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IFA Neuheiten 2015 rund ums Haus

EditionConn@ct ist das weltweit erste vernetzte Dosiersystem. Ist das Reinigungsmittel fast aufgebraucht, sendet das Gerät automatisch eine Nachricht auf das Tablet oder Smartphone. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, den Bedarf nachzubestellen. Foto: Miele
EditionConn@ct ist das weltweit erste vernetzte Dosiersystem. Ist das Reinigungsmittel fast aufgebraucht, sendet das Gerät automatisch eine Nachricht auf das Tablet oder Smartphone. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, den Bedarf nachzubestellen. Foto: Miele
Mit Qivicon können Geräte verschiedener Hersteller über einen Server per Smartphone gesteuert werden. Bild: Qivicon
Mit Qivicon können Geräte verschiedener Hersteller über einen Server per Smartphone gesteuert werden. Bild: Qivicon

Smart Home, Smart Devices oder einfach der Digital Lifestyle insgesamt war eines der Trendthemen der diesjährigen IFA, die vom 4. bis 9. September in Berlin stattfand. Im Vordergrund steht dabei der Gedanke, das Leben einfacher zu machen. Im intelligenten Haus sollen Energie, Ressourcen und Zeit gespart werden und Geräte sollen einfacher bedient werden können. Dabei macht die Entwicklung nicht beim modernen Fernseher – besser als Smart-TV bekannt – halt, sondern mittlerweile kann sogar die Waschmaschine mit dem Tablet gesteuert werden.

Perspektivisch könnte es bald zu Hause so aussehen: Der Wecker klingelt gemäß dem digitalen Kalender. Die Heizung ist eine halbe Stunde vor Aufstehen angesprungen, damit die Wohnung beim Aufstehen warm ist. Musik spielt die Playlist mit der Lieblingsmusik und in der Küche läuft der Kaffee durch. Selbstverständlich sind Rollläden automatisch hochgefahren. Die Kühlschrank meldet, dass die Butter und die Milch bestellt werden müssen und hat die Einkaufsliste an den örtlichen Einzelhandel gemailt. Beim Verlassen des Hauses wird selbstverständlich die Alarmanlage aktiviert. Diese Gedankengänge lassen sich beliebig fortführen.

Vor ein paar Jahren war der Markt noch überschaubar und eher Enthusiasten vorbehalten. Nun bringen viele Anbieter Produkte in diesem Bereich auf den Markt. So findet jeder seine Lösung: Komfort steigern, Energie sparen, Sicherheit verbessern. Für jeden Anwendungsbereich lässt sich das passende Angebot finden.

Probleme mit Standards, Usability und Sicherheit

Mit der BLive App lassen sich nicht nur die Waschmaschine und der Trockner der PremiumCare Reihe steuern, sondern auch die Ultimate NoFrost Kühl-/Gefrier-Kombination und der PowerDry Geschirrspüler von Bauknecht. Bild: Bauknecht
Mit der BLive App lassen sich nicht nur die Waschmaschine und der Trockner der PremiumCare Reihe steuern, sondern auch die Ultimate NoFrost Kühl-/Gefrier-Kombination und der PowerDry Geschirrspüler von Bauknecht. Bild: Bauknecht

Doch die Vielfalt hat auch Nachteile. Sollen Lösungen für unterschiedliche Bereich zusammen arbeiten, wir es schwierig. Denn die meisten Lösungen für das sogenannte Smart Home verstehen sich untereinander nicht, weil sie unterschiedliche Standards verwenden. Für den Nutzer bedeutet das unter Umständen viel Bastelei, denn die Protokolle der Hersteller sind nicht kompatibel. So können einzelne Geräte zwar angesteuert werden, doch der eigentliche Mehrwert liegt im Zusammenspiel der Komponenten. So könnten dann die Nutzer die Szenen wie die o.g. programmieren. Aufgrund der unterschiedlichen Protokolle unterscheiden sich auch die Apps zur Steuerung und die Bedienkonzepte – nicht sehr benutzerfreundlich. Leider wird auch der Datenschutz bei den Anbietern nicht besonders hoch eingestuft. Doch durch den Einstieg der Big Player Telekom und Apple könnten diese Standards schaffen und die Nutzbarkeit vereinfach. Der Bonner Konzern ist mit seiner Plattform Qivicon gestartet. Zur IFA wurden neue Partner und Funktionen angekündigt. Über den Qivicon-Server können z.B. Geräte von Miele (Waschmaschinen), Lampen (Osram), Musikanlagen (Sonos), Logitech (Kameras), Kärcher (Gartengeräte) gesteuert werden.

