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Förderungen für Hausmodernisierungen – darauf können Eigenheimbesitzer bauen

Sanierung im Haus
Modernisierungen können sehr viele Vorteile mit sich bringen - zunächst gilt es jedoch, eine passende Finanzierung samt Förderung zu finden. Foto: @ Milivoj Kuhar / Unsplash.com

In den letzten Jahren ist eine heftige Debatte darum entstanden, wie der Mensch das Klima beeinflusst. Unter dem Eindruck dieser Klimaschutzdebatte hat die Bundesregierung Regelungen erlassen, um ambitionierte Klimaziele zu erreichen. Dabei geht es vor allem um eine Reduzierung von CO2, das in Deutschland ausgestoßen wird.

Betroffen ist davon auch die Immobilienbranche. Inzwischen gelten Auflagen für Neubau und Modernisierung. Wer als Besitzer sein Haus energetisch auf den neuesten Standbringen will, nimmt heute für Fassade, Dach oder neue Türen und Fenster sehr viel Geld in die Hand. Und kann sich dabei unter die Arme greifen lassen. Förderungen in Form von Krediten und Zuschüsse sollen finanzielle Anreize schaffen. Welche Maßnahmen werden gefördert? Und welche Kredite gibt es überhaupt?

Energieeffizient sanieren – das KfW-Programm

Eine der bekanntesten Förderungen für die Modernisierung von Immobilien aus dem Bestand sind immer noch die KfW-Programme. Dabei ist zwischen zwei Förderansätzen zu unterscheiden. Einmal gibt es Förderkredite mit besonders günstigen Konditionen. Der zweite Ansatz sind Zuschüsse, welche Hausbesitzer in Anspruch nehmen können – etwa im Rahmen eines Förderkredits oder als eigenständige Maßnahme – wie für einen Energieberater, der die Sanierung einer Immobilie begleitet.

Kernelement der staatlichen KfW-Förderung ist in diesem Zusammenhang das Kreditprogramm 151. Letzteres ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet:

  • bis 100.000 EUR für Haus/Wohneinheit
  • oder bis 50.000 EUR für Einzelmaßnahmen
  • tilgungsfreie Phase zwischen 1 bis 5 Jahre
  • Zinsbindung bis zu 10 Jahre.

Zusätzlich zum eigentlichen Förderdarlehen kann das Programm mit einem Zuschuss für den Energieberater verknüpft werden. Hierfür stecken im Packet noch einmal 4.000 Euro zusätzlich. Außerdem locken attraktive Tilgungszuschüsse von bis zu 27.500 Euro, die einen Wohnkredit noch einmal deutlich günstiger gestalten können. Diese hängen jedoch vom Erreichen bestimmter Energiestandards ab.

Letzteres gibt es bei der KfW aber auch als separaten Zuschuss – im Förderprogramm 431. Übernommen werden allerdings nicht 100 Prozent der entstehenden Kosten. Der Zuschuss deckt die Hälfte der Ausgaben für den Energieberater.

Dämmung Haus
Energetische Maßnahmen wie eine gute Dämmung senken die Heizkosten erheblich. Foto: AKuptsova / Pixabay

Parallel lassen sich aus dem Topf der KfW weitere Zuschüsse aktivieren. Hierzu gehört beispielsweise der Investitionskostenzuschuss für Maßnahmen von bis zu 30.000 EUR. Aber: Diese Summe ist die Höchstförderung, welche nur in bestimmten Fällen abgerufen werden kann. Zu erreichen ist im Zuschuss-Programm 430 der KfW-Effizienzstandard 55. Dann übernimmt der Zuschuss bis zu 30 Prozent der entstehenden Kosten. Heißt im Klartext: Die Immobilie muss mit den Maßnahmen später einen Primärenergieverbrauch realisieren, der nur noch 55 Prozent dessen entspricht, was die EnEV für Immobilien heute als Richtwert vorsieht. Für das Effizienzhaus 100 würde es 17,5 Prozent an Zuschuss geben – maximal aber eine Summe von 17.500 EUR.

Diese Förderung greift nur bei einer Komplettsanierung. Einzelmaßnahmen sind mit maximal 10 Prozent bis zu einer Höhe von 5.000 EUR förderfähig.

