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Gartengestaltung

Gewusst wie: Kosten sparen mit eigenem Hauswasserwerk

Gartenbewässerung mit Gartenbrause
Die Bewässerung des Gartens kann bei steigenden Wasserpreisen richtig teuer werden. Ein Hauswasserwerk hilft, den Trinkwasserverbrauch zu reduzieren und Wasserkosten einzusparen. Foto: pixabay.com @ jackmack34 (CC0 Creative Commons)

Die Haushaltskasse wird durch zunehmende Wasserpreise immer häufiger strapaziert. Um Kosten zu sparen, gibt es viele Optionen. Die scheinbar einfachste und zeitgleich schwierigste Variante ist die Reduktion des Wasserverbrauchs. Wer sich aber nicht übermäßig einschränken kann oder möchte, sollte sich mit den Optionen für ein eigenes Hauswasserwerk beschäftigen. Befindet sich auf dem Grundstück ein Brunnen, lohnt sich die Investition, um langfristig Kosten zu sparen.

Die Einsatzmöglichkeiten des Hauswasserwerks sind vielseitig

Die Anschaffungskosten für das eigene Hauswasserwerk sind nicht zu unterschätzen. Durch die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten amortisiert sich die Investition aber meist nach kürzester Zeit bereits wieder.

Das Wasser aus dem eigenen häuslichen Werk kann vor allem für die Gartenbewässerung optimal genutzt werden. Gerade in Trockenzeiten ist es notwendig, das Grün zusätzlich zu wässern, um den Rasen nicht verbrennen, die Ernte nicht verdorren oder die Blume nicht vertrocknen zu lassen. Wer das benötigte Wasser aus dem Hahn nimmt und durch den Versorger bezieht, wird dies spätestens bei der nächsten Wasserrechnung schmerzlich bemerken.

Wer bereits optimal plant, lässt vor den Sommermonaten ein Hauswasserwerk anschließen bzw. installiert es selbst. Im Vergleich zum Wasser des Versorgers ist das Brunnenwasser deutlich günstiger.

Das Hauswasserwerk bietet aber noch mehr Einsparpotenzial, denn auch Brauchwasser und Trinkwasser können damit bereitgestellt werden. Um das Brunnenwasser als Trinkwasser zu nutzen, muss das Gesundheitsamt seine Zustimmung durch den Nachweis der Trinkbarkeit geben. Ist dies geschehen, steht der nahezu autarken Nutzung unabhängig vom öffentlichen Wassernetz nichts mehr im Weg.

So viel Sparpotenzial steckt wirklich im Hauswasserwerk

Der Wunsch nach der eigenen Immobilie steigt und dafür gibt es gute Gründe. Betongold gilt noch immer als gute Altersvorsorge, allerdings werden Grundstückspreise und Hausbau immer teurer. Wer sich den Traum vom Eigenheim erfüllt, muss häufig aufgrund der Finanzierungsrate streng kalkulieren.

Das Sparpotenzial des Hauswasserwerks bietet eine optimale Entlastung für die Haushaltskasse, aber wie viel Einsparung ist wirklich drin?

Der WWF Deutschland hat in einer Studie festgestellt, dass der Wasserverbrauch und die Wasserknappheit deutlich zunehmen. Grund genug, sich das Einsparpotenzial im eigenen Haushalt zunutze zu machen. Wer ein Hauswasserwerk installieren möchte, benötigt zunächst Investitionskosten, die abhängig vom gewählten Equipment deutlich variieren können.

Durchschnittlich müssen für den Brunnen und die Materialien für das Haus Wasserwerk mehr als 2.000 € gezahlt werden. Eine Summe, die zunächst viel erscheint, die sich aber rasch wieder amortisieren kann. Jeder Kubikmeter Wasserverbrauch ist mit dem eigenen Werk deutlich günstiger als aus dem öffentlichen Netz. Bei der genauen Kostenkalkulation für das Hauswasserwerk sind vor allem die Kosten für den Brunnen entscheidend. Wer noch keinen eigenen Brunnen auf seinem Grundstück hat, sollte auswählen, ob es ein Bohrbrunnen mit Hauswasserwerk, ein Bohrbrunnen mit Tiefbrunnenpumpe oder ein Rammbrunnen sein soll. Letzterer ist die günstigste Variante und erfordert kein Bohren. Wer für die anderen beiden Brunnenvariante ein Unternehmen beauftragt, muss mit Kosten von ca. 60 € bzw. 120 € pro Meter für die Bohrarbeiten rechnen. Hinzu kommen die Materialkosten mit ca. 5 € bzw. 20 € pro Meter. Nicht zu vergessen die eigentlichen Kosten für das Hauswasserwerk.

Lohnt sich das Wasserwerk wirklich?

