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Lohnt es sich einen Fertigkeller zu bauen oder nicht?

Errichtung eines Fertigkellers
Errichtung eines Fertigkellers Foto: © E. Adler - stock.adobe.com

Beim Hausbau stellt sich früher oder später die Frage, wie umfangreich das Haus gestaltet werden soll. Wie viele Stockwerke dürfen es sein? Soll eine zusätzliche Garage angebaut werden und braucht es einen Keller? Fertigkeller, wie sie unter anderem von fertigkeller.net angeboten werden, haben sich beim Hausbau schon häufig bewährt. Die wasserundurchlässige Wannen-Technik macht es möglich, den Platz im Haus zu erweitern, Stauraum zu generieren und dabei auf die Gefahr von Schimmelbildung verzichten zu können. Doch für wen lohnt es sich nun, einen Fertigkeller ins Haus zu integrieren und was sind die Vor- und Nachteile?

Wie zeichnet einen Fertigkeller aus?

Das Thema Bauen beschäftigt Menschen nicht erst seit kurzer Zeit, schon vor Jahrhunderten wurden hochwertige und teils prunkvolle Häuser und Gebäude errichtet. Wenn Sie schon einmal ein Altbauhaus betreten und sich im Keller umgesehen haben, ist Ihnen vermutlich eine große Problematik aufgefallen – die Schimmelbildung im Keller! Stein auf Stein, Ziegel auf Ziegel wurden Keller der früheren Jahrhunderte und Jahrzehnte gebaut, ein wahres Einfallstor für Feuchtigkeit, die durch jede Ritze dringen kann.

Zwar werden Kelleranlagen auch heute noch gemauert, aber die Häufigkeit hat stark abgenommen. Wer im Neubau heute einen Keller unter seinem Haus platzieren möchte, setzt auf den Keller aus Ortbeton. Dieser wird vor Ort auf der Baustelle direkt gegossen. Eine Alternative hierzu, die nicht nur Zeit, sondern auch Arbeit spart, ist der Kauf eines Fertigkellers. Dieser wird ab Werk in Einzelteilen produziert, die dann vor Ort direkt zusammengeführt werden können.

Hinsichtlich Grundriss, Fenster, Größe, Raumhöhe und individueller Faktoren kann der Bau eines Fertigkellers vom Bauherren maßgeblich mitbestimmt werden. Die Baugrube muss vor Ort ausgehoben werden, anschließend wird die Bodenplatte aus wasserdichtem Beton gesetzt. Der Fertigkeller wird in Form von Doppelwandelementen direkt zur Baustelle geliefert und dann mit dem frisch gegossenen Beton verbunden. Maximal drei Tage braucht es, bis pfiffige Baustellenmitarbeiter einen Fertigkeller vollständig errichtet haben.

Welche Vorteile hat ein Fertigkeller im Vergleich zum klassischen Keller?

Der größte Vorteil des Fertigkellers ist klar seine Effizienz. Der Bau geht schnell von der Hand, die Elemente für den Bau werden direkt im Werk des Anbieters gefertigt. Das spart auf der Baustelle zusätzlichen Platz und Ressourcen. Beim klassischen Kellerbau sind es oft die Witterungsbedingungen, die zu Schwierigkeiten führen. Bei einem Fertigkeller hingegen kann unabhängig von Wetterbericht und Niederschlag gearbeitet werden, da der Vorbau in geschützter Umgebung des Werks stattfindet.

Verglichen mit einer klassischen Kellerkonstruktion können rund 2/3 der Zeit beim Fertigkeller eingespart werden. Auch ein Verputzen des Fertigkellers ist nicht nötig, da die Betonwände bereits so glatt ausgeliefert werden, dass sie als direkte Wand dienen.

Einige Vorzüge gibt es vor allem auch im Bereich der Sicherheit. Denn die Bodenfeuchtigkeit ist in vielen Regionen Deutschlands ein Problem, was beim klassischen Kellerbau oft unterschätzt wird. Dringt durch Ritzen und undichte Fugen, die beim Bau entstehen können, Feuchtigkeit in den Keller, führt dies langfristig zu Schimmel im Mauerwerk. Das beeinträchtigt nicht nur die Lagerfähigkeit des Kellers, sondern kann in ferner Zukunft die Tragfähigkeit des gesamten Hauses beeinträchtigen.

Wird der Fertigkeller aus Beton hergestellt, hat dies auch bei einem Feuer erhebliche Vorteile. Die Stabilität und Tragfähigkeit werden durch Feuer nicht eingeschränkt, sodass die Einsturzgefahr des Hauses minimiert werden kann.

Schnell, effizient und haltbar – der Fertigkeller lohnt sich überall

Ein Haus ohne Keller ist möglich, doch in den meisten Fällen nicht sinnvoll. Kellerräume sind mehr als nur der Lagerplatz für Fahrräder und ungeliebte Möbel. Die Einrichtung einer Werkstatt, eines Partykellers oder einer Sauna – die Möglichkeiten sind groß und ein sinnvoll eingerichteter und geplanter Fertigkeller kann die Wünsche des Bauherren stets berücksichtigen.

Das Baukastensystem ist äußerst flexibel und kann innerhalb von wenigen Tagen so moduliert werden, dass die genauen Bedürfnisse des künftigen Hausbesitzers berücksichtigt werden. Auch teilweise Unterkellerungen des Hauses sind theoretisch möglich, wobei das aufgrund der statischen Haltbarkeit nur bedingt zu empfehlen ist. Der Ausbau eines klassischen Kellers würde mehr als doppelt so viel Zeit in Anspruch nehmen, bei weniger Flexibilität hinsichtlich der Ausgestaltung.

Relevant ist allerdings auch die Planungssicherheit, bezüglich der Kosten und der Fertigstellung. Beim Bau des klassischen Kellers kann es zu Abweichungen in der Planung kommen. Unvorhergesehene Gegebenheiten können die Kosten erhöhen, Witterungsbedingungen können den Bau des Kellers zwangsweise unterbrechen. Anders sieht es beim Fertigkeller aus, für dessen Erstellung schon im Vorfeld eine genaue Kostenprognose gegeben werden kann. Viele Unternehmen bieten einen Festpreis für die Erstellung an, sodass die Kosten genau kalkuliert werden können.

Moderne Häuser profitieren vom Fertigkeller

Heutige Neubauten profitieren davon, so viele Elemente wie möglich mit langfristiger Sicherheit zu verbauen. Ein Fertigkeller ist nicht nur ein modulares und anpassbares Element der modernen Baustelle, sondern sorgt auch über einen langen Zeitraum für maximale Sicherheit. Feuerbeständig und wasserundurchlässig kann die Bausubstanz aufgrund eines hochwertig hergestellten Fertigkellers die Wertigkeit der Immobilie langfristig erhöhen. Weniger Folgekosten aufgrund von Kellerrenovierungen und Sanierungen sind ein zusätzlich positiver Aspekt dieser modernen Bauweise.

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