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Möbel und Deko

Köln möbliert

Auf der internationalen Einrichtungsmesse imm cologne in Köln zeigten vom 15. bis 21. Januar 2018 über 1.200 Key-Player, Trendsetter und kreative Newcomer aus 50 Ländern die Trends des kommenden Jahres. Keine andere Messe bildet die internationale Welt der Einrichtung so umfassend, kompakt und strukturiert ab. Für eine Woche werden die Messehallen im urbanen Umfeld der Rheinmetropole zum größten Möbelhaus der Welt. Foto: far.design; Koelnmesse
Auf der internationalen Einrichtungsmesse imm cologne in Köln zeigten vom 15. bis 21. Januar 2018 über 1.200 Key-Player, Trendsetter und kreative Newcomer aus 50 Ländern die Trends des kommenden Jahres. Keine andere Messe bildet die internationale Welt der Einrichtung so umfassend, kompakt und strukturiert ab. Für eine Woche werden die Messehallen im urbanen Umfeld der Rheinmetropole zum größten Möbelhaus der Welt. Foto: far.design; Koelnmesse

Die Trends der imm cologne 2018

Wie wenig braucht Behaglichkeit? Es wird wieder aufgeräumt – für das perfekte Zuhause. Wie viel Buntes verträgt guter Stil? Der Boho-Chic vertreibt mit seinem Kultur-Mix die Langeweile aus jeder Wohnung. Welche Geschichte haben Möbel zu erzählen? Der Mehrwert von alten und neuen Klassikern. Was lange hält: Marmor und Naturstein als nachhaltige Materialien nicht nur im Bad angesagt. Was brauchen Architekten für ein zeitgemäßes Interior Design? Pure Architects erweitert das Angebot der imm cologne um Produkte und Inspirationen für Bad, Boden und Beleuchtung.

Natürlicher Scandi Chic oder gediegenes Marmor-Ambiente, auf ein perfektes Maß reduzierte Wohnungseinrichtung oder zum üppig-bunten Mix fusionierter Boho-Style – die neue Einrichtungssaison zeigt sich so vielfältig und divers wie noch nie. Der wichtigste Trend in der Einrichtungswelt lautet daher auch: Es gibt kein richtig oder falsch mehr. Nicht nur das Leben ist widersprüchlich – unsere Wohnungen sind es auch! Samt steht neben Betonoptik, reduziertes Design neben viel Textil und Grünzeug, modische Ultraviolett-Töne im Wohnzimmer neben einem dunkelgrünen Homeoffice in einem ansonsten nordisch-hell gehaltenen Ambiente. Alles existiert nebeneinander. Und doch zeichneten sich im Vorfeld der imm cologne 2018 einige Trends ab, die im Rahmen der preisgekrönten Kampagne „Köln möbliert“ in Kölner Wohnungen und Institutionen exklusiv fotografiert wurden.

Das perfekte Heim

Bei der imm cologne-Aktion „Köln möbliert“ wurde der Trend zum "perfekten Heim" als Mischung weniger, ausgesuchter Möbel und sparsamer Dekoration in einer Kölner Altbauwohnung inszeniert – mit den Workshop-Stühlen und dem Beistelltisch Airy von Muuto (Design: Cecilie Manz) als Hingucker in einem ansonsten von Ordnung und Reduktion bestimmten Ambiente. Foto: far.design; Koelnmesse
Bei der imm cologne-Aktion „Köln möbliert“ wurde der Trend zum „perfekten Heim“ als Mischung weniger, ausgesuchter Möbel und sparsamer Dekoration in einer Kölner Altbauwohnung inszeniert – mit den Workshop-Stühlen und dem Beistelltisch Airy von Muuto (Design: Cecilie Manz) als Hingucker in einem ansonsten von Ordnung und Reduktion bestimmten Ambiente. Foto: far.design; Koelnmesse

Die Einrichtungswelt ist ständig im Wandel: wer seine Wohnung in den letzten Jahren nicht ständig aufzuräumen Lust hatte und stattdessen lieber ausgiebig dekorierte, etikettierte den authentischen Laissez-fair-Stil einfach mit dem angesagten Label „Gemütlichkeit“. Nun ist wieder vermehrt Ordnung angesagt, und Interior Designer verstecken den Alltag hinter Türen, in Kommoden oder im Keller. Für immer mehr Menschen wird das Einrichten von einer reinen Lust an der Sinnlichkeit zu einer Frage der Sinnhaftigkeit. Dabei geht es um mehr als Minimalismus oder einen bestimmten Stil: nämlich um Klarheit, Ordnung, Einfachheit.

