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Innentüren beim Hausbau planen: Viele Gestaltungsmöglichkeiten im Wohnbereich!

Innentüren beim Hausbau planen
Innentüren beim Hausbau planen Foto: © schulzfoto - stock.adobe.com

Innentüren sind beim Hausbau unverzichtbar. Sie stellen eine wichtige Voraussetzung für den Wärmeschutz dar. Außerdem bieten sie eine gute Schallisolierung für einzelne Abschnitte eines Hauses. Bei der Auswahl der richtigen Innentüren wählen Sie das passende Design selber aus und bestimmen somit die Optik Ihrer Wohnbereiche. Dabei ist es vorteilhaft, einige Dinge zu beachten wie Materialauswahl, die Form der Türen sowie weitere Eigenschaften.

Innentüren richtig planen: Wichtige Fakten bei der Auswahl der richtigen Türen!

Wer die Innentüren beim Hausbau plant, steht zunächst vor einer scheinbar unüberschaubaren Fülle an Angeboten. Innentüren sind in allen möglichen Oberflächen, Designs, Materialien und Funktionen verfügbar. Bei der Planung gilt es, einige Fragen zu beantworten.

Welche Tür passt für welchen Raum?

Im Handel finden Sie Türen für jeden Bereich eines Hauses. Die Auswahl ist zunächst eine reine Geschmacksfrage. In der Angebotspalette lassen sich Türen mit unterschiedlichen Eigenschaften finden wie leichte, massive, bunte, prunkvolle oder schlichte Variationen. Außerdem stehen Ihnen beim Material viele erdenkliche Versionen offen wie Türen aus Kunststoff, Glas, Holz oder Metall.

Allerdings werden Sie im Kellerbereich nicht gerade eine prunkvolle Tür bevorzugen, sondern eher eine schlichte Kellertür einbauen. Im Wohnbereich kann das wiederum anders aussehen. Vielleicht möchten Sie im Wohnzimmer eine massive Tür einbauen oder eine Glastür? Die Auswahl des passenden Styles obliegt alleine Ihren Wünschen und Bedürfnissen. Auf dem Online-Portal Deine Tür können Sie sich einen guten Überblick über Innentüren verschaffen und diese günstig erwerben.

Diese Türarten gibt es für den Innenausbau:

  • Echtholz- und Furniertüren
  • Glastüren
  • Türen mit Lichtausschnitt
  • Dekortüren
  • Raumspartüren
  • Schiebetüren
  • Weißlacktüren

Anschlag und Türöffnung bei der Auswahl der Innentüren beachten

Am häufigsten werden die sogenannten Anschlagtüren verkauft. Diese Tür besteht aus einem Türblatt, das sich drehen lässt. Die Befestigung am Türrahmen erfolgt über mindestens zwei Scharniere. Beliebt sind ebenso Schiebetüren. Bei dieser Alternativlösung verläuft die Wohnbereichstür über eine Laufschiene, die am Rahmen festgemacht wird. Zum Öffnen oder Schließen wird die Tür seitlich in die gewünschte Richtung verschoben. Sie eignet sich gut, falls es im Bereich des Türrahmens wenig Platz gibt, um eine Anschlagtür einzubauen.

Bei den Maßen der Anschlagtüren für den Innenbereich müssen Sie nicht lange suchen. Ihnen stehen Messtabellen zur Verfügung, aus denen Sie die DIN-Normen für die Zargen-Maße sowie die Messwerte für das Türblatt entnehmen können. Daher passen Türen, die Sie bei einem Hersteller Ihrer Wahl ordern, stets mit den Türrahmen Ihrer Baufirma zusammen. In Deutschland werden die Maße durch die Norm DIN 18101 für den Wohnungsbau geregelt.

Diese Vorschriften gelten für den Einbau barrierefreier Türen

Falls Sie von Anfang an barrierefreie Türen einbauen möchten, müssen Sie einige Vorschriften beachten. Dabei listen sich die Anforderungen für barrierefreie Türen nach der Norm DIN 18040, Teil 2.

Diese Vorschriften gelten:

  • lichte Breite mit einem Mindestmaß von 90 Zentimetern
  • lichte Höhe mit einem Mindestmaß von 205 Zentimetern
  • Türlaibung mit einer Tiefe von maximal 26 Zentimetern
  • Bewegungsfläche von 150 mal 150 Zentimeter vor Drehflügeltüren sowie Türen mit einer gegenüberliegenden Wand

Maße für Drücker und Griffe:

  • Höhe 85 Zentimeter – in Ausnahmefällen 105 Zentimeter
  • 50 Zentimeter Mindestabstand zu weiteren Bau-, Ausstattungs- sowie Ausrüstungselementen
  • Höhe zwischen 120 und 140 Zentimetern für die Beschilderung
  • barrierefreie Türen im Innenausbau müssen eine Mindestbreite von 80 Zentimetern haben (Ausnahme: Die Tür soll von einem Rollstuhlfahrer genutzt werden. In diesem Fall ist eine Breite von 90 Zentimetern Vorschrift.)

