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Ökologische Dämmung

Wie gut ist sie wirklich?

Die Auswahl der Baumaterialen, zum Beispiel der Dämmstoffe, bestimmt maßgeblich, wie groß der Die Auswahl der Baumaterialen, zum Beispiel der Dämmstoffe, bestimmt maßgeblich, wie groß der "ökologische Fußabdruck" eines neuen Hauses auf Dauer ausfällt. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

Warum natürliche Rohstoffe beim Bauen unterm Strich gewinnen können

Künstlich hergestellte Dämmstoffe sind vergleichsweise billig und besitzen eine gute Dämmwirkung. Sind sie natürlichen und mineralischen Dämmungen damit überlegen? Dipl.-Ing. Volker Neuert, Bauherrenberater bei der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) ist der Ansicht, dass sie sich in einer Gesamtbetrachtung unterm Strich nicht rechnen.

„Die langfristigen Sanierungs- und Gesundheitskosten verbunden mit den volkswirtschaftlichen Mehrkosten zum Ausgleich von Umweltschäden können die vermeintlichen Einsparungen um ein Vielfaches übertreffen“, erklärt Neuert. Aber auch natürliche Materialien hätten Nachteile.

Weniger Energieeinsatz, leichtere Entsorgung 

Eine gute Dämmung schafft Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden und spart Energie. Die Herstellung und Entsorgung sollte aber künftige Generationen nicht mehr belasten als nötig. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

Eine gute Dämmung schafft Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden und spart Energie. Die Herstellung und Entsorgung sollte aber künftige Generationen nicht mehr belasten als nötig. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

Pflanzliche Dämmstoffe sind feuchteempfindlich und müssen daher auf chemischem Wege wasserresistent gemacht werden. Bei künstlichen Mineralwollprodukten sei dies aber auch der Fall, so Neuert. Dafür verbrauchen die natürlichen Dämmungen im Allgemeinen bei ihrer Herstellung deutlich weniger Energie als synthetische Baustoffe und können daher primärenergetisch als sehr gut eingestuft werden.

Auch die Entsorgung zum Ende ihrer Nutzungszeit ist in der Regel unproblematisch, da sich die meisten natürlichen Materialien einfach kompostieren lassen. Mineralwolle muss dagegen zum Beispiel als Sondermüll gelagert werden und manche synthetischen Materialien können hohe Entsorgungskosten nach sich ziehen.

Den richtigen Fachpartner fürs ökologische Bauen finden

Laut Neuert steht und fällt der Nutzen von natürlichen Dämmmaterialien letztlich mit einer versierten Fachplanung und der Ausführung durch kompetente Baufirmen. Interessierten privaten Bauherren rät er, etwas Mühe und Aufwand zu investieren, um Architekten oder Hausanbieter zu finden, die sich dem umweltschonenden Bauen verschrieben haben.

Bei der Suche nach den richtigen Baupartnern und der Bauausführung kann auch der Bauherren-Schutzbund e.V. Modernisierer und Bauherren durch seine ökologische Bauberatung und durch baubegleitende Qualitätskontrollen unterstützen.

Natürliche Dämmstoffe: Die wichtigsten im Überblick

Natürliche Dämmstoffe gibt es aus pflanzlichen, tierischen und mineralischen Rohstoffen sowie aus Recycling. Wir beschreiben die wichtigsten:

  • Holzfaserdämmung: guter, sommerlicher Wärmeschutz
  • Schafwolle: „Wollpullover“ für Dach und Wand
  • Hanf und Flachs: Stopfmaterial und Dämmmatten
  • Stroh: Ausfachung in Wänden, Dach- und Fußböden
  • Holzwolleleichtbauplatten oder „Sauerkrautplatten“: schon seit 1938 genormter Baustoff
  • Schilf: zur Dacheindeckung und als Putzträger.
  • Zellulos: bewährte Einblasdämmung aus Recycling-Papier
  • Schaumglasplatte: aus geschmolzenem Altglas und Quarzsand
  • Perlite: Ausgleichsschüttung und Füllmaterial aus Vulkangestein

Quelle: djd

Mehr Infos zum Bauen und Modernisieren gibt es unter www.bsb-ev.de.

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