Dass diese neue Art des fast schon spartanisch wirkenden Interior Designs nichts mit Lustfeindlichkeit, sondern im Gegenteil gerade etwas mit Lust am – sparsamen – Dekorieren und einer neuen Art von Genuss zu tun hat, zeigt auch das idealtypisch gewählte Motiv der imm cologne-Kampagne „Köln möbliert“, das in einer privaten Kölner Altbauwohnung inszeniert wurde. Zwei Stühle, ein Kaffee-Tisch, eine Vase mit leuchtend roten Beeren-Zweigen. Alles vom Feinsten. Mehr braucht es nicht, denn man ist ja schließlich nur zu zweit. Aber eben nicht irgendwelche Stühle, Tische und Blumen. Wenn man sich auf weniges beschränkt, soll es auch genau das sein, was man sich wünscht. Schlicht, aber nicht ungemütlich soll das perfekte Heim sein. Moderne Möbel mit skandinavischem Touch scheinen dafür wie gemacht: nicht zu laut, sondern zurückhaltend, Traditionelles frisch interpretierend, mehrheitlich kleine und praktische Möbel mit Charme in angenehmer Farbgebung. Und Scandi Style ist schon lange kein skandinavisches Phänomen mehr. Auf der imm cologne zeigen auch Traditionsunternehmen wie Ligne Roset aus Frankreich oder Marken wie freistil Kollektionen und Einzelprodukte, die sich gut mit dem skandinavischen Lifestyle verknüpfen lassen. Diese Tendenz ist beim Design von Wohnaccessoires und Leuchten schon seit einigen Jahren festzustellen. Viele Menschen sind auf der Suche nach reizarmen Räumen, um das moderne, informationsgeladene Leben zu bewältigen – dies gilt nicht nur für das Schlafzimmer. Und für viele Menschen ist ihr Zuhause dieser Raum. Ein ästhetisch ausgewogenes, geordnetes Umfeld, das nicht ständig danach schreit, aufgeräumt, geputzt oder abgearbeitet zu werden, hilft dabei.

Boho ist das neue Ethno

Wohnstile umkrempeln mit Boho-Style: Im originalen 50er-Jahre-Ambiente der Industrie- und Handelskammer zu Köln wurde ein Wohnzimmer-Ensemble im aktuellen Boho-Style inszeniert. Das Sofa freistil/Rolf Benz 167 (Design: Anders Nørgaard) wurde mit seinen aufwendigen Nähten insbesondere für Lederbezüge entwickelt. Aufmerksamkeitsstark und einladend fordert der Rug Marrakesh von Object Carpet häufige Besuche geradezu ein. Aufgrund der besonders robusten und pflegeleichten Materialeigenschaften ist er in jedem Wohn- und Arbeitsbereich ein perfekter Gastgeber. Foto: Alexander Schneider; Koelnmesse
Wohnstile umkrempeln mit Boho-Style: Im originalen 50er-Jahre-Ambiente der Industrie- und Handelskammer zu Köln wurde ein Wohnzimmer-Ensemble im aktuellen Boho-Style inszeniert. Das Sofa freistil/Rolf Benz 167 (Design: Anders Nørgaard) wurde mit seinen aufwendigen Nähten insbesondere für Lederbezüge entwickelt. Aufmerksamkeitsstark und einladend fordert der Rug Marrakesh von Object Carpet häufige Besuche geradezu ein. Aufgrund der besonders robusten und pflegeleichten Materialeigenschaften ist er in jedem Wohn- und Arbeitsbereich ein perfekter Gastgeber. Foto: Alexander Schneider; Koelnmesse

