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Kreditbeantragung: Vom Darlehensantrag bis zur Baufinanzierung
Kreditbeantragung: Vom Darlehensantrag bis zur Baufinanzierung Foto: ©MIND AND I - stock.adobe.com

Kreditbeantragung: Vom Darlehensantrag bis zur Baufinanzierung

Bei der Baufinanzierung geht es um große Summen. Bevor Sie einen Kredit erhalten, müssen Sie daher zunächst einen Darlehensantrag stellen und Ihre Solvenz nachweisen. Anhand des Antrags entscheidet die Bank, ob das Baudarlehen gewährt wird.

Möchten Sie Wohneigentum erwerben oder bauen, benötigen Sie eine passende Finanzierung. Eigenkapital und öffentliche Fördermittel allein reichen meist nicht aus, um sich den Wunsch vom Eigenheim zu erfüllen. Sie benötigen eine passende Baufinanzierung. Per Kreditvergleich finden Sie ein geeignetes Angebot. Anschließend gilt es, den Kreditantrag zu stellen und sich mit dem Kreditgeber auf Darlehenssumme und Laufzeit zu einigen.

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    Was umfasst der Kreditantrag?

    Im Kreditantrag gibt der Kreditnehmer an, welche Bedingungen er sich für sein Darlehen wünscht. Der Antrag auf Baufinanzierung umfasst in der Regel die folgenden Punkte:

    • Höhe des gewünschten Darlehens
    • Wunschlaufzeit des Kredits
    • gewünschte Höhe der Tilgungsrate
    • gegebenenfalls gewünschte anfängliche Tilgung des Kredits
    • Selbstauskunft des Antragstellers mit Angaben zur Person und zur finanziellen Situation

    Den Kreditantrag können Sie persönlich bei der Bank einreichen oder per Post einsenden. Auch die Zusendung als Fax ist bei vielen Banken möglich. Einige Kreditinstitute bieten darüber hinaus die Option an, den Antrag schnell und unkompliziert online zu stellen.

    Baukreditbeantragung durch junges Paar
    Für die Bewilligung eines Baukredits ist die Kreditbeantragung erforderlich Foto: ©Rido - stock.adobe.com

    Welche Unterlagen werden für die Kreditbeantragung benötigt?

    Bei der Baufinanzierung geht es meist um hohe Darlehenssummen. Um sicherzustellen, dass der Kreditnehmer das Darlehen auch zuverlässig zurückzahlen kann, fordern Banken Unterlagen zur Prüfung der Bonität und der Einkommensverhältnisse des Antragstellers an. Diese Unterlagen sollten Sie möglichst früh zusammenstellen. Am besten reichen Sie die Dokumente direkt mit dem Kreditantrag ein. Je früher dem Kreditgeber die Unterlagen vorliegen, umso schneller kann er über die Bewilligung entscheiden.

    Welche Dokumente Sie im Einzelnen benötigen, kann sich von Bank zu Bank unterscheiden. In der Regel fordern alle Kreditgeber die folgenden Unterlagen an:

    • bei angestellt Beschäftigten: Lohn- oder Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate, letzter Einkommenssteuerbescheid oder Bescheide der letzten zwei bis drei Jahre
    • bei Rentnern: letzte Rentenbescheide
    • bei Selbstständigen: Bilanzen und Gewinnermittlungen der letzten zwei oder drei Jahre, betriebswirtschaftliche Auswertung, falls vorhanden zudem der Gesellschaftervertrag, Auszug aus dem Handelsregister und bei zusammenhängenden Gesellschaften eine Verflechtungsübersicht
    • das vom Kreditgeber ausgehändigte Formular zur Selbstauskunft
    • Eigenkapitalnachweis in Form von Konto- oder Depotauszügen oder Schenkungsnachweisen
    • Kopie Personalausweis
    • gegebenenfalls Nachweis über eine private Krankenversicherung
    • vom Antragssteller unterschriebene SCHUFA-Selbstauskunft
    • Nachweis über weitere bestehende Verbindlichkeiten

