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Moderne Küche mit Smart Home Technologie
Moderne Küche mit Smart Home Technologie für die intelligente Steuerung und Automatisierung Foto: © Robert Kneschke - stock.adobe.com

Smarte Küchen

Technologie des 21. Jahrhunderts in der Küche

In den letzten Jahren ist immer mehr von Smart Home Systemen die Rede. Die unterschiedlichsten elektrischen und elektronischen Geräte werden untereinander verbunden. Sie können per App, Sprachkommandos oder über das Internet gesteuert werden oder funktionieren automatisch. Besonders in der Küche tun sich dadurch ganz neue Möglichkeiten auf. Smarte Küchen sparen Zeit und machen viele Dinge bequemer. Dabei müssen Sie nicht gleich Computergenie sein und große Summen investieren. Der Einstieg in die Smart-Kitchen-Welt ist einfach und für Techniklaien problemlos möglich. Wir zeigen Ihnen in diesem Ratgeber, Möglichkeiten und sinnvolle Konzepte für die Umsetzung intelligenter Systeme in der Küche.

Was bedeutet Smart Home Technologie in der Küche?

Das ist ein Oberbegriff für eine ganze Reihe von Anwendungen. Als zentrales Bedienelement dient entweder eine Steuereinheit oder das Smartphone bzw. der Tablet PC. Gesteuert werden in erster Linie Grundfunktionen wie Heizung und Beleuchtung. Wie auch in den anderen Räumen des Hauses können diese in der Küche entweder ferngesteuert oder programmiert werden.

Das bedeutet beispielsweise, dass sich morgens rechtzeitig vor dem Aufstehen die Heizung einschaltet und wenn der letzte Bewohner das Haus verlassen hat, wieder herunter fährt. Sie können auch Heizung oder Licht von unterwegs mit Ihrem Smartphone einschalten. Die Beleuchtung wird durch Bewegungsmelder eingeschaltet. Das erhöht den Komfort und spart Energie. 

In Küche wird die Smart-Home-Technologie mittlerweile in vielen Küchengeräten integriert. So können konventionelle Küchengeräte wie Kaffeemaschine, Toaster, Backofen oder Wasserkocher durch smarte Steckdosen oder über das WLAN in das Heimnetzwerk eingebunden werden.

In der Praxis sieht das so aus, dass Ihr Smart Home System beispielsweise das Programm „Aufwachen“ durchführt. Die Kaffeemaschine und der Toaster schalten sich ein und das Licht in der Küche geht an. Sie werden sanft durch Musik, Vogelgezwitscher oder einen simulierten Sonnenaufgang geweckt. Wenn Sie in die Küche kommen, erwartet Sie bereits duftender Kaffee und knuspriges, goldbraunes Toastbrot, während aus dem Lautsprecher die Musik Ihrer Wahl erklingt oder die Nachrichten, Börsenkurse und der Wetterbericht vorgelesen werden.

Auch der Kühlschrank, Backofen, Geschirrspüler oder das Kochfeld mit Dunstabzugshaube wird zunehmend in das Smart-Home-Konzept eingebunden. Viele dieser Geräte sind mittlerweile per Smartphone-App steuerbar.

Smart Kitchen
Nutzen Sie Apps zur Steuerung Ihrer Küchengeräte Foto: ©Halfpoint - stock.adobe.com

Was können smarte Küchen?

Die im vorherigen Abschnitt aufgezählten Beispiele sind nur ein paar Grundfunktionen. Ständig kommen neue dazu. Es gibt bereits tausende davon. Sie machen das Leben angenehmer und sparen Kosten, indem beispielsweise die Heizung oder das Licht nur eingeschaltet sind, wenn sie benötigt werden. Smarte Küchen nehmen Ihnen Arbeit ab. Regelmäßig ablaufende Vorgänge lassen sich programmieren.

Diese Programme heißen in der Fachsprache Szenarien. Es gibt Szenerien für das Aufstehen, das Heimkommen, den Fernsehabend und viele andere. Sie können den Ablauf Ihrem Rhythmus anpassen. Er richtet sich danach, ob es ein normaler Arbeitstag, Wochenende oder Urlaub ist. 

Eine weitere Option ist der Fernzugriff. Die Zentraleinheit verbindet die Geräte untereinander und mit dem Internet. Sie können dadurch Geräte mit Ihrem Smartphone ein- oder ausschalten bzw. steuern. 