Wer berechnen möchte, ob und wann sich das Hauswasserwerk für ihn rentiert, sollte den eigenen Wasserverbrauch kritisch untersuchen. Am Beispiel wird deutlich, wie viele Kosten in einem durchschnittlichen Haushalt entstehen können: Statistisch gesehen verbrauchen Bürger ca. 130 l Trinkwasser ohne eigenen Brunnen. Davon entfallen statistisch erfasst ca. 60 % auf Brauchwasser. Das tägliche Sparpotenzial mit dem eigenen Brunnen bzw. Hauswasserwerk würde bei 78 l liegen. Abhängig vom regionalen Wasserpreis könnte das eine jährliche Einsparung bis 350 € einbringen. Zugegeben, zunächst wenig, wenn die hohen Anschaffungskosten für das Hauswasserwerk gegenübergestellt werden. Wer bereits einen Brunnen oder eine Zisterne auf seinem Grundstück hat, spart zusätzlich, sodass sich das Hauswasserwerk noch schneller amortisiert.

Tipp: Noch mehr Sparpotenzial gibt es für alle, die das Hauswasserwerk in eine Zisterne integrieren möchten. Die Investitionskosten betragen hierfür ca. 1.000 €, beim Brunnen sind es deutlich mehr.

Kosten sparen und Hauswasserwerk selbst bauen

Wer über handwerkliches Geschick verfügt, kann mit dem Selbstbau des Hauswasserwerkes viel Geld sparen. Dafür erforderlich sind die richtige Pumpe, der Druckkessel sowie diverse Anschlussmaterialien.

Bei der Auswahl der Pumpe sind vor allem Materialien und der geplante Standort entscheidend. Pumpen aus robustem Kunststoff sind preisgünstiger als Pumpen mit Edelstahlgehäuse und können mit den richtigen Parametern ebenfalls für das eigene Hauswasserwerk genutzt werden. Unterschiede gibt es auch beim Geräuschpegel während der Pumpenaktivität. Besonders ruhig und effizient arbeiten mehrstufige Pumpen. Ihre Anschaffung ist zunächst jedoch kostenintensiver.

Auf die richtige Ansaughöhe kommt es an

Damit das Hauswasserwerk optimal arbeitet, ist die richtige Platzierung der Pumpe entscheidend. Hersteller geben die maximale Ansaughöhe abhängig von der Pumpe vor. Wird sie überschritten, funktioniert die Ansaugleistung nicht optimal und es kann zu Unterbrechungen der Wasserzufuhr kommen.

Um die optimale Versorgung mit dem eigenen Wasser zu gewährleisten, ist die richtige Fördermenge unabdingbar. Am besten vorab kalkulieren, welcher Wasserverbrauch (beispielsweise durch Waschmaschine, Dusche, die Beregnung im Garten sowie das WC-Spülwasser) vorliegt und die einzelnen Komponenten passgenau dazu auswählen. Die optimale Fördermenge lässt sich nur dann realisieren, wenn keine Höhenunterschiede vorliegen. Deshalb bei der Positionierung auf einen möglichen Vorab-Höhenausgleich achten. Bei der Standortauswahl des Hauswasserwerkes gilt es, einiges zu beachten: möglichst vor Sonneneinstrahlung sowie Regen- oder Spritzwasser geschützt, in einem gutbelüfteten, frostsicheren und trockenen Raum.

Gartenbrunnen
Der Brunnen im eigenen Garten kann nicht nur pittoreskes Dekoobjekt sein, sondern kann mit dem richtigen Hauswasserwerk autark vom Trinkwassernetzwerk zu leben. Foto: pixabay.com @ Lekies (CC0 Creative Commons)

Kosten sparen durch Fördermittel – geht das überhaupt?

Clevere Immobilienbesitzer nutzen bereitgestellte Fördermittel dazu, um zusätzliche Kosten zu sparen. Die Bundesregierung stellt beispielsweise zur Erreichung der Energiewende verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung. Wer Solarmodule am Dach oder im eigenen Garten platziert, kann sich einen Teil der Anschaffungskosten erstatten lassen.

Gleiches gilt für Renovierungsarbeiten, welche für mehr Energieeffizienz der Immobilie sorgen. Die Förderung eines Hauswasserwerkes ist aber nicht durch staatliche Subventionierungen möglich. Es gibt allerdings Regionen (beispielsweise Mecklenburg-Vorpommern oder die Stadt Lingen), in denen der Bau von Zisternen und Brunnen durch Fördermittel unterstützt wird.

Auch in Deutschland ist Trinkwasser ein wichtiges und wertvolles Gut, das nicht leichtfertig verschwendet werden soll. Durch die Fördermittel sollen Nutzer eines Gartenbrunnens oder einer Zisterne dazu motiviert werden, kostbares Trinkwasser zu sparen und beispielsweise die Gartenbewässerung durch aufgefangenes Regen- oder Grundwasser zu realisieren.

Wer sich diese Fördermittel sichern und einen eigenen Brunnen bohren möchte, muss dies beim Gesundheitsamt sowie bei der lokalen Wasserbehörde anzeigen.

Bilder

Abbildung 1: pixabay.com @ jackmack34 (CC0 Creative Commons)

Abbildung 2: pixabay.com @ Lekies (CC0 Creative Commons)

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