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Der Kühlschrank - unverzichtbar für jede Küche
Der Kühlschrank - unverzichtbar für jede Küche Foto: ©New Africa - stock.adobe.com

Varianten des Kühlschranks

Große moderne weiße Küche mit Einbaukühlschrank
Neue Küchenzeile in großer moderner weißer Küche - der Einabukühlschrank fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein Foto: © Robert Kneschke - stock.adobe.com

Die Auswahl reicht vom kleinen Getränkekühlschrank für die Kellerbar bis hin zum großen Side by Side Kühlschrank mit nützlichen Zusatzfunktionen und einem großem Fassungsvolumen von über 500 Litern.

Einbaukühlschränke

Bei der Neuplanung einer Küche fällt oft die Entscheidung zu Gunsten dieser Variante. Einbaukühlschränke eignen sich für kleine wie große Küchen. Versteckt hinter einer scheinbare normalen Küchenschranktür ergibt die Küche ein stimmiges Gesamtbild.

Die Geräte werden sowohl als Kühlschränke oder Kühl-Gefrierkombinationen angeboten. Im Grunde handelt sich um einen normalen Kühlschrank, der in einen Umbauschrank des passenden Designs eingebaut wird. Seine Abmessungen sind der Größe der Küchenmöbel angepasst. Das Standardmaß dieser Kühlschränke beträgt meistens ca. 55 cm, so dass er sich in der Breite und Tiefe in einem Umbauschrank mit 60 cm integrieren lässt.

Einbaukühlschränke werden meistens zusammen mit der Küche geliefert. Der große Vorteil besteht darin, dass sich der Kühlschrank nahtlos in das Design der Küche einfügt. Bei der Planung sollte jedoch bedacht werden, dass eine spätere Anpassung der Größe nur schwer möglich ist. Auch die Auswahl der Modelle ist nicht so vielfältig wie bei einem Standkühlschrank.

Standkühlschrank

Diese Geräte können Sie einzeln kaufen. Sie gibt es in unzähligen Größen, Farben und Designs. Sie können sich das passende Modell aussuchen. Im Handel gibt es mehr als 5.000 Varianten zur Auswahl. Sie sollten jedoch darauf achten, dass der neue Kühlschrank gut in ihre Küche passt und den richtigen Standplatz bekommt: ohne direktes Sonnenlicht und nicht in der Nähe der Heizung oder des Küchenherds. 

Side-by-Side Kühlschrank

Diese Art von Kühlschrank haben Sie bestimmt schon mal in Hollywood-Movies gesehen. Kühl- und Gefrierbereich sind nebeneinander (Englisch: Side by Side) angeordnet. Die Geräte sind als Standgeräte konzipiert. Side-by-Side Kühlschränke bieten eine enorme Kapazität und sind oft mit Luxus-Funktionen wie einem Eiswürfel-Spender ausgerüstet. Nachteilig an Side-by-Side Kühlschränken sind ihr hoher Platzbedarf und hoher Anschaffungspreis. 

Getränkekühlschränke

Geräte dieser Bauart sind zur liegenden oder stehenden Aufbewahrung von Getränken (hauptsächlich Softdrinks) gedacht. Sie sind nicht mit einem Gefrierfach ausgestattet. Die meisten Getränkekühlschränke werden kommerziell in gastronomischen Einrichtungen genutzt. Kleinere Modelle sind auch in Privathaushalten (Partykeller) beliebt. Eine andere Variante sind Weinkühlschränke. Diese Spezialkühlschränke zur Lagerung von Wein kühlen maximal bis auf +10°C herunter.

Side-by-Side Kühlschrank
Ein Side-by-Side Kühlschrank ist häufig als separater Standkühlschrank ausgeführt Foto: ©Vadim Andrushchenko - stock.adobe.com

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Worauf kommt es beim Kauf eines Kühlschranks an?

Die Ausstattung und Größe sollte insbesondere bei Einbaukühlschränken richtig geplant werden
Die Ausstattung und Größe sollte insbesondere bei Einbaukühlschränken richtig geplant werden Foto: ©Africa Studio - stock.adobe.com

Die Größe

Damit der Kühlschrank effizient arbeiten kann, darf er weder zu groß noch zu klein sein. Für einen Single-Haushalt schlagen Küchenexperten einen Nutzinhalt von ca. 100 l vor. Für ein Ehepaar ohne Kinder sind etwa 140 l Nutzinhalt ausreichend. Für jedes weitere Familienmitglied können Sie ungefähr 50 l extra veranschlagen.

Bei einer vierköpfigen Familie wären das also 240 l. Wenn der Kühlschrank zu klein ist, quillt er praktisch über. Dadurch kühlt er nicht richtig. Lebensmittel verderben schneller und der Energieverbrauch steigt. Lebensmittel werden übersehen und müssen und müssen entsorgt werden, weil sie nicht mehr genießbar sind. 