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Sind smarte Küchen teuer und kompliziert?

Nein, derartige Befürchtungen sind unzutreffend. Natürlich würde es relativ teuer werden, wenn Sie Ihr gesamtes Heim auf einmal in ein Smart Home, inklusive einer smarten Küche, umwandeln würden. Das ist aber gar nicht nötig, weil die Systeme modular aufgebaut sind. Sie fangen mit einfachen Komponenten an und erweitern die Anlage nach und nach. Viele Hersteller bieten zum Beispiel Starter-Sets an. Die bestehen in der Regel aus 2 oder 3 Leuchten und Funk-Steckdosen. An die Funk-Steckdosen können Sie ganz normale Geräte anschließen, die Sie dann über Ihr Smartphone zu steuern. 

Die Inbetriebnahme ist kein bisschen kompliziert. Die Verbindung zwischen den Geräten, der Zentraleinheit und dem Smartphone erfolgt über WLAN oder Bluetooth. Es müssen weder Kabel noch Rohrleitungen verlegt werden. Der komplizierteste Job ist noch das Einbinden neuer Geräte in die App auf dem Smartphone. Aber selbst dafür benötigen Sie keine Kenntnisse als Programmierer oder IT-Spezialist. Die meisten Verbraucher, die den ersten Schritt gemacht haben, möchten ihre smarte Küche nicht mehr missen. 

Beim Aufbau Ihrer smarten Küche müssen Sie darauf achten, dass die einzelnen Komponenten miteinander kompatibel sind. Es gibt viele Systeme, die Produkte mehrerer Hersteller unterstützen. Erkundigen Sie sich rechtzeitig vor dem Kauf. 

Smarter Kühlschrank
Mittlerweile lassen sich fast alle Küchengeräte per App steuern Foto: ©Herrndorff - stock.adobe.com

Smarte Küchengeräte

Damit werden Geräte bezeichnet, die in das Heimnetzwerk eingebunden werden können oder über automatische Funktionen verfügen. 

Der smarte Kühlschrank

Er steht über WLAN mit der Steuereinheit und Ihrem Smartphone in Verbindung. Dadurch kann er Ihnen beispielsweise melden, wenn die Temperatur im Inneren zu hoch wird. Es gibt sogar bereits Modelle, die im Innenraum eine Webcam (natürlich mit Beleuchtung) haben. Wenn Sie einkaufen gehen, können Sie von unterwegs nachsehen, was Sie benötigen. 

Smartes Kochen

In dieser Kategorie finden Sie beispielsweise Herd, Backofen und Dunstabzugshaube. Wenn Sie den Herd oder Backofen einschalten, startet automatisch auch die Dunstabzugshaube, weil die Geräte untereinander vernetzt sind. Wird der Herd oder Backofen ausgeschaltet, läuft die Dunstabzugshaube noch einige Zeit nach, bevor sie sich selbst ausschaltet.

Bei Herd und Backofen wird die eingestellte Temperatur nicht nur exakt reguliert, der Wert kann auch auf Ihr Smartphone übertragen werden. Smarte Thermometer gibt es auch als Zubehör zu kaufen. Sie können unter anderem sogar beim Grillen eingesetzt werden. 

Smarte Küchenwaagen

Solche Küchenwaagen können weitaus mehr als nur Zutaten abwiegen. Sie verfügen über eine Verbindung zum Internet und können anzeigen, wie viele Zutaten für ein bestimmtes Rezept benötigt werden. Auf dem Display können Sie auch diverse Rezepte aufrufen. 

Smarte Kaffeemaschinen

Häufig handelt es sich bei Geräten dieser Kategorie um Kaffeevollautomaten, die zur Zubereitung von Kaffee Kapseln verwenden. Dadurch ist der Kaffee immer frisch und aromatisch. Die Kaffeemaschinen können durch ein Programm zu einer festgelegten Zeit oder über das Internet nach Belieben eingeschaltet werden. 

Sensoren und anderes Zubehör

Die smarte Küche macht Ihr Heim effizienter und sicherer. Sie können beispielsweise Sensoren installieren, die Alarm auslösen, wenn aus der Spülmaschine Wasser austritt oder das Spülbecken überläuft. Andere Sensoren registrieren eine starken Temperaturanstieg und benachrichtigen Sie, da ein Fettbrand dahinter stecken könnte.

