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Abfalltrennung in der Küche
Beim Kochen entstehen zwangsläufig auch Abfälle - da macht ein vernünftiges Abfallsystem viel Sinn Foto: Photo by Jason Briscoe on Unsplash

Warum ist die Abfalltrennung notwendig?

Wer sich zu dem Thema nicht viel Gedanken macht, könnte ganz einfach sagen: Weil der Gesetzgeber es vorschreibt. Der hat jedoch gute Gründe für die Vorschriften. Die bestehen hauptsächlich darin, die Umwelt zu schonen und Rohstoffe (und somit Kosten) einzusparen. Ein großer Teil des Hausmülls landet noch immer auf Deponien. Da der zur Verfügung stehende Platz jedoch begrenzt ist, muss im Interesse aller Verbraucher so wenig Müll wie möglich produziert werden. 

Außerdem sind Materialien wie leere Gläser und Konservendosen, alte Zeitungen und Plastikverpackungen kein Abfall, sondern so genannte Sekundärrohstoffe. Sie werden gereinigt, aufbereitet und zu neuen Produkten verarbeitet.

Was ist mit Biomüll?

Biomüll wird gesondert gesammelt, weil er kompostiert wird. Der Vorgang der Kompostierung gleicht dabei der Humusbildung im Boden. Unter dem Einfluss des Luftsauerstoffs werden durch Bodenbakterien organische Stoffe abgebaut und in Humus umgewandelt. Das ist keineswegs neu. Früher kamen in jedem Bauernhaus die Küchenabfälle auf den Misthaufen. 
Damit Biomüll kompostiert werden kann, muss er allerdings frei von Fremdstoffen wie Plastik oder Metall sein. 

Zubereiten von Speisen in der Küche
Bei der Zubereitung von Speisen entsteht oft Bioabfall, der nicht im Hausmüll entsorgt werden sollte Foto: © nenetus - stock.adobe.com

Wie kann die Abfalltrennung in der Küche geplant werden?

Zu diesem Thema machen sich die meisten Verbraucher wahrscheinlich keine Gedanken. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass eine gut organisierte Abfalltrennung einen wesentlichen Beitrag nicht nur zum ergonomischen Arbeiten, sondern auch zur Hygiene beiträgt. Die eine oder andere Art von Abfall fällt bei der Küchenarbeit immer an. Das Ziel der Abfalltrennung besteht darin, diese Abfälle erstens möglichst unauffällig und hygienisch zu lagern und den Aufbewahrungsort in den normalen Arbeitsablauf zu integrieren, so dass Sie nicht mit tropfen Abfällen quer durch die Küche rennen müssen. Grundsätzlich gibt es 2 Varianten, wie Sie die Abfalltrennung in Ihrer Küche organisieren können. Darüber erfahren Sie in den folgenden Abschnitten mehr. 

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Varianten der Abfalltrennung

Küchenexperten unterscheiden zwischen 2 Formen: freistehende Trennsysteme und Einbausysteme. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. 

Freistehende Trennsysteme

Bei dieser Variante der Abfalltrennung handelt es sich um Müllbehälter oder Ständer zum Einklemmen von Säcken, die Sie ganz nach Belieben aufstellen können. Die Müllbehälter können in den meisten Fällen bequem und einfach mit einem Fußpedal geöffnet werden, so dass Sie sich zum Öffnen weder bücken noch die Hände zu Hilfe nehmen müssen. 

Der Mülleimer aus Omas Zeiten hat heute jedoch ausgedient. Im Zeitalter der Mülltrennung besteht ein moderner Müllbehälter aus mindestens 2 Behältern, einen für Biomüll und einen für Restmüll. 

Die Vor- und Nachteile von freistehender Trennsysteme

Vorteile

  • Die Behälter haben eine große Aufnahmekapazität. Je nach Bauart kann so ein Müllbehälter 20 Liter und mehr fassen. 
  • Das Trennsystem kann beliebig platziert werden. Besonders in Küchen mit unregelmäßigen Grundriss finden sich dadurch Ecken und Winkel, die sonst nicht (oder nur durch Küchenmöbel in teurer Sonderanfertigung) ausgenutzt werden könnten. 
  • Zudem sind derartige Müllbehälter einfach aufgebaut, robust und kostengünstig.

Nachteile

  • Der Müllbehälter oder Müllständer steht offen in der Küche. Das kann unter Umständen nicht gerade appetitlich wirken.
  • Der Vorteil der großen Kapazität bringt zudem auch Nachteile. Diese kann dazu führen, dass der Müll seltener entsorgt wird. Gerade im Sommer ist das nicht besonders hygienisch. Zudem kann es passieren, dass der Müllbehälter im Weg steht.
  • Oft kommt es auch vor, dass er aus Platzgründen in irgendeiner entfernten Ecke steht, so dass Sie mit den Küchenabfällen weit laufen müssen. 

