwohnungen von GCP finden. Insbesondere bei Neubauprojekten gibt es oft neben Selbstnutzern auch Kapitalanleger, die ihre Wohnung vermieten. Hier können die Webseiten der Bauträger die richtige Anlaufstellen für die Wohnungssuche sein.

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Früher war die Suche in der Zeitung der Standard – heute erfolgt die Suche hauptsächlich über das Internet Foto: ©gradt – stock.adobe.com

Wohnungssuche über einen Makler

Beauftragen Sie einen Makler mit der Wohnungssuche, haben Sie einen Profi an der Hand. Dieser kennt den örtlichen Wohnungsmarkt genau, muss dafür aber bezahlt werden. Allerdings weiß der Makler dafür auch, welche Preise für Wohnungen in Ordnung sind – und bei welchen Sie als Mieter einfach zu viel zahlen. Haben Sie nur wenig Zeit zur Verfügung, ist ein Makler bei der Wohnungssuche sehr hilfreich. Das gilt vor allem dann, wenn Sie in eine Ihnen bisher unbekannte Stadt ziehen wollen. Sie brauchen dann weder eine eigene Anzeige aufzugeben, noch sich stundenlang durch andere Anzeigen zu wühlen. Der Makler hat die passenden Angebote in seinem Portfolio.

Was kostet die Wohnungssuche mit einem Makler?

Vermittelt Ihnen der Makler eine Wohnung erfolgreich, erhält er dafür eine Provision, die Maklercourtage. Geht es um die Vermittlung von Mietwohnungen, zahlt der Auftraggeber. Kurz gesagt: Wenn Sie den Makler beauftragen, müssen Sie auch die Provision zahlen. Die Provision für die erfolgreiche Vermittlung einer Mietwohnung beträgt maximal zwei Monatsmieten. Dazu kommt noch die Mehrwertsteuer von aktuell 19 Prozent. Falls Ihr Mietvertrag für die neue Wohnung ein Staffelmietvertrag sein sollte, gilt als Grundlage für die Berechnung der Courtage die Miete des ersten Jahres. Ist die Miete für Ihre Traumwohnung mit 20 Prozent deutlich höher als die Vergleichsmiete, dient diese als Grundlage für die Berechnung der Courtage. Weil Sie bei einem beruflich bedingten Umzug Ihre Kosten und damit auch die Kosten für den Makler von der Steuer absetzen können, sollten Sie die Quittung für die gezahlte Makler-Courtage in Ihren Unterlagen aufbewahren.

Auf diese Dinge sollten Sie bei der Auswahl der Mietwohnung achten

Wenn Sie schon wissen, wie groß Ihre künftige Mietwohnung sein soll, müssen Sie nur noch auf die Lage achten. Soll die Wohnung eher mitten in der Stadt, ruhig in der Vorstadt oder noch ruhiger auf dem Land liegen? Ist die Arbeitsstelle weit entfernt und wie viele Kilometer müssen dahin mit dem Auto zurückgelegt werden? Lohnt es sich, die preiswertere Wohnung am Stadtrand zu nehmen und dafür mit dem Auto zu fahren? Brauchen Sie als Familie eine Schule oder einen Kindergarten in der Nähe Ihrer künftigen Wohnung? Sollten sich auch Spiel- oder Sportplätze im Umkreis befinden? Wie wichtig ist Ihnen die Infrastruktur rund um Ihre Wohnung? Brauchen Sie einen Supermarkt in Laufweite, Ärzte, Apotheken oder Restaurants? Wenn Sie gerne mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein wollen, sollten Sie auf darauf achten, ob Ihre künftige Wohnung auch in deren Einzugsbereich liegt. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass aus gesundheitlichen Gründen weder Strommasten, noch Flughafen oder eine Hauptverkehrsstraße in der Nähe der Wohnung ist.

Natürlich spielt nicht nur das Umfeld der Wohnung eine Rolle sondern die Wohnung an sich muss zu Ihren Bedürfnissen passen. Neben der Zimmeranzahl, dem Grundriss und der Wohnungsgröße wird der Energieverbrauch zum Heizen und für Warmwasser immer wichtiger. Vermieter müssen daher bei der Vermietung einen aktuellen Energieausweis des Gebäudes vorlegen. Eine energiesparende Wohnung schont nicht nur Ihre Haushaltskasse, sondern auch die Umwelt.

Welche Unterlagen braucht man für die Anmietung?

Haben Sie die Zusage für Ihre gewünschte Wohnung erhalten? Dann brauchen Sie für die Anmietung noch eine Reihe an Unterlagen. Zu dieser gehört eine vollständig ausgefüllte Selbstauskunft mit der entsprechenden SCHUFA-Auskunft. Weiterhin brauchen Sie Kopien Ihres aktuellen Rentenbescheides oder die letzten drei Lohnabrechnungen bzw. Einkommensnachweise. Außerdem müssen Sie Ihren gültigen Personalausweis oder Reisepass vorlegen, beziehungsweise als Kopie abgeben, mit einer aktuellen Meldebescheinigung. Auf der Kopie müssen neben dem Namen auch die aktuelle Anschrift und Ihr Geburtsdatum und Geburtsort vermerkt sein. Weiterhin sollten Sie nachweisen, dass Sie Ihre bisherige Miete regelmäßig an Ihren Vermieter gezahlt haben und eine Mietschuldenfreiheitsbestätigung vorlegen.

Falls Ihre künftige Wohnung eine öffentlich geförderte Wohnung ist, müssen Sie einen aktuell gültigen Wohnberechtigungsschein vorlegen können. In der Regel teilt Ihnen der Vermieter vor der Anmietung konkret mit, welche Unterlagen er gerne von Ihnen hätte. Grundsätzlich möchte er sicher sein, dass Sie die Wohnung pfleglich behandeln und Ihre Miete pünktlich zahlen. Verfügen Sie über nur wenig monatliches Einkommen, weil Sie beispielsweise noch studieren oder in Ausbildung sind, verlangt der Vermieter in der Regel eine Bürgschaft der Eltern. Dann benötigen Sie neben Kopie von Personalausweis und Selbstauskunft auch ein entsprechendes Bürgschaftsformular. Zusätzlich ist in der Regel bei Beginn der Mietzeit eine Kaution zu zahlen.

Fazit:

Auch wenn die Suche nach einer Wohnung gerade in Ballungszentrum der Suche nach der sprichwörtlichen Stecknadel im Heuhaufen gleicht, ist es sinnvoll, nicht gleich aufzugeben. Schon bei der Wohnungsbesichtigung sollten Sie sämtliche Unterlagen mitbringen. Dann sieht der künftige Vermieter, ob Sie solvent und zuverlässig sind. Hilfreich ist es, wenn Sie in einem kurzen Lebenslauf etwas über sich selbst erzählen. Schließlich will der Mieter wissen, in welchen Verhältnissen seine künftigen Mieter leben.

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