    Stellen Sie einen Kreditantrag zur Baufinanzierung, müssen Sie darüber hinaus Unterlagen zur Immobilie einreichen. Anhand dieser Dokumente schätzt der Kreditgeber den Wert des Objektes ein und prüft, ob die gewünschte Höhe des Darlehens gerechtfertigt ist. In der Regel werden folgende Unterlagen angefordert:

    • vom Notar beglaubigter Kaufvertrag oder Vertragsentwurf
    • Grundbuchauszug, nicht älter als drei Monate
    • Baupläne und Grundrisse
    • Bebauungsplan
    • Berechnung der Bruttogrundfläche, der Wohn- und Nutzfläche
    • Lage- oder Katasterplan
    • Wohnnebenkostenberechnung
    • Exposé oder Verkaufsprospekt
    • Teilungserklärung bei Eigentumswohnungen
    • Kopie der Gebäudeversicherung
    • Fotos des Objekts

    Planen Sie den Bau einer Immobilie, müssen noch weitere Dokumente eingereicht werden:

    • Baugenehmigung
    • Baubeschreibung
    • Baukostenschätzung
    • Erschließungskosten
    • Kopie Rohbauversicherung
    • Aufstellung der Eigenleistungen
    • Auszug aus dem Baulastenverzeichnis

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    Kreditvertrag Baufinanzierung
    Für die Kreditbeantragung müssen Sie eine Selbstauskunft abgeben Foto: ©Dan Race - stock.adobe.com

    Selbstauskunft

    Zum Kreditantrag gehört auch die sogenannte Selbstauskunft. Beantragen Sie ein Baudarlehen, erhalten Sie dieses Formular vom Kreditgeber und müssen es vollständig ausgefüllt und inklusive aller erforderlichen Nachweise einreichen. Beantworten Sie alle Fragen wahrheitsgemäß. Unstimmigkeiten fallen bei der Überprüfung der Nachweise auf und können dazu führen, dass die Bank Ihren Kreditantrag ablehnt.

    Die Selbstauskunft umfasst:

    • Angaben zur Person der Kreditgeber: Als Nachweis reichen Sie eine Kopie Ihres Personalausweises oder Reisepasses ein.
    • Auflistung der Einnahmen und Ausgaben: Zum Nachweis dienen Kontoauszüge.
    • Angaben zur beruflichen Situation: Angestellte reichen ihren Arbeitsvertrag und Gehaltsnachweise ein, etwa die letzte Lohnsteuererklärung oder die Gehaltsabrechnungen der letzten Monate.
    • Angaben zu Vermögen und Verbindlichkeiten: Zum Nachweis legen Sie dem Antrag bestehende Kreditverträge bei.
    • Angaben zu Einkünften bei Selbstständigen und Freiberuflern: Als Einkommensnachweis dienen der letzte Einkommensbescheid, Bilanzen sowie bei Freiberuflern die Einnahmen-Überschussrechnung.
    • Zustimmung zur Einholung der SCHUFA-Auskunft: Anhand der SCHUFA-Auskunft überprüft der Kreditgeber Ihre Kreditwürdigkeit. Kontrollieren Sie daher frühzeitig vor dem Einreichen eines Kreditantrags, ob alle abbezahlten Kredite aus Ihren SCHUFA-Einträgen gelöscht sind.

    Wann sollte der Kredit beantragt werden?

    Sind alle Unterlagen vollständig bei der Bank eingegangen, werden diese genau geprüft. Der Kreditgeber ist daran interessiert, sein Risiko bei der Kreditvergabe zu minimieren. Bei Kreditnehmern mit guter Bonität und Kreditwürdigkeit gilt es als wahrscheinlich, dass sie ihre Raten pünktlich und zuverlässig zurückzahlen. Haben Sie dagegen bereits einige ausstehende Verbindlichkeiten, schätzt die Bank die Kreditvergabe als höheres Risiko ein.

