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Immobilienerwerb

Ferienimmobilien an der Nord- und Ostsee

Ferienimmobilien an der Nord- und Ostsee
Ferienimmobilien an der Nord- und Ostsee Foto: © Peter Ahrend / Pixabay.com

Geldanlage mit Potenzial

Ferienzeit ist Reisezeit und immer mehr Menschen verzichten auf exotische Ziele, Langstreckenflüge und All-Inklusive-Angebote, um lieber an der Nord-
und Ostsee die schönsten Wochen des Jahres zu verbringen. Es locken
Sandstrände, gepflegte Seebäder und ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm. Ein weiterer Trend lässt sich bei der Art der Übernachtung ausmachen, denn Ferienhäuser mit Terrasse und möblierte Apartments sind besonders gefragt. Sie befinden sich entweder im Besitz eines spezialisierten Anbieters oder stellen Anlageobjekte von Privatpersonen dar, die über einen Dienstleister an Feriengäste vermietet werden.

Auf in die Sommerfrische!

Der wachsende Wohlstand breiter bürgerlicher Schichten führte erstmals um 1900 dazu, dass im Juli die Familien von Berlin und Hamburg in Richtung Nord- und Ostsee aufgebrochen sind. Nach französischem und englischem Vorbild waren die ersten Seebäder entstanden. Man mietete sich für längere Zeit in einer Pension oder bei einem Einwohner, der in der Sommersaison Zimmer an Gäste vermietete, ein. Es entstanden die ersten Reiseführer. In Griebens Band 104 zu Mecklenburg heißt es: „Einen besonderen Reiz bietet das Mecklenburger Land in seinen ca. 300 Seen, die häufig zwischen waldbedeckten Hügeln eingebettet sind, vor allem aber in seiner von der Ostsee bespülten Küste“.

Von der Kieler Bucht bis zum Stettiner Haff

© Stefan Pribnow  / Pixabay.com
© Stefan Pribnow / Pixabay.com

Die Ostseeküste ist sehr vielfältig, denn es gibt Sandstrände, Inseln, Steilküsten und vom verträumten Fischerdorf bis zum glanzvollen Seebad bieten die Ortschaften ein äußerst ansprechendes und abwechslungsreiche maritimes Flair. Immerhin erstreckt sich die deutsche Küste, entlang der Ostsee, über 2.200 Kilometer. Unmittelbar neben Rostock entstanden in den vergangenen Jahren Ferienimmobilien, die durch die Nähe zu Berlin sehr begehrt sind. Aber ebenso auf den Inseln Usedom, Rügen und Hiddensee wurden entsprechende Objekt errichtet. Rügen, die größte deutsche Insel, profitiert besonders von ihrer bequemen Anbindung über den Rügendamm und die Rügenbrücke. Auf der Insel sind Ferienapartments besonders gefragt. Anders verhält es sich zum Beispiel in Kühlungsborn, denn dort überwiegt das Angebot an Hotels. In den eher ruhigeren und naturverbundenen Lagen, wie z. B. auch dem Künstlerdorf Ahrenshoop, sind Ferienhäuser und möblierte Apartments besonders gefragt.

Vor dem Kauf einer Bestandsimmobilie

Beim Immobilienkauf im Bestandssegment sollte darauf geachtet werden, dass die Wohnung oder Haus als Ferienobjekt vermietet werden darf. Es kann sei, dass bei der Gemeinde eine Anmeldung als Ferienobjekt notwendig ist. Auch sollte die räumliche Eignung für Feriengäste geklärt sei. In welchem Umfang sind Umbauten notwendig? In einem nächsten Schritt geht es um die Inneneinrichtung. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wohlfühlatmosphäre und möglichst vielen Übernachtungsplätzen kann durch funktionale Möbel, wie z. B. Schlafsofa, erzielt werden.