Es gibt auch Sensoren die Alarm auslösen, wenn eine Person in der Küche stürzt oder um Hilfe ruft. Da alles über das Internet läuft, werden Sie auf dem Smartphone auch dann benachrichtigt, wenn Sie unterwegs sind. Komfortabel sind Sensoren die beispielsweise Schranktüren öffnen, wenn Sie davor stehen. 

Höhenverstellbare Küchenmöbel

Diese Funktion finden Sie bereits bei einigen hochwertigen Arbeitsplatten. Sie können in der Steuereinheit mehrere Benutzerprofile anlegen. Die Arbeitsplatte passt sich automatisch der Körpergröße des jeweiligen Benutzers an. 

Multimedia-System

Das ist eine Kombination aus Lautsprechern, Mikrofonen und Displays. Sie können die Anlage mit Ihrer Stimme steuern und darum bitten, einen bestimmten Musiktitel zu spielen oder ein Hörbuch vorzulesen. Selbst Anrufe können damit getätigt werden. Sie können Musik von ihrem Smartphone oder PC streamen und über die Lautsprecher abspielen. Auf dem Display können Sie TV Sendungen verfolgen oder im Internet surfen. Dort finden Sie unter anderem Videos, in denen Ihnen Schritt für Schritt gezeigt wird, wie Sie eine bestimmte Speise zubereiten. 

Wie planen Sie Ihre smarte Küche?

Fangen Sie am besten langsam an. Für den Anfang ist ein Starter-Set gut geeignet. Beginnen Sie mit Grundfunktionen, die sich einfach steuern lassen, zum Beispiel die Beleuchtung. Nach und nach können Sie sich dann ein paar Funk-Steckdosen anschaffen und daran Ihre Kaffeemaschine oder Ihr Küchenradio anschließen. Erweitern Sie Ihre smarte Küche ganz nach Ihrem Geschmack. 

Smarte Küchengeräte sind noch relativ selten. Sie werden sich jedoch langsam aber sicher durchsetzen und schon bald einen beachtlichen Marktanteil erringen. 

Das Internet der Dinge
Das Internet der Dinge - achten Sie auch auf einen ausreichenden Datenschutz Foto: ©lukesw - stock.adobe.com

Smarte Küchen und Datenschutz

In der Vergangenheit gab es mehrfach Probleme mit Verstößen gegen den Datenschutz. Die betrafen Smart Home Speaker. In den Gehäusen der Lautsprecher sind auch Mikrofone untergebracht, die eigentlich zur Sprachsteuerung dienen. Mehrfach soll es jedoch passiert sein, dass die Mikrofone permanent aufzeichneten, auch wenn sie nicht aktiviert waren. Die Daten wurden zu „Schulungszwecken“ gesammelt und an die Zentrale im Ausland übertragen. Dagegen können Sie sich ganz einfach schützen, indem Sie die Lautsprecher abschalten. Dafür gibt es Knöpfe oder Schalter. 

Grundsätzlich sollten Sie sich vor dem Kauf von Geräte aus dem Bereich der Smart-Home-Technologie informieren, welche Daten wie und vor allem wohin übertragen werden. Prüfen Sie, ob Daten auf Server des Anbieters gespeichert werden und wie diese Daten vor dem Zugriff durch Dritte geschützt sind? Eine Selbstverständlichkeit sollte heute der Schutz Ihres WLANs sein. Nur so ist sichergestellt, dass kein Missbrauch mit Ihren Geräten stattfinden kann.

Wenn Sie Geräte über das Internet oder per App steuern wollen, müssen Sie in der Regel eine Datenschutzerklärung des jeweiligen Anbieters akzeptieren. Auch wenn diese Texte sicher nicht so spannend sind wie ein Krimi, sollten Sie diese lesen und nicht nur einfach akzeptieren. Weitere Informationen finden Sie auch hier.

Fazit

Smarte Küchen erleichtern Ihr Leben und helfen Ihnen beim Sparen. Smart bedeutet intelligent. In smarten Küchen sind Geräte untereinander und mit dem Internet verbunden. Smarte Küchen sind weder kompliziert noch teuer, da sie modular aufgebaut sind und nach und nach erweitert werden können. Zur Installation sind keine Fachkenntnisse erforderlich. Smarte Küchen stehen erst am Anfang ihrer Entwicklung. Ihre Möglichkeiten wachsen praktisch von Tag zu Tag.

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