Ein zu großer Kühlschrank verbraucht unnötig Strom und nimmt zudem in der Küche kostbaren Platz weg. 

Die Energieeffizienz 

Kühlschränke gehören zu den größten Stromverbrauchern in Privathaushalten. Ihre Leistung ist zwar nicht besonders hoch, dafür laufen sie aber über lange Zeiträume. Wählen Sie deswegen beim Kauf immer ein Modell mit der besten Energieeffizienzklasse. Spitzengeräte tragen das Label A+++. Sie sind zwar etwas teurer als Kühlschränke mit hohem Energieverbrauch, die Mehrkosten amortisieren sich jedoch rasch durch Einsparungen bei der Stromrechnung.

Die Lautstärke

Kühlschränke arbeiten automatisch. Das Aggregat springt auch mitten in der Nacht an. Geräte mit normalen Geräuschpegel entwickeln eine Lautstärke von 45 dB. Das entspricht in etwa den Geräuschen, die tagsüber in einer ruhigen Wohnung herrschen. Sehr leise Kühlschränke haben dagegen ein Betriebsgeräusch von 25 dB. Diese Lautstärke haben normale Atemgeräusche. Wenn Sie ein hellhöriges Haus haben, sollten Sie auf jeden Fall einen leisen Kühlschrank anschaffen. 

Funktionen und Ausstattung

Auf diesem Gebiet hat sich in den letzten Jahren viel getan. Moderne Kühlschränke sind bequemer und effizienter als ihre Vorgänger. Dazu tragen eine Reihe nützlicher Funktionen bei. Wenn beispielsweise in Ihrem Haushalt Kinder leben, werden Sie sich sicher über die Alarmfunktion freuen, die durch ein lautes akustisches Signal anzeigt, wenn die Tür zu lange offen gelassen wird. Ein ähnliches Alarmsignal zeigt an, wenn die Temperatur im Innenraum über einen bestimmten Grenzwert steigt. Andere Kühlschränke haben eine digitale Anzeige an der Tür, auf der Sie die Temperatur im Innenraum ablesen können. Sehr nützlich ist auch die Unterteilung des Kühlschrank-Innenraums in mehrere Temperaturzonen. In dem relativ kleinen Volumen können mehrere Bereiche mit unterschiedlichen Temperaturen realisiert werden. 

Die so genannte Null-Grad-Zone ist beispielsweise ideal zur Lagerung abgepackter Lebensmittel wie Fleisch, Wurst oder Käse geeignet. In der Frischezone dagegen herrschen höhere Temperaturen von ein paar Grad über Null. Das ist ideal für die Lagerung von Obst und Gemüse. 

Sehr nützlich sind auch Schnell-Kühl- oder Schnell-Frost Funktionen. Damit können Sie große Mengen an Lebensmitteln schnell auf die optimale Lagertemperatur bringen oder einfrieren, beispielsweise Fleisch nach einer Hausschlachtung. 

Achten Sie bei der Ausstattung auf Qualität. Die Beleuchtung sollte mit LED Leuchten erfolgen. Die sind sparsam und langlebig. Hochwertige Ablagen sind aus Metall gefertigt. Glasböden aus Sicherheitsglas verhindern schlimme Unfälle beim Reinigen. 

Das Design

Noch immer werden Kühlschränke von Experten als „weiße Ware“ bezeichnet, weil sie ausschließlich in weißer Farbe erhältlich waren. Das hat sich heute geändert. Zwar herrscht Weiß noch immer vor, die Auswahl an farbigen Modellen wächst jedoch ständig. Neben schwarzen und blauen sind sogar rote Kühlschränke im Angebot. Sie können selbst Coca Cola Kühlschränke im Retro-Design bestellen. In der letzten Zeit werden Gehäuse aus Edelstahl immer beliebter. Sie sind nicht nur robust, sondern sehen geschmackvoll und elegant aus. Sie passen ideal in moderne Küchen. Manche Modelle haben eine spezielle Beschichtung, auf der Fingerabdrücke schlecht haften. Das erleichtert die Reinigung. 

Der Kühlschrank und das Smart-Home-System

Auf diesem Gebiet steht die Entwicklung noch ganz am Anfang. Bis jetzt gibt es kaum smarte Kühlschränke auf dem Markt. Sie können aber Ihren existierenden Kühlschrank smart machen, indem Sie zum Beispiel eine Webcam mit integrierter Beleuchtung an einer günstigen Stelle im Innenraum positionieren. Wenn Sie auf dem Heimweg von der Arbeit sind, können Sie von unterwegs auf die Webcam zugreifen und nachschauen, welche Lebensmittel Sie im Supermarkt kaufen müssen. 