Oftmals ist es nicht möglich, dass man bei der An- und Abreise der Übernachtungsgäste vor Ort ist. Hierfür gibt es in den meisten Ferienorten spezialisierte Dienstleister, die sich neben der Begrüßung der Gäste auch um die Reinigung, die Überwachung der Buchungen, die Ausstattung und Instandhaltungen kümmern. Die Einnahmen aus der Vermietung müssen in der Regel versteuert werden, während der Gesetzgeber gleichzeitig einige Steuervorteile einräumt, dazu gehört, dass Kreditzinsen, Kosten für den Verwalter und Abschreibung auf die Anschaffungskosten und das Mobiliar der Immobilie als Werbungskosten abgesetzt werden können. Grundvoraussetzung ist jedoch, dass es kein Liebhaberobjekt ist und zu 75 Prozent der ortsüblichen Vermietungstage an Gäste vermietet wurde. Die durchschnittliche jährliche Vermietbarkeit auf Sylt liegt bei 211 Tagen, auf Rügen bei 188 Tagen und in der Lübecker Bucht bei 152 Tagen. Daneben haben Eigentümer auch die Möglichkeit der Selbstnutzung – jedoch sollte auf die Dauer geachtet werden.

Zwischen den Ostfriesischen Inseln und dem Leuchtturm List-Ost

Leuchtturm an der Nordsee
Leuchtturm an der Nordsee Foto: © Mona El Falaky / Pixabay.com

„Die Nordsee hat als offene See hinsichtlich ihrer Heilwirkung vieles der Ostsee voraus. Jedoch ist die Landschaft der Nordseeküste fast durchweg baumarm“, so charakterisiert der Grieben-Reiseführer die deutschen Nordseebäder. Wichtigstes Merkmal dieser besonderen Küstenbildung ist der Wechsel von Ebbe und Flut, weshalb die körperliche Gesundheit für viele Gäste eine besondere Rolle spielt. Auf den Nordseeinseln ist der Anteil an Ferienimmobilien besonders hoch: Juist 48 Prozent, Langeoog 46 Prozent und auf Föhr und Amrum 41 Prozent. Auf Sylt werden absolute Spitzenpreise erzielt. Die Insel ist die größte der nordfriesischen Inseln und seit 1927 über den Hindenburgdamm mit dem Festland verbunden. Eine nach wie vor rege Bautätigkeit ist auf der Insel zu beobachten. Es entstehen hübsche Reetdachhäuser mit den typischen Details.

Die Inseln Borkum, Juist, Norderney, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge liegen wie auf einer Perlenkette nebeneinander und bilden die Ostfriesischen Inseln. Sie sind seit Jahrzehnten die beliebtesten Ferieninseln. Nur wenige Neubauprojekte lassen sich hier realisieren. Strenge Gestaltungssatzungen und der Naturschutz, ebenso wie kleine Grundstücke und hohe Kosten, schmälern die Attraktivität für Ferienhaussiedlungen. Auf den Inseln können hauptsächlich Objekte älteren Baujahrs erworben werden.

Ferienimmobilien vom Projektentwickler

© txr555  / Pixabay.com
© txr555 / Pixabay.com

Eine wirkliche Alternative zum Kauf einer Bestandsimmobilie bildet das Angebot eines spezialisierten Bauträgers, denn die Neubauten werden möbliert, mit Vermietungsservice und dem neuesten Standard angeboten. Das spart viel Zeit und eigene Kraft. Darüber hinaus haben Entwickler vor der Errichtung die Attraktivität der Lage geprüft, alle Genehmigungen eingeholt und sorgen mit zusätzlichen Highlights, wie z. B. einer gepflegten Grünanlage, Spielplätzen auf dem Gelände und Sportangeboten, für Alleinstellungsmerkmale, um eine hohe Auslastung zu gewährleisten.

Zum Angebot gehören Ferienhäuser und Apartments, die oftmals eine konkrete Zielgruppe ansprechen. So gibt es die typischen bunten Holzhäuser nach nordischem Vorbild, die bei jungen Familien ebenso beliebt sind wie bei älteren Menschen. Die aktuellen Ferienhaustypen können als Einfamilienhaus „en miniature“ beschrieben werden, denn sie verfügen über 80 bis 120 Quadratmeter Wohnfläche. Ob im skandinavischen Stil, als Hausboot oder moderne Bauhaus-Box, stets wird bei der Innenraumgestaltung auf eine wohnliche Atmosphäre mit Kamin, Wellness-Bädern und offener Küchen geachtet. Alles wirkt luftig leicht und bietet einen 5-Sterne-Komfort.

