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Küchenarbeitsplatte
Küchenarbeitsplatte Foto: ©Photographee.eu - stock.adobe.com

Küchenarbeitsplatte

Die Arbeitsplatte – ein Muss für jede Küche

Eine Arbeitsplatte gehört zu den unverzichtbaren Bestandteilen jeder Küche, egal wie groß oder klein diese ist. Mit Ausnahme der Spüle wird kaum ein anderes Teil der Kücheneinrichtung so strapaziert wie die Arbeitsplatte. Keine Küche ist wirklich perfekt ohne die richtige Arbeitsplatte. Mehr Tipps und Infos rund um das Thema Arbeitsplatte erfahren Sie im folgenden Text. 

Welche Eigenschaften sollte eine Arbeitsplatte haben?

Die Eigenschaften einer Arbeitsplatte werden durch ihren Verwendungszweck bestimmt. Der ist sehr vielseitig. Die Arbeitsplatte dient in erster Linie zur Vorbereitung der Speisen. Auf ihr wird geschnitten, gerieben, geknetet und gerührt. Damit nicht genug, dient die Arbeitsplatte als vorübergehender Abstellplatz für Töpfe und Geschirr, als Standplatz für Gewürze und Dekorationsmittel oder für das Küchenradio. Darüber hinaus muss die Arbeitsplatte gut aussehen und in das Gesamtbild der Küche passen.

Daraus ist ersichtlich, dass die Arbeitsplatte stark beansprucht wird. Sie sollte daher sehr strapazierfähig sein. Zu den benötigten Eigenschaften gehören Kratzfestigkeit und Temperaturbeständigkeit. Sie muss sich leicht reinigen lassen und widerstandsfähig gegen die im Haushalt verwendeten Chemikalien sein. Unter keinen Umständen darf die Arbeitsplatte irgendwelche Stoffe an die Lebensmittel abgeben, die auf ihr zubereitet werden. Nicht zuletzt sollte ihr Design Akzente in der Küche setzen. 

Materialkunde für Arbeitsplatten

Holzoptik Arbeitsplatte Küche
Arbeitsplatte in Holzoptik sind sehr beliebt Foto: © Mirek - stock.adobe.com

Bei der Einrichtung Ihrer Traumküche können Sie aus verschiedenen Materialien für Ihre Arbeitsplatte wählen. Jedes Material hat seine Vorzüge und Nachteile und eignet sich für unterschiedliche Einsatzzwecke. 

Massivholz

Eine Arbeitsplatte aus Massivholz strahlt Wärme und Behaglichkeit aus. Die natürliche Farbe und Maserung des Holzes sind ein ausgezeichnetes Dekorationselement. Massivholzplatten passen deswegen besonders gut zu Landhausküchen oder rustikalen Küchen. 

Als Material für Arbeitsplatten ist Massivholz nur bedingt geeignet. Es ist empfindlich gegen Nässe und nicht kratzfest. Hohe Temperaturen können zu Verfärbungen führen. In Kratzern und Kerben können sich Keime und Schmutz sammeln. 

Laminat/Verbundstoffe 

Die meisten Arbeitsplatten bestehen aus Laminat. Das liegt daran, dass Laminatplatten kostengünstig hergestellt werden können und in fast jeder Abmessung, Form, Dicke und Farbe oder Design geliefert werden können. Darüber hinaus zeichnen sie sich durch gute Gebrauchseigenschaften aus. Eine Laminatplatte besteht aus einem Grundkörper, auf den eine oder mehrere Lagen Verbundwerkstoffe aufgetragen werden. 

Laminatplatten sind jedoch nicht so kratzfest wie Arbeitsplatten aus Naturstein oder Glas. Auch ihre Temperaturbeständigkeit ist nicht so gut. 

Naturstein

Eine Arbeitsplatte aus Naturstein ist der Blickfang in Ihrer Küche. Jede dieser Arbeitsplatten ist ein Unikat, weil sie aus dem natürlich gewachsenen Stein geschnitten wird. Als Material dienen vor allem Granit und Marmor, mitunter aber auch Schiefer oder Kalkstein. Die Eigenschaften einer Natursteinplatte hängen davon ab, welche Gesteinsart verwendet wird. Granit und Marmor sind hart und widerstandsfähig, während dagegen Schiefer und Kalkstein empfindlicher sind. 

Natursteinplatten benötigen regelmäßige Pflege. Je nach der Gesteinsart kann in die Arbeitsplatte Wasser eindringen. Sie muss deshalb regelmäßig imprägniert werden. Natursteinplatten sind sehr schwer. Sie sollten nur durch einen Experten installiert werden. 