Smarter Kühlschrank
Mittlerweile lassen sich fast alle Küchengeräte per App steuern Foto: ©Herrndorff - stock.adobe.com

Was ist besser: Einzelgeräte oder Kühl-Gefrierkombinationen?

Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. 

Einzelgeräte bieten mehr Nutzvolumen. Wenn eines der Geräte ausfällt, steht noch immer das andere zur Verfügung. Einzelgeräte können getrennt aufgestellt werden. Dadurch können beispielsweise Nischen ausgenutzt werden. Andererseits sind zwei Einzelgeräte teurer als eine Kombination. Sie benötigen mehr Platz und Strom. 

Kühl-Gefrierkombinationen sind sehr populär, weil sie platzsparend sind. Kühl- und Gefrierschrank sind übereinander angeordnet. Die ideale Lösung für kleine Küchen. Zudem ist ein Kombigerät preisgünstiger als zwei Einzelgeräte. Nachteilig ist ihr oft kleinerer Nutzinhalt. Wenn ein Gerät ausfällt, muss auch das andere entsorgt werden, selbst wenn es noch in Ordnung ist. 
Kühl-Gefrier-Kombis mit dem Kühlschrank unten sind zudem ergonomisch ungünstig, weil Sie sich sehr oft bücken müssen. 

No Frost, Low Frost und Abtauautomatik -
was sind die Unterschiede?

Alle 3 Systeme verfolgen ein gemeinsames Ziel. Die Bildung von Eis am Verdampfer soll verhindert oder zumindest verzögert werden. Dadurch sinkt der Energieverbrauch und die Wartung wird erleichtert. 

No Frost

Wörtlich übersetzt heißt das System „Kein Frost“. Damit ist gemeint, dass sich in Kühlschränke mit No Frost System kein Eis am Verdampfer festsetzen kann. Die Luft im Innenraum wird ständig umgewälzt und ihr durch spezielle Verfahren die Feuchtigkeit entzogen. Dadurch kann sich am Verdampfer kein Eis mehr bilden. Kühlschränke mit No Frost Funktion verbrauchen zwar wegen des Ventilators etwas mehr Strom, sparen aber langfristig Energie, weil bereits eine dünne Eisschicht auf dem Verdampfer den Energieverbrauch in die Höhe treibt. 

Low Frost

„Wenig Frost“ (Eis). Bei Kühlschränken dieses Systems wird die Eisbildung um ca 80 Prozent reduziert. Das wird durch eine Spezialbeschichtung der Innenwände erreicht, an denen sich das Eis nicht festsetzen kann. Kühlschränke mit Low Frost haben keinen Ventilator und damit keinen erhöhten Energieverbrauch. Allerdings müssen sie von Zeit zu Zeit abgetaut werden, wenn auch in längeren Intervallen als normale Kühlschränke. 

Abtauautomatik

Das Grundprinzip dieser Funktion ist bei allen Herstellern gleich. Der Kompressor läuft so lange, bis der Innenraum die gewünschte Temperatur erreicht hat. Dann schaltet sich das Aggregat ab. Sobald das geschieht, schalten sich Heizstäbe ein, die in den Wänden eingebaut sind. Das Eis wird zu Wasser und fließt nach außen ab. Dieser Vorgang erfolgt permanent, so dass sich erst gar keine dicke Eisschicht bilden kann. Kühlschränke mit Abtauautomatik haben wegen der Heizstäbe eine niedrigere Energieeffizienzklasse als normale Kühlschränke. Langfristig sparen sie jedoch Energie, weil sich keine dicke Eisschicht bilden kann.

Welches System am besten ist, kommt auf den persönlichen Geschmack und die Umstände an. Eine Arbeit bleibt Ihnen jedoch auch bei No Frost oder Low Frost Kühlschränken nicht erspart: das Gerät muss regelmäßig gereinigt werden. Dazu hat sich Essigwasser am besten bewährt. Es ist umweltfreundlich, ungiftig, bindet Gerüche und tötet Keime zuverlässig. Die Reinigung muss in regelmäßigen Intervallen durchgeführt werden. Sie können die Gelegenheit gleich nutzen, um abgelaufene Lebensmittel auszusortieren. 

Fazit

Der Kühlschrank ist in jeder Küche unverzichtbar, gleich wie groß oder klein sie ist. Im Handel gibt es Tausende verschiedene Modelle. Bei der Auswahl achten Sie am besten auf einen ausreichend großen Nutzinhalt und einen niedrigen Energieverbrauch. Systeme wie Low Frost oder No Frost verhindern oder verzögern die Bildung von Eis. Das spart Strom und erleichtert die Wartung. Bei der Auswahl des passenden Kühlschranks lassen Sie sich am besten durch Küchenexperten fachmännisch beraten. Im Onlineshop haben Sie eine riesige Auswahl und können die Preise auf einen Blick miteinander vergleichen.

 

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