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Heizsysteme richtig einsetzen: von Holz bis Infrarot

Heizungssteuerung
Heizsysteme richtig einsetzen: von Holz bis Infrarot Foto: Rudy and Peter Skitterians / Pixabay

Die Mieten steigen ins Astronomische und die Einkommensentwicklung hält nicht Schritt. Bevor ein Großteil des Gehalts für Miete aufgewendet wird, entscheiden sich viele für eine eigene Immobilie. Die Zinsen sind niedrig, eine gute Gelegenheit, sich ein Haus zu kaufen oder zu bauen. Beides hat seinen Charme. Ein günstiges Haus inklusive großem Grundstück kann ein Schnäppchen sein oder zur Geldvernichtungsmaschine werden. Insbesondere dann, wenn die komplette Heizung zu modernisieren ist. Bei einem Hausbau kann der Bauherr den Energiestandard bereits bei der Planung berücksichtigen.

Energiestandards bei der Hausplanung berücksichtigen

Wer auf lange Sicht Geld sparen möchte, plant seinen Energiestandard beim Neubau weise. Das ist wesentlich günstiger als nach gewisser Zeit nachzurüsten. Die Wärmedämmung ist die Basis für ein energieeffizientes Haus und senkt den Wärmebedarf. Denn das einzusetzende Heizsystem hängt vom tatsächlichen Wärmebedarf ab. Dabei spielen auch Anbauten (Balkone, Wintergärten, Dachgauben) und der Standort eine große Rolle, wenn es um die passende Heizung geht. Ist das Gebäude gut gedämmt, puffert es die Temperaturen im saisonalen Wechsel ab. Steht es zudem in der prallen Sonne, bieten sich solarthermische Kollektoren an. Damit kann sogar im Frühjahr und Herbst die Heizanlage entlastet werden. Wichtig für das künftige Heizsystem sind eventuelle Lagermöglichkeiten. Pellets benötigen beispielsweise einen eigenen Lagerraum. Das gilt in gleichem Maße für eine Wärmepumpe und Solarthermie-Anlage. Hier ist ein Pufferspeicher nötig, der Platz braucht.

Bedarfsgerecht einheizen mit Infrarot und Co.

Wenn klar ist, wie hoch der Wärmebedarf in einzelnen Räumen ist, geht es an die Planung des Heizsystems. Fußbodenheizungen erzeugen ein gemütliches Klima und sind eine Wohltat für die Füße. Sie sind in Wohn- und Schlafbereichen optimal eingesetzt. In schlecht gedämmten Häusern sorgen Heizkörper, die aus einem Heizkessel versorgt werden für angenehme Temperaturen. Unter Umständen ist es gar nicht nötig, alle Räume gleich zu beheizen. Während sich Hausbesitzer in Wohnräumen oder der Küche stundenlang aufhalten, genügt in selten genutzten Bereichen eine Grundwärme. Dazu zählen Bad, WC oder ein Wellnessbereich im Keller. In diesen Fällen eignet sich eine Infrarotheizung, die per Knopfdruck Wärme abstrahlt. Zudem bereichern Infrarotheizungen Bereiche, in denen eine wohlige Wärme geschätzt wird. Im Wintergarten unter Palmen sorgt sie für karibisches Feeling. Infrarot als Komplettheizsystem benötigt allerdings eine sehr gute Dämmung des Hauses.

Regenerative Brennstoffe als Basis für die Heizung

An regenerativen Brennstoffen kommt heute kein Hausbauer vorbei. Dafür sorgt die Energieeinsparverordnung (EnEV). Sie gibt Effizienzstandards vor, die Bauplaner bei Neubauten berücksichtigen müssen. Erneuerbare Energien sind grundsätzlich einzubinden. Das kann auch in Kombination mit herkömmlichen Technologien erfolgen. Die Vielfalt an Heizsystemen kann Bauherren geradezu erschlagen. Eine passende Heizlösung ist dabei eine Frage der Nachhaltigkeit und des persönlichen Geschmacks. Sicherlich spielt auch die Anbindung an Fernwärmenetze eine Rolle. Eine vorausschauende Planung erspart auf jeden Fall viel Unmut. Denn fossile Brennstoffe, wie Erdöl, Kohle oder Erdgas stehen sind endlich. Alternative Technologien sind demnach ein Muss bei zukunftsorientierten Heizsystemen. Das können Holzheizungen (Pellets) oder Wärmepumpen mit Solaranlagen sein. Sie erzeugen umweltfreundlich und kostengünstig den benötigten Strom. Dabei kann der Bauherr doppelt sparen. Wer die vorgegebenen Effizienzstandards erfüllt, kann auf Fördergelder vom Staat bauen. Energie sparen, die Umwelt schonen und dafür belohnt werden – besser gehts nicht.

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