Kosten des Smarthome

Wie fast jedes neue Trendprodukt ist auch die Smarthome-Technologie kein Schnäppchen. Noch ist die Technik nicht auf dem Massenmarkt angekommen, wasdie einzelnen Komponenten teuer macht. Fast alle Lösungen brauchen auch eine Steuerzentrale, die erst einmal gekauft werden muss. Allerdings zeigt der französische Hersteller Awox, dass es auch preiswert geht: ab 30 € gibt es einen SmartPLUG über den elektrische Geräte per Bluetooth ferngesteuert werden können.

Innovation der Haushaltsgeräte

Der Einstieg in die Smart-Home-Welt gibt es ab 30 Euro. Dafür bekommt man einen Zwischenstecker der via Bluetooth per App gesteuert wird. Foto: AwoX
Der Einstieg in die Smart-Home-Welt gibt es ab 30 Euro. Dafür bekommt man einen Zwischenstecker der via Bluetooth per App gesteuert wird. Foto: AwoX

Neben der Vernetzung der Geräte spielen heute neue Funktionalitäten und der Umweltschutz eine wichtige Rolle. Ob Geschirrspülmaschinen, Backöfen oder Elektro-Kleingeräte: Hersteller bauen auf Energieeffizienz und eine schnelle und effektive Arbeitsweise. So können die Waschmaschinen der neusten Generation mit intelligenten Dosiersystemen für Waschmittel und mit sensorgestützter Automatikprogrammen punkten. Durch antibakterielle Türdichtungen und Waschmittelschubladen, Schaumtechnologien und Wäschebedampfung soll dem Schmutz zu Leibe gerückt werden. Aber auch die Geräuschemission steht im Fokus. Bei Wäschetrocknern gibt es große Fortschritte in Sachen Energieeffizienz.

Bei Kühlschränken und Gefriergeräten liegt der Schwerpunkt darüber hinaus auf Frische und Haltbarkeit der Lebensmittel. Mit dem neuen Siemens iQ500 können Sie mittels Kameras auch von unterwegs die Vorräte prüfen.

Geschirrspülmaschinen sollen ebenfalls durch spezielle Spülprogramme, Hochdruckdüsen, Luftführungssysteme und Wasserdampf schneller und effektiver das Geschirr vom Schmutz befreien. Automatische Beladungserkennung und Sensoren sorgen für weiteren Komfort.

Wenig Reinigung, viel Genuss: Die neue Saeco Incanto mit AquaClean Filter vereint exzellente Kaffeequalität und elegantes Design Bild: Philips
Wenig Reinigung, viel Genuss: Die neue Saeco Incanto mit AquaClean Filter vereint exzellente Kaffeequalität und elegantes Design Bild: Philips

Auch am Herd macht der Fortschritt nicht Halt: So zeigt LG einen Lichtwellenofen, der es Benutzern erlaubt, Rezepte aus dem Internet zu laden und zu teilen. Via WLAN kann sogar die Kochmethode, Temperatur und Kochzeit gesteuert werden. Die neuen Backöfen sind multifunktional: Heißluft, Grill, Dampfgarer oder Dampfgarer – alles kein Problem für die neuen Geräte. Sensoren helfen bei der perfekten Zubereitung.

Bei den Küchenkleingeräten steht das Gesundheitsbewusstsein im Mittelpunkt. Die zunehmende Beliebtheit frischer Drinks, Shakes und Smoothies führt zu einem wachsenden Angebot von Handrührgeräten, Stabmixern und Zerkleinerern. Multifunktionale Kleingeräte können mit bis zu 100 verschiedene Programme mehrere Arbeiten auf einmal erledigen und übernehmen damit viele Arbeiten in der Küche. Angesagt sind weiterhin auch Kaffeemaschinen. Ob Kaffee, Espresso oder Cappuccino: Heute kann lediglich ein einziges Gerät schmackhafte Getränke jeder Art herstellen. Allerdings ist das ständige Entkalken unschön. Die Lösung liefert Saeco mit einer Maschine, die 5.000 Tassen Kaffee ohne Entkalkung zubereiten kann.

Tipp: Mehr Informationen zu Küchengeräte finden Sie in der November-Ausgabe

Siemens zeigte den vernetzten Kühlschrank. So können Sie per Webcam von unterwegs prüfen, ob noch genügend Milch da ist. Bild Siemens
Siemens zeigte den vernetzten Kühlschrank. So können Sie per Webcam von unterwegs prüfen, ob noch genügend Milch da ist. Bild Siemens

Fazit

Smart-Home war das Schlagwort der IFA 2015 und es wurden viele interessante Neuheiten präsentiert, die das Leben leichter machen. Es bleibt zu hoffen, dass die Hersteller einen gemeinsamen Standard für die Steuerung der Geräte finden und auch die Langlebigkeit der Geräte gegeben ist. Zum Fortschritt gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang mit Rohstoffen. Zudem sind die wenigsten Geräte ein Schnäppchen.

Fabian Möbis

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