    Bei der Baufinanzierung nimmt die Prüfung der Unterlagen meist mehr Zeit in Anspruch als bei der Beantragung eines vergleichsweise geringen Ratenkredits. Im Durchschnitt dauert es drei bis 14 Werktage, bis der Kreditgeber eine Entscheidung fällt. Fehlen Nachweise, verzögert dies die Prüfung. Bereiten Sie Ihren Kreditantrag daher möglichst frühzeitig vor, sobald Sie alle erforderlichen Unterlagen beisammen haben, und reichen Sie alle Dokumente vollständig ein.

    Voraussetzung für die Kreditbewilligung

    Wer eine Baufinanzierung beantragen möchte, muss grundsätzlich die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

    • Der Kreditnehmer muss volljährig sein, sollte aber das Alter von 75 Jahren nicht überschritten haben.
    • Der Kreditnehmer muss voll geschäftsfähig sein.
    • Der Hauptwohnsitz befindet sich in Deutschland.
    • Es besteht eine Bankverbindung bei einem deutschen Bankinstitut.
    • Der Kreditnehmer verfügt über ein geregeltes Einkommen.
    Beratungsgespräch zur Baufinanzierung
    Beratungsgespräch zur Baufinanzierung Foto: ©goodluz - stock.adobe.com

    Was ist beim Darlehensvertrag zu beachten?

    Beantragen Sie einen Kredit zur Baufinanzierung, erhalten Sie von der Bank den Darlehensvertrag vorgelegt. Lesen Sie sich diesen Vertrag in aller Ruhe durch, bevor Sie ihn unterzeichnen. Achten Sie dabei vor allem auf die folgenden Punkte:

    • Studieren Sie das Kleingedruckte und prüfen Sie, ob alle hier aufgeführten Punkte tatsächlich in Ihrem Sinne sind.
    • Seriöse Kreditgeber verlangen Sicherheiten sowie eine SCHUFA-Auskunft. Nur sehr wenige Institute vergeben Kredite ohne SCHUFA-Einsicht – und verlangen dafür meist sehr hohe Zinssätze.
    • Prüfen Sie, welche Gebühren der Darlehensvertrag aufführt. Wurden alle Gebühren im Vorhinein mit Ihnen besprochen? Fallen Ihnen versteckte Gebühren auf, sollten Sie dies in jedem Fall mit Ihrer Bank abklären.
    • Beachten Sie, ob die Vergabe des Kredits an den Abschluss einer Restschuldversicherung gekoppelt ist, für die weitere Kosten anfallen.
    • Prüfen Sie, welche Regelungen für Sondertilgungen bestehen und welche Gebühren für eine vorzeitige Tilgung des Darlehens anfallen. Die Möglichkeit zur Sondertilgung lohnt sich, falls Ihnen während der Laufzeit des Kredits eine größere Summe zur Verfügung steht.
    • Beachten Sie außerdem, welche Regelungen für ein Aussetzen der Ratenzahlungen bestehen. Treten während der Laufzeit des Kredites finanzielle Engpässe auf, ist es von Vorteil, wenn Sie eine Rate aussetzen und zu einem späteren Zeitpunkt nachzahlen können.

    Darlehensbewilligung - diese Punkte sollten Sie prüfen

    Hat der Kreditgeber Ihren Antrag positiv geprüft, erhalten Sie die Darlehensbewilligung. Darin sagt Ihnen das Kreditinstitut rechtlich verbindlich zu, dass Sie den Kredit erhalten. Üblicherweise wird die Darlehensbewilligung per Post zugestellt. Zusammen mit der Darlehensbewilligung geht in der Regel auch das Darlehensangebot ein.

    Das Angebot sollte die folgenden Punkte auflisten:

    • die Darlehenssumme
    • die Laufzeit
    • den Nominalzins
    • den Effektivzins
    • den Beleihungswert der Immobilie
    • Informationen zu Ratenzahlungen, Sondertilgungen und Tilgungsbedingungen

    Prüfen Sie, ob alle diese Angaben mit dem übereinstimmen, was Sie mit Ihrer Bank vereinbart haben. Fallen Ihnen Unstimmigkeiten auf oder haben Sie Fragen, setzen Sie sich mit dem Kreditgeber in Verbindung. Der Darlehensvertrag tritt erst in Kraft, wenn Sie ihn unterzeichnet an das Kreditinstitut zurückgesendet haben. Bis dahin haben Sie also Zeit, alle auftretenden Fragen zu klären und gegebenenfalls einzelne Aspekte des Vertrags zu ändern.