Beton

Eine Arbeitsplatte aus Beton ist kratzfest und stabil. Bei richtiger Pflege ist sie praktisch unverwüstlich. Die Betonplatte kann nach Ihren Wünschen in jede beliebige Form und Dicke gegossen werden. Auch die Farbe kann individuell angepasst werden. Beton ist hitzebeständig. 
Als nachteilig erweist sich, dass Beton Poren besitzt, durch die Flüssigkeit eindringen kann. Das kann im Laufe der Zeit Flecken und Verfärbungen hervorrufen. Arbeitsplatten aus Beton müssen deshalb imprägniert werden. Diese Behandlung muss von Zeit zu Zeit wiederholt werden. 
Betonplatten sind sehr schwer. Sie erfordern einen stabilen Unterbau und können nur durch einen Fachmann installiert werden. 

Edelstahl

In Puncto Hygiene sind Edelstahlplatten nicht zu schlagen. Sie sind widerstandsfähig gegen Hitze und Chemikalien, langlebig und robust und lassen sich leicht reinigen. In gastronomischen Einrichtungen ist Edelstahl das bevorzugte Material für Arbeitsplatten. 

In privaten Küchen zeigt sich jedoch, dass Edelstahlplatten einige Nachteile hat. Sie sind beispielsweise nicht kratzfest. Fingerabdrücke und Wasserflecken zeichnen sich gut sichtbar ab und lassen sich nur schwer entfernen. Zudem wirken Edelstahlplatten schnell kalt und steril. Sie passen sehr gut in Designerküchen oder in Küchen mit einfarbigen Möbeln. 

Glas

Eine Arbeitsplatte aus Glas sorgt für ein Highlight in einer modernen Küche. Glasplatten werden aus gehärteten Spezialglas gefertigt. Sie sind temperaturbeständig, hygienisch und leicht zu reinigen. Glasplatten können durchsichtig, mattiert, verspiegelt und in einer breiten Palette von Farben hergestellt werden. Massanfertigung ist möglich. Sie können bei einer Arbeitsplatte aus Glas Ihre individuellen Wünsche umsetzen. Allerdings sind Glasplatten relativ teuer und empfindlich gegen Kratzer. Sie sollten zur Reinigung keine kratzenden Scheuermittel oder Stahlwolle verwenden.

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Tipps zur Materialauswahl

Auswahl der Arbeitsplatte für die Küche
Die Auswahl der Arbeitsplatte für die Küche ist nicht immer einfach Foto: © ronstik - stock.adobe.com

Welches Material das richtige ist, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Das Design Ihrer Küche
  • Ihr Budget
  • Wie Ihre Küche benutzt wird

Die Mehrzahl der Verbraucher bevorzugt Arbeitsplatten aus Laminat. Sie sind in beinahe beliebigen Formen, Abmessungen und Mustern erhältlich und zeichnen sich durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Wenn Sie die Küche häufig benutzen und Ihr Budget begrenzt ist, stellt Laminat eine gute Wahl dar. 

Edelstahl oder Glas eignet sich für moderne und Designerküchen. 

Naturstein und Beton wirken edel und solide. Sie sind lange haltbar und eine gute Wahl, wenn Ihr Budget es zulässt. 

Massivholzplatten passen gut in eine Küche im Landhausstil oder eine mit antiken Möbeln. Sie sehen sehr gut aus, sind jedoch relativ empfindlich. Daher sollten Sie sich für Massivholz entscheiden, wenn Sie Ihre Küche nicht zu oft benutzen. 

Neben dem Material spielen noch andere Faktoren bei der Auswahl der Arbeitsplatte eine Rolle. Dazu gehören zum Beispiel:

Einbaumaße

Tiefe und Länge bestimmen die Einbaumaße der Arbeitsplatte. Bei der Tiefe gelten im Allgemeinen 60 cm als Standardmaß für die Arbeitsplatte, weil das die Tiefe der Unterschränke ist. Entscheiden Sie sich für eine Arbeitsplatte mit abgerundeter Abschlusskante, sollte sie ein paar Zentimeter tiefer sein. Der aktuelle Trend geht zu tieferen Arbeitsplatten, weil auch die Unterschränke tiefer werden. 

Die Länge der Arbeitsplatte können Sie Ihren individuellen Anforderungen anpassen. Als unterste Grenze sollten Sie jedoch mindestens 60 cm veranschlagen. Weit verbreitet sind Längen von 120 cm. 

Prinzipiell kann eine Arbeitsplatte nie zu groß sein. Darauf bereiten Sie nicht nur Speisen vor, sie dient oft auch als Standplatz für die Kaffeemaschine oder den Toaster. 

Lassen Sie sich für Ihre Traumküche die Arbeitsplatte nach Ihren individuellen Angaben anfertigen. 

Stärke/Dicke

Am häufigsten werden Arbeitsplatten mit einer Stärke von 4 cm verwendet. Möglich sind jedoch Stärken zwischen 1 – 6 cm. Die Dicke der Arbeitsplatte richtet sich auch nach dem verwendeten Material. Platten aus Naturstein oder Beton sind in der Regel etwas dicker. Wenn Sie eine vorhandene Arbeitsplatte ersetzen wollen, sollte die neue möglichst dieselbe Höhe haben. 