Es gibt sie noch, die Trends, die sich unabhängig vom Einfluss der Marketing-Experten auf dem Markt durchzusetzen scheinen. In den Wohnzimmern und sozialen Netzwerken breitet sich derzeit ein Virus aus, der das Interior Design ein Stück weit verändern dürfte: der Boho-Style. Was sich mit dem Vintage-Stil schon ankündigte, hat mit Boho seine (bisher) endgültige Form erhalten: ein Aufbegehren gegen die repräsentative Kultur des Wohnens in cleanen, auf Hochglanz polierten Schau-Zimmern. Beim Boho-Stil darf gemischt werden, was auf den ersten Blick gar nicht recht zusammenzupassen scheint: Bunte Ethno-Muster neben modernen grafischen Designs, grobe Wollstoffe und feinstes Leder, an der Wand schwarz-weiß-Fotos von Hollywood-Stars neben schwarz-weißen Kühen, ein Korbtisch vom Flohmarkt begleitet von einem Eames-Chair – nichts scheint besser geeignet, cleane oder angestaubte Architekturen von Bauhaus bis 50er-Jahre aufzulockern. Freigeister und Lebenskünstler mögen Boho, weil er nicht viel vorgibt. Die Ethno-Anleihen stammen aus allen Teilen der Welt, Kissen aus alten Kelim-Teppichen werden zu Stoffen aus Indien und Decken aus Peru kombiniert. Accessoires und Textilien sind die unkomplizierten Elemente, mit denen Boho arbeitet. Alte Sofas und Récamieren werden durch Überwürfe, Hocker durch darüber drapierte schöne Stoffe aufgepeppt, und der Couchtisch bei Bedarf durch ein großes, auf dem Pouf platziertes Metalltablett ersetzt. Dazu einige Beistellmöbel aus Rattan, Korbgeflecht, Geknüpftes und Gewebtes, Selbstgemachtes und viele Grünpflanzen – fertig ist der coole Look. Wer sein Zuhause umkrempeln will, ist mit Boho gut bedient.

Die neuen Klassiker

Ob die Sessel Nihan und der Beistelltisch Nugget von der niederländischen Trendmarke Pode mal einen Stammplatz im Design-Museum finden werden, bleibt abzuwarten, doch eine erste Generalprobe anlässlich der Foto-Reihe "Köln möbliert" im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) haben die modernen Klassiker mit Bravour gemeistert. Foto: far.design; Koelnmesse
Die modernen Klassiker Sessel Nihan und Beistelltisch Nugget von der niederländischen Trendmarke Pode meisterten eine erste Generalprobe anlässlich der Foto-Reihe „Köln möbliert“ im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) mit Bravour. Foto: far.design; Koelnmesse

Kennerschaft beweist, wer als Möbel Designklassiker verwendet – oder eben solche, die es einmal werden können. Vorbild sind Klassiker der Moderne, meist in skandinavisch-klarer Formgebung. Als Materialien dominiert Massivholz, begleitet von dazu passenden Naturmaterialien wie Stein, Wolle oder wollartigen Textilien, Korb, Leder und Metall. Dabei ist die Fangemeinde längst nicht mehr nur durch Geld, sondern durch Kennerschaft gekennzeichnet. In einer Zeit des Mix&Match braucht niemand mehr komplette Ausstattungen anzuschaffen – gekauft und gesammelt wird, was man findet und/oder sich gerade leisten kann. Gleichwohl braucht das Besondere einen besonderen Rahmen, um richtig zur Geltung zu kommen. Kein anderer Einrichtungsstil geht eine so enge Verbindung mit der Architektur ein. Ob die Sessel Nihan und der Beistelltisch Nugget von der niederländischen Trendmarke Pode mal einen Stammplatz im Design-Museum finden werden, bleibt abzuwarten, doch eine erste Generalprobe im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) haben die modernen Klassiker mit Bravour gemeistert.

Leben in Grün: Nachhaltig und schick wohnen mit Pflanzen und Grüntönen

Neben dem neuen Stuhl und Beistelltisch Circo von Sebastian Herkner (herausgegeben vom Trend-Label Ames) sind Pflanzen und Blumen die Hauptdarsteller in dem „Köln möbliert“-Foto zum Wohntrend Leben in Grün – aufgenommen in einem traumhaften Kölner Blumenatelier (Où j’ai grandi). Foto: far.design; Koelnmesse
Neben dem neuen Stuhl und Beistelltisch Circo von Sebastian Herkner (herausgegeben vom Trend-Label Ames) sind Pflanzen und Blumen die Hauptdarsteller in dem „Köln möbliert“-Foto zum Wohntrend Leben in Grün – aufgenommen in einem traumhaften Kölner Blumenatelier (Où j’ai grandi). Foto: far.design; Koelnmesse