Einbausystem zur Mülltrennung in der Küche
Einbausystem zur Mülltrennung in der Küche Foto: ©Unclesam - stock.adobe.com

Einbausysteme

Der Name verrät es bereits. Bei Einbausystemen sind die Müllbehälter auf verschiedene Art und Weise in die Unterschränke eingebaut. Sehr beliebt ist zum Beispiel der Einbau in den Unterschrank der Spüle. Sehr beliebt sind Vollauszüge mit mechanischer oder elektrischer Öffnungsunterstützung. Es genügt ein sanfter Druck oder bei sensorunterstützten Systemen sogar nur eine Berührung mit der Fußspitze, damit der Auszug ausfährt. Sie können den Müll einwerfen, ohne die Hände benutzen zu müssen. 

Bei anderen Einbausystemen sind die Müllbehälter in die Türen integriert. Alle Müllbehälter sind aus hygienischen Gründen noch zusätzlich mit einem Deckel versehen. Einige davon haben sogar einen Aktivkohlefilter, um unangenehme Gerüche zu binden. 

Für Biomüll gibt es sogar eine besonders elegante Lösung. In die Arbeitsplatte wird eine meist runde Öffnung gebohrt. An der Unterseite wird ein Einschub montiert, in dem ein Müllbehälter befestigt wird. Wenn Sie auf der Arbeitsplatte die Speisen vorbereiten, können Sie die Küchenabfälle direkt in den Mülleimer werfen. 

Die Vor- und Nachteile von Einbausystemen

Vorteile

  • Der größte Vorteil ist ihre Diskretion. Da die Behälter eingebaut sind, bleiben sie unsichtbar und stören nicht das Gesamtbild einer perfekten Küche.
  • Zur Mülltrennung müssen Sie keine langen Wege zurücklegen. Der Behälter für Biomüll unter der Arbeitsplatte ist eine besonders elegante Lösung. 
  • Viele Einbausysteme sind so konstruiert, dass sie ohne Benutzung der Hände betätigt werden können. Das ist bequem und hygienisch. 

Nachteile

  • Die Behälter haben oft nur eine geringe Kapazität und müssen häufiger geleert werden. 
  • Da es sich oft um Sonderanfertigungen nach Maß handelt, sind sie meist teurer als freistehende Systeme. 
  • Die Müllbehälter benötigen in den Unterschränken Platz, der dann als Stauraum nicht zur Verfügung steht. 

Der optimale Ort für das Müllsystem in der Küche

Für die Beantwortung dieser Frage gibt es keine einheitliche Antwort. Für welches System Sie sich entscheiden und wo Sie es platzieren, hängt von Umständen ab. 

Wenn Ihre Küche zum Beispiel nach Maß gefertigt ist, stellt wahrscheinlich ein Einbausystem die beste Lösung dar. In einer maßgefertigten Küche ist der Grundriss des Raums optimal ausgenutzt. Da wäre für freistehende Trennsystem gar kein Platz vorhanden. Sie würden wie Fremdkörper im Raum wirken. 

Anders sind die Umstände, wenn Sie eine modular aufgebaute Küche haben oder der Raum einen unregelmäßigen Grundriss hat. Da bleiben erfahrungsgemäß immer Ecken oder Nischen übrig, die nicht genutzt werden können. Vorausgesetzt, sie sind nicht unmittelbar neben der Essecke, sind diese Plätze ideal, um dort einen freistehenden Müllbehälter aufzustellen. 

Worauf Sie achten sollten

Wenn es um Müll geht, ist Hygiene oberstes Gebot. Leeren Sie die Behälter regelmäßig und warten Sie nicht, bis sich Geruch entwickelt. Diese Regel ist besonders bei hohen Außentemperaturen wichtig. Leeren allein genügt nicht. Reinigen Sie die Behälter nach dem Leeren gründlich mit keimtötenden Reinigungsmitteln. Kleiden Sie die Behälter immer mit Müllbeuteln aus. Das erleichtert die Leerung und die Reinigung. Es gibt sogar Müllbeutel mit Duft. 

Aus hygienischen Gründen sollten Sie niemals irgendwelche Lebensmittel in der Nähe der Müllbehälter lagern. Maximal könnten Sie Putzmittel und Reinigungsgeräte wie Kehrschaufel und Besen neben die Mülleimer stellen. 

Die Müllbeutel bestehen aus Plastikfolie. Für den Biomüll sollten Sie daher nur Papiertüten verwenden, weil Plastik nicht kompostiert werden kann. 

Abfall, der viel Platz einnimmt, wie beispielsweise alte Zeitungen oder Plastikverpackungen, Folie und ähnliches, können Sie separat aufbewahren, eventuell im Keller oder in einer Ecke auf dem Balkon. 

Fazit

In jeder Küche entsteht Müll, der getrennt gesammelt werden muss. Zur Aufbewahrung können Sie freistehende Müllbehälter oder Einbausysteme verwenden. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Wichtig ist jedoch, auf gute Hygiene zu achten und die Müllbehälter regelmäßig zu leeren und zu reinigen.

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