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Sonnenschutz, Regenschutz, Hitze-Management: Ein Terrassendach kann viel leisten!

Haus im Grünen mit Terrasse und Terrassendach
Sonnenschutz, Regenschutz, Hitze-Management: Ein Terrassendach kann viel leisten Foto: ©js-photo - stock.adobe.com

Sommer und Sonnenschein, der sanfte Wind weht Ihnen um die Nase – so eine Terrasse ist wirklich etwas Feines. Ganz egal, ob es um das Sonntagsfrühstück im sanften Sonnenschein geht oder um Grillen mit Freunden im Abendrot: Die Terrasse ist erweiterter Wohnraum. Eine Terrassenüberdachung schützt Ihre Terrassenmöbel vor der Witterung, die so ganzjährig im Freien bleiben können. Und natürlich schützt so eine Überdachung auch Sie: Wenn die Sonne zu unbarmherzig vom Himmel brennt, der Wind nicht mehr gar so angenehm ist oder ein milder Sommerregen Ihre Hängematte zu durchweichen droht.

Was ist eine Terrassenüberdachung?

Als Terrassenüberdachung beziehen wir erst einmal alle Formen baulicher Überdachungen. Das Sonnensegel beispielsweise, das Sie im Hochsommer für etwas Schatten aufspannen, zählt nicht dazu. Das kleine Vordach, das Ihnen Schatten spendet und ganzjährig da ist, dagegen schon. Terrassenüberdachungen können sich über die ganze Terrasse erstrecken, können nur Teile der Terrasse überdachen, sind vielleicht mit einer seitlichen Mauer, einem Sichtschutz oder Windschutz verbunden. Es gibt viele Möglichkeiten, die Terrasse vor der Witterung von oben (und optional auch den Seiten) zu schützen. Und natürlich kann das Terrassendach auch mehr leisten als nur Witterungsschutz: Die Dachfläche kann beispielsweise mit Solarpaneelen bestückt werden und damit zu einer positiveren Energiebilanz des Hauses beitragen.

Welche Möglichkeiten gibt es zur Überdachung der Terrasse?

Terrassenüberdachungen können komplett in Eigenregie umgesetzt werden, wenn man ein bisschen handwerkliches Geschick mitbringt. Mit dem fertigen Bausatz wird es einfacher, und natürlich kann man sich seine Terrassenüberdachung auch vom Profi planen und aufbauen lassen.

Zuerst einmal muss geklärt werden, ob die Überdachung durchsichtig, durchscheinend oder ganz lichtundurchlässig sein soll. Denn davon hängt das Material für die Dacheindeckung ab. Für ein undurchsichtiges Dach bieten sich Dachziegel und großformatige Blechtafeln an. Da die meisten Menschen aber Licht auf der Terrasse bevorzugen, sind Glas und Acrylglas weit häufiger zu finden. Statisch ist vor allem das Glasdach anspruchsvoll und sollte unbedingt von einem Profi ausgeführt werden. Denn die Unterkonstruktion ist bei dieser Art von Terrassenüberdachung meist aus Metall. Wird stattdessen Acrylglas, also Kunststoff, gewählt, lässt sich das Dach einfacher in Eigenregie ausführen.

Sonderfall Kunststoffe

Kunststoffe sind robust und langlebig. Neben Acryl kommen PVC und Polycarbonat in Frage. Wie kostenintensiv das Terrassendach wird, hängt von der Ausführung ab: Bei Wellplatten beispielsweise ist PVC je Quadratmeter etwa einen einen Euro günstiger als Polyester. Die Profilplatte aus Acryl dagegen ist deutlich kostenintensiver, PVC ist auch hier die günstigere Wahl. Richtig teuer werden Hohlkammerplatten, die schlagen bei Polycarbonat oder Acryl mit wenigstens 30 Euro je Quadratmeter zu Buche.

Alle Kunststoffe können komplett transparent oder milchig, eingefärbt in hellen Farben oder rauchig grau gestaltet werden. Experten raten zu milchigem Material, denn das staut die Hitze auf der Terrasse nicht so sehr wie klares Material. Denn die Sonnenstrahlen brechen bei milchigem Material nicht direkt durch. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Schmutz nicht so gut sichtbar ist.

Unter dem Dach: Tragwerk

Bausätze für die Terrassenüberdachung bestehen meist aus Holz. Enthalten sind die tragenden Balken und die Ladung, die Bedachung fehlt meist. Ausnahme: Wenn die Terrassenüberdachung inklusive Solarpaneelen erworben wird, ist das Set in der Regel komplett. Übrigens spricht vor allem der Preis für den Bausatz, denn in der kleinsten Ausführung ist der Satz schon ab 500 Euro erhältlich. Komplett selbstgeplante und umgesetzte Terrassen sind in der Regel etwas kostenintensiver. Dazu kommt die komplizierte Berechnung der Statik: Die ist alles andere als einfach. Denn wer kann schon mit Begriffen wie Schneelast, Eigenlast und Festigkeitsklassen umgehen? Fertigbausätze sind statisch bereits gut durchdacht. Wer selbst plant, sollte sich an die allgemeinen Empfehlungen halten: Trägerbalken sollten eine Stärke von 160 mal 160 Millimeter haben, bei Dachbalken reichen 100 mal 160 Millimeter. Mehr ist immer in Ordnung, weniger sollte es nicht sein. Und wer sich in den Barport-Bausatz verliebt hat, kann natürlich auch den Carport zur Terrassenüberdachung umfunktionieren.

Die Terrassenüberdachung braucht übrigens normalerweise kein komplettes Fundament, ein Betonfuß ist ausreichend. Und der kann als Fertigteil im Bauhandel erworben werden.

Ist ein Terrassendach genehmigungspflichtig?

Das Baurordnungsrecht ist Ländersache, so steht es im Grundgesetz. Ob eine Baugenehmigung für die Terrassenüberdachung eingeholt werden muss, regeln die einzelnen Bundesländer also individuell. Als Terrassenüberdachung zählt erst einmal nur eine feste Dachkonstruktion, die durch Stützen zusätzlich gesichert ist. Mobile Überdachungen wie beispielsweise Sonnensegel sind auf keinen Fall genehmigungspflichtig. Für „richtige“, also fest installierte, Dächer kommt es schlicht darauf an. Architekten und Bauingenieure wissen, ob gesetzliche Vorgaben eingehalten werden müssen, und sie kennen sich auch mit einer eventuell einzuholenden Baugenehmigung aus.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Fertigbausätze sind ab ^800 Euro erhältlich. Das sind allerdings sehr kleine Bausätze, und der Belag des Daches ist in der Regel nicht enthalten. Die Kosten liegen also auf jeden Fall darüber. Die mittlere Preiskategorie liegt bei etwa 1.500 Euro bis 3.000 Euro, und darüber ist natürlich alles möglich.

Fazit: Terrassenüberdachungen sind leistbar und sinnvoll

Abhängig davon, was die Terrassenüberdachung leisten soll, wie groß sie ausfällt und welches Material verwendet wird, sind schon im mittleren bis höheren dreistelligen Bereich gute Lösungen möglich. Mit einem Fertigbausatz lässt sich das Projekt auch gut in Eigenregie und ohne Spezialwerkzeug umsetzen. Soll es etwas Besonderes sein, darf allerdings auch professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Das ist insbesondere dann ratsam, wenn die Terrasse mit Glas überdacht werden soll, wenn Solarelemente verbaut werden oder andere Extras gewünscht sind.

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