Beim Arbeiten sollte der Abstand zwischen dem leicht angewinkelten Ellenbogen und der Arbeitsplatte ungefähr 10 – 15 cm betragen. Durch eine unterschiedliche Dicke können Sie das Maß variieren. Momentan geht der Trend eher zu dünneren Arbeitsplatten. 

Umleimer/Abschlusskante

Die Abschlusskante ist wichtiger als Sie vielleicht denken. Sie hat nicht nur eine optische Funktion, sondern schützt auch die Arbeitsplatte. Viele davon sind aus Holz oder holzhaltigen Verbundstoffen angefertigt. Die Abschlusskante versiegelt die Arbeitsplatte. Sie verhindert, dass Feuchtigkeit eindringt, das Holz quillt und die Arbeitsplatte von innen zerstört wird. 

Sehr häufig werden gerade oder abgeschrägte Kanten eingesetzt. Ihre klare Formen passen zu fast jeden Stil. Beliebt sind auch abgerundete Kanten. Sie sorgen für weiche Formen und wirken gut in rustikalen Küchen oder bei solchen im Landhausstil. 

Beliebt sind auch Umleimer aus Acryl oder Edelstahl. Arbeitsplatten aus Naturstein oder Beton können durch einen Steinmetz einer dekorierte Abschlusskante erhalten. 

Arbeitsplatte für die Kücheninsel

Arbeitsplatte für Kücheninsel
Arbeitsplatten für die Kücheninsel sind oft dicker Foto: ©Omid - stock.adobe.com

Eine Kücheninsel bietet viel Raum. Diesen Vorteil sollten Sie unbedingt nutzen und 2 Arbeitsplatten vorsehen. Eine findet ihren Platz auf der Kochinsel. Sie stellt eine ideale Verbindung zwischen Herd und Spüle dar. Die andere Arbeitsplatte findet ihren Platz an einer geeigneten Stelle an der Wand. Die Arbeitsplatte auf der Kochinsel sollte auf jeden Fall robust, hitzebeständig und unempfindlich gegen Feuchtigkeit sein. Hier empfiehlt sich Naturstein, Glas, Keramik oder Beton. Wenn sie etwas anders als die anderen Küchenmöbel aussieht, kann das einen interessanten Akzent setzen. Die zweite Arbeitsplatte an der Wand sollte zu den Unterschränken passen. 

Was sind die Kosten einer Arbeitsplatte?

Wie teuer eine Arbeitsplatte ist, hängt von Material und Größe ab. Ob es sich um eine Variante mit Standard-Maßen oder eine Sonderanfertigung handelt, spielt ebenfalls eine Rolle. Am günstigsten sind Arbeitsplatten aus Laminat. Auch Platten aus Massivholz sind relativ günstig. Allerdings haben diese Arbeitsplatten nur eine relativ geringe Lebensdauer und müssen eventuell nach einiger Zeit ausgetauscht werden. Betonplatten bewegen sich im mittleren Bereich. Platten aus Naturstein oder Glas sind sehr teuer. 

Grundsätzlich müssen Sie davon ausgehen, dass Sie je mehr bezahlen müssen, je hochwertiger und langlebiger eine Arbeitsplatte ist und um so mehr Handarbeit bei der Herstellung aufgewendet wird. 

Einbau der Arbeitsplatte

Diese Aufgabe sollten Sie dem Küchenprofis überlassen. Es handelt sich um Präzisionsarbeit, die große Erfahrung benötigt. Im Prinzip könnten Sie sich eine Arbeitsplatte aus Laminat oder Massivholz im Baumarkt zuschneiden lassen und daheim selbst einbauen, aber bereits Ungenauigkeiten von wenigen Millimetern bewirken, dass die Platte entweder nicht passt oder eine Fuge entsteht, durch die Feuchtigkeit eindringen kann. 

Pflege der Arbeitsplatten

Pflege der Küchenarbeitsplatte
Die richtige Pflege der Küchenarbeitsplatte ist auch vom Material abhängig Foto: ©vectorfusionart - stock.adobe.com

Für alle Arbeitsplatten gilt, dass Sie Verschmutzungen möglichst sofort beseitigen sollten. Warten Sie nicht, bis die Speisereste eingetrocknet sind. Selbst bei hitzebeständigen Arbeitsplatten empfiehlt es sich, heiße Töpfe und Pfannen besser auf Untersetzer zu stellen. Die lassen sich leichter austauschen als die Arbeitsplatte. 

Wie die Arbeitsplatte konkret gepflegt werden muss, hängt vom Material ab. Solche aus Holz oder Laminat benötigen mehr Pflege als solche aus Granit, Glas oder Edelstahl. Beachten Sie bei der Pflege unbedingt die Hinweise des Herstellers. Vermeiden Sie nach Möglichkeit ätzende oder stark scheuernde Mittel. 

Zusammenfassung

Die Arbeitsplatte ist ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Küche. Der Küchenprofi berät Sie gern bei der Auswahl des geeigneten Materials und den korrekten Abmessungen. Für jeden Anspruch und jedes Budget findet er eine genau passende Arbeitsplatte.

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