Tipp: Wer als Eigentümer plant, eine Brennstoffzelle für die eigene Immobilie einzusetzen, kann über die KfW noch einmal zusätzlich Geld locker machen. In den Fördermaßnahmen ist ein entsprechender Zuschuss vorgesehen, der sich auf bis zu 28.200 EUR beläuft. Gefördert wird dabei mit einem Festbetrag von 5.700 EUR und einem leistungsabhängigen Zuschuss.

Altersgerecht umbauen und Einbruchschutz

Möglichst lange selbstbestimmt leben – ein Ziel, das heute auch Eigentümer umtreibt. Ist es mit 70 Jahren noch möglich im Eigenheim zu leben. Selbst, wenn die Gesundheit nicht mehr so richtig mitspielt, lassen Eigentümer ihre Immobilie nur schweren Herzens los.

Barrierefreiheit hilft dabei, möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben zu können. Aber: Die Bedürfnisse einer jungen Familie sehen ganz anders aus als jene Ansprüche, die Best Ager haben. Barrierefreiheit bewahrt letztlich aber nicht nur langfristig das eigene Zuhause. Es geht auch um Maßnahmen zur Wertsteigerung.

Durch die KfW werden der altersgerechte Umbau und die Schaffung für mehr Sicherheit – im Sinne eines höheren Einbruchsschutzes zusammengefasst. Wie sehen die möglichen Fördermaßnahmen aus? Über das Kreditprogramm 159 stellt die KfW Summen von bis zu 50.000 EUR je Wohneinheit zur Verfügung.

Tipp: Diese Förderung muss nicht isoliert in Anspruch genommen werden. Steht eine Modernisierung für mehr Energieeffizienz an, lassen sich beide Maßnahmenpakete durchaus gemeinsam stemmen – und über die KfW fördern. Zusätzlich zum Förderkredit haben Eigentümer die Möglichkeit, zwei Zuschüsse in Anspruch zu nehmen. Mit deren Hilfe können Maßnahmen zur Barriere-Reduzierung und dem Einbruchsschutz finanziert werden.

Weitere Fördermöglichkeiten

KfW Förderungen sind nicht die einzige Möglichkeit, um sich bei Modernisierungen unter die Arme greifen zu lassen. Eine Säule für alle, die energetische Maßnahmen ins Auge fassen, kann das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle – abgekürzt BAFA – sein.

Zudem bietet inzwischen auch auf Landesebene inzwischen die Möglichkeit, Förderungen für die Immobilie in Anspruch zu nehmen. So bietet zum Beispiel das Land Brandburg direkt einen Kredit, der auf eine Förderung für Mietobjekte abzielt. Deren Eigentümer erhalten hier bis zu 100.000 EUR für die Immobilie. Parallel bietet laut Verbraucherzentrale die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) einen Förderkredit mit dem gleichen Zweck, der bis zu 40.000 EUR für eine energieeffiziente Sanierung von selbstgenutztem Wohnraum bietet.

Eigentümer sind gut beraten, sich nicht nur bei der KfW nach entsprechenden Förderungen umzusehen. Gerade auf Landesebene bietet sich oft genug Gelegenheit, weitere Unterstützung in der Sanierung einer Immobilie zu erhalten.

Fazit: Sanierung einer Immobilie fördern lassen

Aktuell steht der Immobilienmarkt – durch die stark steigenden Hauspreise – im Fokus. Dabei wird oft vergessen, dass im Bestand sehr viel Potenzial schlummert. Ein höherer Grad an Energieeffizienz ist durch vielfältige Maßnahmen erreichbar. Neben der Dämmung geht es um eine neue Heizung. Aber auch Barrierefreiheit spielt eine wichtige Rolle. Wer als Eigentümer zum großen Rund-um-Schlag ansetzt, muss viel Geld in die Hand nehmen. Förderungen gibt es vor allem seitens der KfW. Was anfangs nur wenige Eigentümer wissen. Andere Ministerien und Behörden sowie Landesbanken greifen genauso unter die Arme. Auf diese Weise kann der finanzielle Aufwand abgefangen werden.

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