Vor allem an der Ostsee entstehen ganze Feriendörfer. Bei Kiel ist z. B. das Objekt Ostsee Ferienpark Marina Wendtorf aktuell abgeschlossen. Der ursprüngliche Sport- und Wohnkomplex aus den 1970er wurde um neue Ferien- und Apartmenthäuser im dänischen Stil ergänzt. In erster Reihe zum Wasser – am alten Yachthafen – werden Doppelhäuser und Mehrfamilienvillen mit großen Panoramafenstern, offenen Grundrissen und natürlichen Baumaterialien errichtet und geben dem Ort ein neues Gesicht. Bio-Kamin, Sauna und Whirlpool gehören zur attraktiven Ausstattung.

Zwischen Schlei und Ostsee entsteht ein weiteres Ferienobjekt – das Ostsee Resort Olpenitz. In reizvoller Lage entstehen schwimmende Häuser, Ferienvillen, Apartments, sowie die Marina und eine Steganlage. Der Bezug zum Wasser und eine hochwertige Ausstattung stehen im Mittelpunkt. Die Projektinitiatoren kalkulieren eine Fertigstellung bis 2023.

Polnische Ostsee liegt stark im Trend

Der Urlaub an der polnischen Ostseeküste bietet mit seinen kilometerlangen Sandstränden, den wüstenartigen Dünenlandschaften und den Steilküstenabschnitten gleichzeitig einen Ort zum Erleben und Entspannen. Kultur und Abwechslung werden hier großgeschrieben. Attraktive Angebote bezüglich der Ferienunterkünfte ziehen daher immer mehr Urlauber an. Hier knüpft das Projekt MŁYŃSKA 10 von der Firma ANDRZEJCZUK GmbH an und setzt neue Maßstäbe für exklusive Ferienwohnungen. Ob als Eigentum oder als Vermietungsrendite können die insgesamt 140 Apartments auf Ihre individuellen Wünsche angepasst werden. Wählbar mit einer Wohnfläche von 27 bis 71m² bieten sie den perfekten Ort, um Urlaub und alltägliches Leben miteinander zu verbinden. Ein weiteres Highlight dieses Objektes ist die Lage in Kolbergs Zentrum, sowie die zahlreichen Extras. Eine Tiefgarage, Fahrradstellplätze sowie die Mitbenutzung des gesamten Spa-Bereiches im benachbarten Hotel runden das Bild einer exklusiven Unterkunft ab.

Es muss nicht immer Nord- oder Ostsee sein

Gutes kann doch so nah sein – unmittelbar im Berliner Speckgürtel entstehen Golfplätze, werden historische Gebäude saniert und es finden in den Sommermonaten zahlreiche Veranstaltungen statt. Hier finden die Hauptstädter schnell einen Zufluchtsort vom hektischen Alltag und können Golfen, Angeln, Wassersport betreiben und einfach nichts machen. Direkt am Oder-Havel-Kanal, in unmittelbarer Nähe zum Biosphärenreservat Schorfheide, entstehen 200 Ferienhäuser im skandinavischen Stil.

Ferienimmobilien - es muss nicht immer Nord- oder Ostsee sein
Ferienimmobilien – es muss nicht immer Nord- oder Ostsee sein Foto: © Lena Svensson / Pixabay.com

Sie erheben sich auf 300 bis 350 Quadratmeter großen Grundstücken. Mit 113 Bootsliegeplätzen, natürlichen Wiesen und der einmaligen Natur, spricht dieser Ort Naturliebhaber und Wassersportler an. Auch am schönen Scharmützelsee gibt es Ferienhäuser.

Der Ferienpark Scharmützelsee besteht aus Objekten in Wendisch Rietz und Bad Saarow. Die Nähe zu Berlin und besondere Landschaft machen dieses Feriendomizil zum idealen Ort für Familien. Auch der Harz hat Potenzial für Ferienimmobilien. Bei Braunlage entstand z. B. der Panoramapark St. Andreasberg. Bergwiesen, Wälder und schöne Wanderwege im Sommer wie Winter zeichnen die Gegend aus.

Fazit

Laut fachkundiger Einschätzung sind im Bereich der Ferienhäuser durchaus jährlich bis zu 10 Prozent Rendite realisierbar – was deutlich über der Vermietung von Wohnraum liegt. Generell handelt es sich bei Ferienimmobilien um langfristige Investitionen. Die Preise für Ferienhäuser beginnen bei ca. 120.000 Euro und liegen bei Ferienparks im obersten Segment bei ca. 600.000 Euro. Die niedrigen Zinsen machen es jetzt so attraktiv wie nie zuvor, sich ein Stück Urlaub zu kaufen.

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