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Wie Hausbesitzer das Klima schonen können

Ökologisches Bauen mit nachhaltigem Energiekonzept
Ökologisches Bauen mit nachhaltigem Energiekonzept Foto: ©4th Life Photography - stock.adobe.com

Reduzieren Sie jetzt ihre CO2-Emissionen

Um das Klima zu schonen, hat sich Deutschland das ehrgeizige Ziel gesetzt, dass der Gebäudebestand bis 2050 nahezu klimaneutral ist. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, muss im Bereich des Gebäudeneubaus und im Gebäudebestand noch viel unternommen werden. Die Bundesregierung hat als einen Schritt dazu das Klimapaket beschlossen. Letztlich wird das Ziel aber nur zu erreichen sein, wenn alle Mitmenschen in Deutschland ihren Beitrag leisten. Was Sie als Hausbesitzer dafür tun können, möchten wir Ihnen in diesen Beitrag vorstellen.

Einbau einer modernen Heiztechnologie

Den größten Anteil beim Ausstoß von CO2-Emissionen im privaten Haushalten ist dem Wohnen zuzurechnen. Das ist vor allem auf das Heizen mit fossilen Brennstoffen zurück zu führen. Damit ist auch klar, dass Sie als Immobilieneigentümer in diesem Bereich den größten Anteil zur Reduzierung des CO2-Ausstosses leisten können.

Sofern Sie einen Neubau planen, werden schon heute durch die gesetzlichen Vorschriften strenge energetische Anforderungen gestellt. Moderne Bauformen ermöglichen in Kombinationen mit zeitgemäßen Heiz- und Dämmtechnologien die Realisierung des Passivhausstandards oder eines Nullenergiehauses.

Auch im Gebäudebestand können Immobilieneigentümer durch die Erneuerung der Heizungsanlage viel Energie und damit CO2 einsparen. Ist der Heizkessel schon älter als 20 Jahre, sollte er dringend getauscht werden. So können bis zu 30 Prozent Energie eingespart werden. Wird die Heizungsanlage mit einer Solarthermieanlage für die Warmwasserbereitung kombiniert, lässt sich noch mehr Energie einsparen. Denkbar ist auch der Ersatz oder eine Kombination mit alternativen Heizmethoden. Hier kommen Wärmepumpen oder Biomasseheizungen in Betracht.

Bevor Sie sich für eine Sanierung der Heizanlage und eine bestimmte Technologie entscheiden, sollte Sie den Rat eines Fachmanns einholen. Er kann ihn Ratschläge geben, welche Technik für Ihre Immobilie am sinnvollsten eingesetzt werden kann. Berücksichtigen Sie auch unbedingt vorhandene Förderprogramme. In Deutschland unterstützt der Staat Bauherren und Immobilieneigentümer mit zahlreichen Maßnahmen bei der Heizungssanierung. Welche Programme für Sie in Frage kommen, können Sie hier sehr leicht ermitteln.

Umsetzung weitere energetischer Modernisierungsmaßnahmen

Jeder sollte seinen Beitrag zum Schutz des Klima leisten Foto: Tumisu / Pixabay

Neben der Modernisierung der Heizungsanlage können Sie als Immobilieneigentümer noch weitere energetische Maßnahme zur Reduzierung des Energieverbrauchs für Heizung, Warmwasser und Lüftung umsetzen.

Dach sanieren und dämmen

Ist ein Dach schlecht gedämmt, kann hier viel Wärme entweichen. So kann ein ungedämmtes Dach für bis zu 30 Prozent der Energieverluste eines Gebäudes verantwortlich sein. Ohnehin sollte Hauseigentümer spätestens nach 25 Jahren das Dach unter die Lupe nehmen und Ziegel, Dampfsperre und Dämmung des Daches erneuert werden.

Fenster austauschen

Eine weitere kritischer Punkt an einem Haus sind die Fenster. Mit einer modernen Verglasung bleibt die Wärme dort wo sie hingehört – im Wohnraum. Auch hier gilt, dass nach spätestens 20 bis 25 Jahren sich der Austausch der alten Fenster lohnt. Modern Fenster mit Hochwärmeschutzgläsern erreichen heute Passivhausniveau.

Fassade dämmen

Noch immer gibt es viele Gebäude, die noch immer eine ungedämmte oder ungenügend gedämmte Fassade haben. Diese ist dann maßgeblich für die Wärmeverluste des Gebäudes verantwortlich. Weiter können Kältebrücken an den ungedämmten Stellen für Schimmel in den Wohnräumen verantwortlich sein. Das ist nicht nur unschön anzusehen, sondern auch gesundheitsschädlich.

Verhaltensweisen überdenken

Noch immer ist vielen Menschen die Gefahr durch den Klimawandel nicht bewusst, da die Auswirkungen in Deutschland bislang überschaubar sind. Das kann sich aber in den nächsten Jahren schon ändern. Daher ist es wichtig, dass jeder seinen Beitrag leitet.

Das Ändern von Lebensgewohnheiten und Verhalten bietet dabei auch viel Potenzial zur Einsparung von CO2-Emissionen. Hier einige Beispiele:

  • Raumtemperatur regulieren und ggf. absenken
  • Richtig lüften (Stoßlüften statt Dauer-Kipp-Stellung der Fenster
  • Duschen statt Baden
  • LED-Beleuchtung nutzen
  • Zu einem Ökostromanbieter wechseln

Fazit

Im Gebäudebereich können viel Energie und CO2-Emissionen eingespart werden. Welche Modernisierungsmaßnahmen empfehlenswert sind und welchen Einspareffekt sie mit sich bringen, hängt von der individuellen Situation der Immobilie ab. Daher sollte eine unabhängige Energieberatung immer den ersten Schritt darstellen, um einen maßgeschneiderten Maßnahmenkatalog zu erstellen. So lässt sich dann auch das Klimaziel erreichen.

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