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Kochfeld in der Küche
Das Kochhfeld in der Küche - Gas, Induktion oder Elektro – welches Betriebsart passt zu mir? Foto: ©alfa27 - stock.adobe.com

Das Kochfeld für die neue Küche – worauf kommt es an?

Seit jeher gilt der Herd als Symbol des Hauses und der Gemütlichkeit. Sprüche wie: „Eigener Herd ist Goldes wert.“ zeugen noch heute davon. Trotz Fastfood und Fertiggerichten ist der Herd auch in der Gegenwart ein unverzichtbares Gerät in der Küche. Traditionell steht der Begriff „Herd“ eher für ein Haushaltsgerät, dass Kochfeld mit dem Backofen kombiniert. In der modernen Küche ist diese Kombination nicht zwangsläufig gegeben. Viel mehr müssen sich heute Küchenliebhaber entscheiden, ob sie ein Kochfeld mit Gas, Elektro oder Induktion betreiben möchten. Wenn Sie Ihre neue Küche planen, gibt es bei der Planung des Kochfelds einige Dinge beachten, auf die wir in diesem Beitrag näher eingehen wollen.

Welche Funktionen erfüllt das Kochfeld?

Der klassische Herd besteht aus einer Kombination aus Kochfeld und Backofen, die in einem Gehäuse integriert sind. Meistens verfügt der Herd direkt über dem Fußboden über eine Schublade, die hoch willkommenen zusätzlichen Stauraum für schwere und/oder sperrige Küchengeräte wie Pfannen oder Deckel bietet. Neben dem klassischen Herd, der Kochfeld und Backofen kombiniert, werden separate Kochfelder und Backöfen immer beliebter. 

In erster Linie dient das Kochfeld zur Zubereitung der Speisen. Mit seiner Hilfe können Sie kochen, braten und dünsten. Darüber hinaus kann der Herd mit einen Backofen auch zum Backen, Auftauen oder Aufwärmen von Gerichten sowie zum Trocknen oder Dörren von Lebensmitteln verwendet werden. Moderne verfügenen häufig über weitere Funktionen.

Geläufige Bauformen des Küchenherds

Downdraft - die moderne Art der Abluftanlage in der Küche
Küchenherd modern interpretiert Foto: © imagophotodesign - stock.adobe.com

Bei der Unterteilung nach Bauformen werden 3 Hauptgruppen unterschieden:

  • Einbauherde
  • Standherde
  • Kochfeld und separater Backofen

Einbauherde

Der Einbauherd ist die klassische Variante des Küchenherds. Es handelt sich um ein Kombi-Gerät bestehend aus Kochstelle und Backofen. In den meisten Fällen wird der Einbauherd in den Standardabmessungen geliefert. Dadurch passt er nahtlos zum Korpus der übrigen Küche. Der Einbauherd ist platzsparend und ideal für kleine Küchen geeignet. Nachteilig ist jedoch, dass Sie sich zur Benutzung des Backofens bücken müssen. 

Standherde

Bei dieser Bauform handelt es sich um Einzelgeräte, die auch erst später gekauft werden können. Standherde stehen frei im Raum. Dadurch sind individuelle Lösungen möglich. Im Handel gibt es beispielsweise Kompaktherde, die für besonders kleine Küchen bzw Kochecken geeignet sind, aber auch extra große Herde für Inselküchen. Auch Sonderwünsche können erfüllt werden. Standherde erlauben eine flexible Küchengestaltung. Nachteilig könnte eigentlich nur sein, einen Herd zu finden, der optimal zum Design der Küche passt. 

