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Wohnungsbau in Berlin: Neuer Stadtentwicklungsplan betrifft fast jeden Bürger

Wohnungsbau in Berlin
Wohnungsbau in Berlin Foto: ©Friedberg - stock.adobe.com

In der Bundeshauptstadt Berlin werden bis 2030 194.000 neue Wohnungen benötigt. Mindestens die Hälfte davon muss als gemeinwohlorientierter Wohnraum für breite Bevölkerungsteile gebaut werden, von dem viele Bürger profitieren. Diese Thematik behandelt der „Stadtentwicklungsplan (StEP) Wohnen 2030“, der auf irgendeine Weise fast jeden Berliner betrifft. Es wird im gesamten Stadtgebiet zusätzlicher Wohnraum für Menschen benötigt, die es wegen ihrer Einkommenssituation auf dem Wohnungsmarkt schwer haben. Und so soll das ermöglicht werden…

Ausreichend Platz für Wohnraum vorhanden

Auf jeden Fall zeigt der neue Stadtentwicklungsplan, dass ausreichend Platz für mehr als 200.000 neue Wohnungen verfügbar sind. Er präsentiert zudem, wo diese liegen und zu welchem Zeitpunkt dort gebaut werden könnte.

Noch vor 10 Jahren war der großflächige Rückbau von Quartieren in Gange, was in bestimmten Neubaugebieten der DDR-Zeit das Wohnungsangebot massiv verändert hat. Der Stadtentwicklungsplan für 2030 zeigt nicht nur Freiflächen, er stellt auch mögliche Aufstockungen, Ausbauten von Dächern und die Überbauung von Lebensmittelmärkten und Parkflächen in den Blick. Das senkt den Flächenbedarf für so viele neue Wohnungen und Nutzflächen massiv. Langfristig verändern neue Strategien und damit verbundene Bauvorhaben das Stadtbild massiv und stellen so eine Veränderung für alle Berliner dar., auch für die, die nicht umziehen.

Bezirke, Senat, die städtischen Wohnungsbaugesellschaften und Wohnungsbaugenossenschaften sind dabei gefordert und dazu kommen noch die zahlreichen privaten Eigentümer von Grundstücken und die jeweiligen Nachbarschaften. Nur so entsteht ein für die Zukunft ausreichendes Angebot an Wohnungen – so im Stadtentwicklungsplan vermerkt. Für private Eigentümer entstehen Investmentchancen, die jedoch staatlich reglementiert werden. So werden die Preise für den Wohnraum vorgeschrieben, was nicht jeden Investor anziehen dürfte.

Bestand ausdrücklich im Blick, neue Ordnung der Quartiere

Die 14 neuen Stadtquartiere besitzen dabei eine besondere Bedeutung bei der Wohnraumentstehung. Der Stadtentwicklungsplan nimmt ca. 30 Bestandssiedlungen ins Blickfeld, in denen zusätzliche Wohnungen geschaffen werden könnten. Darüber hinaus soll mit städtebaulichen Entwicklungskonzepten die Wohnqualität verbessert werden. Es werden also nicht nur Wohnungen geschaffen, sondern zugleich wird bestehender Wohnraum aufgewertet. Davon profitieren auch alteingesessene Bürger.

Drei Hauptziele werden ausdrücklich im Stadtentwicklungsplan angestrebt:

  1. Flächen für den Wohnungsbau aktivieren
  2. in erheblichem Umfang preiswerten Wohnraums schaffen
  3. Wohnen muss in der Zukunft bezahlbar bleiben

Gemeinsam mit dem Stadtentwicklungsplan, der mit einem Begleitkreis aus der Verwaltung, den Verbänden und der Stadtgesellschaft erarbeitet wurde, wurden zwei weitere Stadtentwicklungspläne für Wirtschaft und Zentren aufgestellt. Wichtig war zudem, dass damit der Entwurf des Kleingartenentwicklungsplans abgestimmt wurde. Berlin und seine Einwohner möchten verständlicherweise nicht auf die grünen Lungen verzichten, die Oasen der Ruhe und Erholung sind. Als stadtplanerische Grundlage für das Wachsen der Metropole werden sämtliche Stadtentwicklungspläne zudem stets aktualisiert. So steht das Stadtklima mit Recht im Fokus, was sich letztendlich positiv auf die Gesundheit der Bürger auswirken soll.