Bei den Höhenangaben müssen Sie stets darauf achten, dass die Angabe ‚über Oberfläche Fertigfußboden‘ (über OTF) gilt. Sie dürfen keine Türanschläge oder Schwellen im unteren Bereich anbringen. Falls die Schwellen unvermeidbar sind, weil sie aus technischen Gründen empfohlen werden, dürfen sie eine Höhe von zwei Zentimeter nicht überschreiten.

Berechnung der Wandöffnungen

Wandöffnung für Innentür
Die Wandöffnung für die Innentür muss schon beim Rohbau berücksichtigt werden Foto: © mmphotographie.de – stock.adobe.com

Die Werte für die Wandöffnungen können Sie eigens dafür angefertigten Tabellen entnehmen. Die Standardwerte ergeben sich aus den Deutschen Industrienormen, die in DIN 18202, DIN 4172 sowie DIN 18100 definiert werden. Bei der Angabe der Messwerte beim Kauf Ihrer neuen Innentüren müssen Sie sich lediglich an diese standardisierten Vorgaben halten.

Auswahl der Materialien für Innentüren

In Bezug auf das Material lassen sich Türen im Innenausbau in zwei Arten unterteilen: Holzwerkstofftüren und Massivholztüren. Holzwerkstofftüren bestehen aus unterschiedlichen Holzwerkstoff-Materialien. Dabei wird Massivholz allenfalls für den umlaufenden Rahmen verwendet. In der Regel verwenden Hersteller Spanplatten für diese Türen. Daneben kommen ebenfalls hoch- oder mitteldichte Faserplatten zum Einsatz. Die Verwendung von Holzwerkstofftüren hat einige Vorteile wie bessere Stabilität. Außerdem verziehen sich diese Türen kaum.

Massivholztüren wurden früher fast immer im Innenausbau verwendet. Das liegt daran, dass sie eine gute Wärme- sowie Schallisolierung besitzen. Zudem bestechen die Türen durch ein ursprüngliches und individuelles Aussehen. Allerdings reagieren Stoffe aus Massivholz empfindlich bei Temperaturschwankungen oder hoher Luftfeuchtigkeit. Häufig lassen sich diese Türen nach einiger Zeit nicht mehr bestimmungsgemäß öffnen und schließen.

Türdrücker
Türdrücker Foto: ©Marco2811 – stock.adobe.com

Die richtige Farbauswahl für Zimmertüren

Die Standardfarbe für Zimmertüren ist weiß. Diese Farbe verhält sich neutral gegenüber einer Vielzahl an Stilen für die Einrichtung. Falls die Decken und Wände ebenfalls in der Farbe Weiß gestaltet sind, erscheinen die weißen Türen unauffällig zu ihrer Umgebung. Durch die Gleichfarbigkeit von Türen und Wohnbereichen lässt sich eine Beruhigung des Wohnambientes erreichen. Die Eingangsbereiche werden zudem optisch vergrößert. Farbliche Akzente an Zargen oder Rahmen ermöglichen es, Kontraste zu setzen.

Heben Sie eine Tür, die von einer großen Wohnfläche umgeben ist durch ausgesuchte Farben hervor. Dabei bedienen sich Dekorateure häufig der Farbelemente, die ohnehin im Raum vorherrschen. Dadurch lassen sich attraktiv wirkende Effekte erzielen. Wählen Sie beispielsweise die Farbe von Gardinen, Sofas oder von anderen dekorativen Elementen für die Farbgebung Ihrer Innentür aus. Demzufolge erschaffen Sie mehr Harmonie im Raum.

Bei der Farbwahl haben Sie außerdem die Möglichkeit, Türen mehrfarbig zu streichen. Dabei streichen Sie die Innenseite in einer anderen Farbe, als die Außenseite. Das hat den Vorteil, dass Sie Ihre Türen farblich besser an den Innenraum beziehungsweise den Flur anpassen.

Fazit: Innentüren beim Hausbau richtig planen

Innentüren lassen sich beim Hausbau perfekt nach Ihren eigenen Wünschen planen. Wichtig ist, bei der Planung einige Dinge zu beachten wie Barrierefreiheit und das Bestehen einiger DIN-Normen. Ihre neuen Türen lassen sich durch farbliche Akzentuierung gemäß Ihren Vorstellungen in Szene setzen.

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