Kochfeld und separater Backofen

Die meisten Verbraucher lieben diese Variante, weil sie bequem und praktisch ist. Anstatt die beiden Bauteile wie im klassischen Küchenherd zu vereinen, werden Kochfeld und Backofen getrennt untergebracht. Das bringt viele Vorteile. Das Kochfeld wird beispielsweise auf einem passenden Unterschrank montiert. Der schafft zusätzlichen Stauraum. Der Backofen wird in der Regel in einem Hochschrank untergebracht, auf Augenhöhe. Das erleichtert die Bedienung und schont den Rücken. 
Der Nachteil dieser Anordnung ist ihr hoher Platzbedarf. In vielen kleinen Küchen lässt sie sich gar nicht realisieren. Außerdem ist der Kaufpreis dieser Variante höher als der eines normalen Küchenherds. 

runde Dunstabzughaube
Kochfeld und separater Backofen Foto: © ventura - stock.adobe.com

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Betriebsarten der Kochfelder

Küche mit Gaskochfeld
Besonders bei Profiköchen beliebt - das Gaskochfeld Foto: Serghei Starus - stock.adobe.com

Damit ist die Betriebsart der Kochfelder gemeint. In der modernen Küchentechnik wird zwischen:

  • Gaskochfeld
  • Elektrokochfeld
  • Induktionskochfeld
  • Massekochfeld

Alle Betriebsarten haben ihre Vor- und Nachteile, die nachfolgend kurz erläutert werden. 

Gaskochfeld

Die mit Gas betriebene Variante ist der Lieblingsherd von Kochprofis. Sie sind sehr häufig in gastronomischen Einrichtungen zu finden, weil sie viele Vorteile haben. Die Hitze ist sofort verfügbar und lässt sich äußerst präzis regulieren. Dazu kommt, das Gas ein günstiger Energieträger ist. Beim Gaskochfeld gibt es nur kurze oder gar keine Vorheizzeiten. 

Gegen das Gaskochfeld spricht, dass Ferngas nicht überall verfügbar und Flaschengas umständlich zu handhaben ist. Da Gaskochfelder mit offenen Flammen kochen, sind sie potentiell gefährlicher als Elektrokochfelder. Sie sind wesentlich größer als Elektrokochfelder und schwerer zu reinigen. 

Elektrokochfeld

Viele preiswerte Herde sind heute mit Kochfeldern aus Glaskeramik ausgestattet. Die Herde können fast überall aufgestellt werden, wo ein entsprechender Anschluss vorhanden ist. Elektrokochfelder setzen auf erprobte Technik und zeichnen sich durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Sie sind einfach zu bedienen und leicht zu reinigen. Dank ihrer kompakten Bauweise nehmen sie nur wenig Platz ein. 

Nachteilig ist ihre lange Aufwärmzeit und dass die Kochstellen nach dem Ausschalten noch lange Zeit bis zum Abkühlen benötigen. Der Energieverbrauch von Elektroherden ist hoch. Da Strom nicht gerade billig ist, treibt das die Betriebskosten in die Höhe. 

Induktionskochfelder

Diese Kochfelder benutzen eine moderne und effiziente Technologie zum Kochen und Braten. Induktionskochfelder übertragen nicht die Wärme von der Kochplatte auf den Topf oder die Pfanne, sondern erhitzen den Boden des Gefäßes direkt durch Wirbelströme, die von einem Magnetfeld induziert werden. Dadurch erhitzt sich der Topf sehr schnell. Das spart Strom. Die Kochplatte erwärmt sich nur wenig. Das ist sicher, besonders wenn Kinder im Haushalt leben. Wird der Topf von der Kochstelle genommen, wird der Stromfluss unterbrochen. Die Bedienung ist ähnlich einfach wie beim Elektrokochfeld. 

Die einzigen Nachteile der Induktionskochfelder sind ihr höherer Preis im Vergleich mit anderen Kochfeldern und das zum Kochen nur spezielles Geschirr benutzt werden kann. 

Massekochfelder

Diese Bauart wird heute nicht mehr benutzt. Sie trägt ihren Namen, weil es auf dem Kochfeld keine einzelnen designierten Kochstellen gibt, sondern das gesamte Kochfeld eine einzige große Kochplatte ist. Massekochfelder wurden zumeist aus Gusseisen gefertigt und durch Kohle beheizt. Sie boten den Vorteil, dass Geschirr darauf beliebig platziert werden konnte und das Kochfeld die Hitze gleichmäßig abgab. Die Nachteile überwiegen jedoch bei weitem. Energie- und Platzbedarf sind groß. Bedienung und Reinigung sind umständlich und zeitraubend. Es wird ein Anschluss an den Kamin benötigt. Massekochfelder finden sich heute höchstens noch als Bestandteil antiker Küchenherde.