    Sind Sie mit allen Angaben einverstanden, unterschreiben Sie den Vertrag und schicken ihn an den Darlehensgeber. Der Kredit wird Ihnen dahingehend auf Ihr Konto ausgezahlt.

    Darlehen wurde abgelehnt - Gründe und mögliche Lösungen

    Lehnt die Bank Ihren Antrag auf Baufinanzierung ab, kann es dafür die folgenden möglichen Gründe geben:

    • Laut SCHUFA-Auskunft weisen Sie eine schlechte Bonität auf.
    • Sie können keine Sicherheiten vorweisen.
    • Sie verfügen über kein regelmäßiges Einkommen.
    • Es laufen bereits mehrere Kredite, die zur selben Zeit abbezahlt werden.
    • Die eingereichten Unterlagen sind unvollständig.

    Was können Sie tun, wenn Ihr Kreditantrag abgelehnt wurde? Prüfen Sie zunächst die Gründe. Hat die Bank Ihren Antrag etwa aufgrund negativer SCHUFA-Einträge nicht bewilligt, gehen Sie diese Einträge noch einmal genau durch. Eventuell finden sich in Ihrer SCHUFA-Auskunft noch alte Kredite oder Verbindlichkeiten, die Sie längst abbezahlt haben. Lassen Sie diese Einträge löschen, können Sie noch einmal versuchen, eine Baufinanzierung zu beantragen.

    Schätzt die Bank Ihre Bonität als zu gering ein, um ein Baudarlehen zu bewilligen, kann es helfen, einen solventen zweiten Kreditnehmer oder einen Bürgen als Sicherheit anzugeben. Schließlich können Sie auch versuchen, Ihren Antrag bei einer anderen Bank zu stellen. Da die Kriterien zur Kreditbewilligung sich von Institut zu Institut unterscheiden, ist ein anderer Kreditgeber vielleicht eher dazu bereit, Ihre Baufinanzierung zu übernehmen.

    Baukredit, Kosten für das Haus
    Nach der erfolgreichen Beantragung erfolgt die Bewilligung des Baukredits Foto: ©js-photo - stock.adobe.com

    Bestandteile der Darlehensurkunde

    Wurde der Kredit bewilligt, erhalten Sie die sogenannte Darlehensurkunde, umgangssprachlich auch als Kredit- oder Darlehensvertrag bezeichnet. Sofern der Kredit von einer Bank vergeben wird, unterliegt der Kreditvertrag in Deutschland dem Schuldrecht gemäß §§488 Bundesgesetzbuch (BGB). Dort sind die Mindestanforderungen aufgeführt, die der Darlehensvertrag zu erfüllen hat, ebenso wie die Bestandteile, die unbedingt in der Darlehensurkunde enthalten sein müssen:

    • namentliche Nennung und persönliche Daten des Kreditnehmers und des Kreditgebers
    • Art des Kredits
    • Darlehenssumme
    • Kreditzinsen
    • Gesamtkosten des Kredits
    • Kreditlaufzeit und Tilgung
    • Kreditsicherheiten
    • Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
    • Kündigungsrechte für Kreditgeber sowie Kreditnehmer

    Zusätzlich enthält die Darlehensurkunde in den meisten Fällen eine SCHUFA-Klausel. Damit erklären Sie sich einverstanden, dass die Bank Ihre Daten an die SCHUFA weitergibt.

    Auf Basis Ihres Kreditantrags entscheidet die Bank über Genehmigung oder Ablehnung des Baudarlehens. Füllen Sie alle Unterlagen sorgfältig aus und reichen Sie erforderliche Nachweise vollständig ein, um sich Ihre Baufinanzierung zu sichern.

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