Neben den von den Farbexperten ausgerufenen Trendfarben der Saison – Ultra Violett und Heart Wood – haben auch Grüntöne weiterhin Konjunktur, und zwar nicht nur in Fortsetzung der letzten Saison, sondern vor allem „in Natur“: Grün-Nuancen flankieren perfekt den Trend zum Green Living, der auch auf der imm cologne für ein größer werdendes Angebot an Möbeln für gesundes Wohnen und Schlafen aus fairer und nachhaltiger Produktion sorgt. Green Living passt mit seinen Naturmaterialien und Pflanzen-Collagen sowohl zum skandinavisch inspirierten, natürlich-frischen Wohnstil als auch zum flippigen Boho-Style. Auf der spoga+gafa 2017 zeigten vor allem viele neue Outdoor-Produkte und aktuell viele Wohntextilien und Tapeten, dass es in trendigen Wohnungen wieder ordentlich grünt: in allen Schattierungen und bunt ergänzten Blattfarben für Boden, Fenster und Polster. Das passt zum gestiegenen Umweltbewusstsein wie zum überaus dekorativen Charakter von Pflanzen. Die werden übrigens nicht nur gezielt nach Einsatzmöglichkeiten ausgewählt – hängend, sukkulent, duftend, solitär oder wandbekleidend, frisch- oder staubgrün –, sondern zunehmend auch entsprechend ihrem Einfluss auf das Raumklima. Neben dem neuen Stuhl und Beistelltisch Circo von Sebastian Herkner (herausgegeben vom Trend-Label Ames) sind es deshalb auch Pflanzen und Blumen, die wir zu Hauptdarstellern in unserem Foto erklärt haben, das in einem traumhaften Kölner Blumenatelier (Où j’ai grandi) geschossen wurde. Genauso wie das Produkt können diese Pflanzen Geschichten erzählen. Und das ist ein Metier, das Interior Designer besonders gut können – in zauberhaft grünen Bildern, die geradezu danach rufen, nachgepflanzt zu werden.

Marmor vereint Wohncharakter, Cleane Optik und Nachhaltigkeit im Bad

Bäder werden für eine kleine Ewigkeit gebaut. So war es zumindest früher, als das private Bad in Keramik und Marmor als Prestige-Objekt zum architektonisch zementierten Selbstverständnis des Bürgertums gehörte. Und so solide wirkt es auch heute noch, wenn, wie hier, Materialien verwendet werden, die als Inbegriff der Langlebigkeit gelten: Stahl-Emaille, Keramik, Naturstein, Marmor. Dabei ist das Bad noch nie so modebewusst gewesen wie heute. Vielleicht also kein Zufall, dass gerade jetzt, wo so viel über Nachhaltigkeit gesprochen wird, Marmor wieder als Material für Böden und Wandverkleidungen, aber auch für Möbel wie Tische, Couchtische, Bänke, Beistellmöbel und Wohnaccessoires en vogue ist. Designer schätzen das langlebige Material nicht nur aufgrund seiner eleganten Ästhetik, sondern auch wegen seiner wertigen und nachhaltigen Eigenschaften. Heruntergebrochen auf Lifestyle-Sortimente wie Kerzenständer und Kissenhüllen in Marmoroptik wird das Material hingegen zur reinen Geste. Ernst genommen und mit anderen hochwertigen Werkstoffen kombiniert kann Marmor aber gerade das Badezimmer tatsächlich zu einem Schmuckstück machen, das überdauert. Nicht so das hier gezeigte Badezimmer, das für die Foto-Reihe „Köln möbliert“ aufgebaut und gleich nach dem Shooting wieder abgebaut wurde. Für die jährlich wiederkehrende Trendskizze der imm cologne sollte ein Interior Design-Set mit Marmor gefunden werden. Als Location diente schließlich eines der imposanten Treppenhäuser Kölns aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, von denen in manchen Ecken der Domstadt zum Glück einige überlebt haben.

Quelle: imm cologne , Koelnmesse GmbH 

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