Induktionskochfeld
Induktionskochfeld - praktisch und effizient Foto: ©navintar - stock.adobe.com

Was ist ein Domino-Kochfeld?

Der Name kommt vom Design des Kochfelds. Es besteht aus 2 kleinen Kochfeldern, die wie Dominosteine neben- oder hintereinander angeordnet sind. Jedes der Kochfelder ist nur 30 – 40 cm groß. Domino-Kochfelder bieten viele Kombinationsmöglichkeiten. Ein Kochfeld kann beispielsweise Induktion als modernes Verfahren benutzen und das andere Gas. Nachteilig ist das noch relativ geringe Angebot. Zudem müssen in der Küche die entsprechenden Anschlüsse vorhanden sein. 

Welche Variante eignet sich am besten?

Das hängt von mehreren Faktoren ab. Wenn Sie eine komplett neue Küche planen, ist wahrscheinlich ein Einbauherd die beste Option. Ihre Küche sieht einheitlich aus und der Herd ist harmonisch integriert. 

Falls Sie bereits eine Küche besitzen und lediglich auf der Suche nach einem neuen Herd sind, ist ein Standgerät die beste Wahl. Damit sind Sie flexibel und können den vorhandenen Platz optimal ausnutzen. 

Sollten Sie genügend Platz haben, ist es am besten, Kochfeld und Backofen zu trennen. Das erleichtert die Bedienung enorm und erspart lästiges Bücken. 

Kochtopf und Deckel aus Chrome auf einem Kochfeld mit Dunstabzug
Kochfelder mit integriertem Dunstabzug sind besonders praktisch Foto: © Bernd Schmidt - stock.adobe.com

Tipps für die Planung

Bei der Planung Ihres neuen Küchenherds müssen Sie einige Dinge in Betracht ziehen. Dazu zählt zum Beispiel die Lage der Anschlüsse. Elektro- und Induktionsherde müssen an einer Herdsteckdose angeschlossen werden, die nur geringen Spielraum für die Wahl des Standorts lässt. Das trifft umso stärker auf Gasherde zu. 

Das Kochfeld sollte groß genug sein. Selbst für Singles stellen 3 Kochstellen ein absolutes Minimum an. Noch besser sind natürlich Kochfelder mit 4 Kochstellen. 

Wenn Kinder in Ihrem Haushalt leben, steht deren Sicherheit an erster Stelle. Sie sollten sich in diesem Fall für ein Induktionskochfeld entscheiden. Der geringfügige Aufpreis im Vergleich zu anderen Kochfeldern fällt im Vergleich zu den vielen Vorteilen nicht ins Gewicht. Auch in Bezug auf Energieeffizienz sind Induktionskochherde sehr zu empfehlen. 

Beim Punkt Ausstattung gibt es eine Riesenauswahl. Empfehlenswert sind zum Beispiel Teleskopauszüge für Backbleche und Rost. Das erspart Ihnen das gefährliche Hineinlangen in den heißen Backofen. Sehr praktisch sind auch Backöfen mit einer Reinigungsautomatik. Die so genannte Pyrolyse erzeugt kurzfristig Temperaturen von ungefähr 500°C, durch die Fett und eingebrannte Reste zu Asche verbrannt werden, die einfach ausgewischt werden kann. Andere Geräte verfügen über Wände mit Antihaftbeschichtung. Praktisch sind auch Herde mit integrierter Mikrowelle. Vor allem spart so eine Kombination Platz. 

Fazit

Der Herd gehört zur unverzichtbaren Ausstattung der Küche. Sie können aus einer riesigen Auswahl an Modellen wählen. Einfache Modelle kosten weniger als 200 EUR, während Sie für einen Profi-Gasherd ein paar Tausend Euro bezahlen müssen. Im Durchschnitt kostet ein Herd (Standgerät) zwischen 400 – 800 EUR. Bei der Auswahl müssen Sie die Lage der Anschlüsse in der Küche, den zur Verfügung stehenden Platz und Ihre Kochgewohnheiten berücksichtigen. Sollten Sie sich nicht sicher sein, ist es besser, sich von Küchenexperten beraten zu lassen.

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