Der Wohnungsneubau und dessen beschleunigte Umsetzung werden immer wieder hervorgehoben. Besonders der gemeinwohlorientierte Bau von Wohnungen stellt einen wesentlichen Faktor für die Entspannung und die Preisstabilisierung des Wohnungsmarktes dar. Das klare Bekenntnis zum Wohnungsneubau gibt es mittlerweile bei allen Senatsverwaltungen, den Bezirken und in der Stadtgesellschaft.

Eine Reihe der Maßnahmen zur Förderung des Wohnungsbaus befinden sich bereits in der Umsetzung und zeigen erste positive Folgen.

  • Flächenbereitstellung für gemeinwohlorientierte Partner
  • Aktivierung von Bundesflächen
  • Ausbau verkehrlicher Infrastruktur
  • Nutzungskonflikte auflösen
  • Bürokratieabbau
  • Blockaden in Bebauungsplanverfahren auflösen
  • Personalgewinnung
  • Zusätzliche Maßnahmen zur Ausweitung und Beschleunigung des Wohnungsbaus
  • Naturschutzrechtliche Rahmenbedingungen überprüfen

Jeder kann von der Innovation profitieren

Zusätzlich zu den festgelegten 14 neuen Stadtquartieren kommen zwei weitere Areale dazu, die für Neubauten in den Blick genommen werden. Dazu zählen der Standort „Siemens Innovations Campus“ in Spandau und das „Gut Hellersdorf“ in Marzahn-Hellersdorf. Insgesamt können hier 4000 Wohnungen in Form des kommunalen und gemeinwohlorientierten Wohnungsbaus errichtet werden.

Von der neuen Stadtentwicklung können die Bürger zudem als Anleger profitieren. Berlin gilt trotz der enormen Preisentwicklung in den letzten Jahren als eine Metropole mit großen Wachstumspotenzial. Entsprechend hoch bleibt auch die Nachfrage nach Wohnraum.

Egal, ob als Selbstnutzer oder Kapitalanleger – die Investition in Wohneigentum in Berlin wird sich langfristig rentieren. In der Vergangenheit wurde häufig die Behauptung aufgestellt, dass sich Wohneigentum für Eigennutzer nicht lohne, doch gerade in Berlin ist das Gegenteil der Fall. Nach Einschätzung von Ioannis Moraitis, Vorstand und der Gründer der hedera bauwert GmbH, lohnt sich der Eigentumserwerb Dank der Niedrigzinsen und dem enormen Anstieg der Mietkosten in Berlin auch für Selbstnutzer.

Zudem werden sowohl Kapitalanleger und auch Erwerber, die ihre Wohnung selbst bewohnen, davon profitieren, dass es in der Hauptstadt auch zukünftig eine enorme Nachfrage geben wird. Auch ausländische Investoren sorgen für einen deutlichen Nachfrageüberhang. Im internationalen Vergleich ist Berlin nämlich immer noch relativ günstig – und die Investition in den Immobilienmarkt ist eben eine Geldanlage. Diese hohe Nachfrage wird auch in Zukunft dafür sorgen, dass der Wert der Immobilien weiter steigen wird und sich ein Kauf rentiert.

Fazit

Berlin wird in den kommenden Jahren weiter wachsen. Zwar zeigt der neue Stadtentwicklungsplan Potenziale für die Entwicklung von neuen Wohngebieten, ob diese aber ausreichen, um den Bedarf zu decken, bleibt abzuwarten. Kapitalanleger, aber auch Selbstnutzer profitieren von dieser Entwicklung und der stabilen Nachfrage nach Wohnraum.
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