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Beleuchtung in weißer Küche mit Essbereich bei Nacht
Die Lichtplanung in der Küche kombiniert meistens verschiedene Lichtquellen Foto: © Robert Kneschke

Lichtplanung in der Küche

Gutes Licht für Arbeit und Ambiente

Wahrscheinlich wird kaum ein anderer Raum des Hauses so vielseitig genutzt wie die Küche. In erster Linie dient sie natürlich zur Zubereitung der Speisen und zur Lagerung der Vorräte. Darüber hinaus werden in der Küche (vorausgesetzt sie ist dafür groß genug) auch die Mahlzeiten eingenommen. In der Wohnküche trifft sich nicht selten die Familie zum Entspannen und um Zeit miteinander zu verbringen. Die Lichtplanung muss bei der Planung der Küche auf diese verschiedenen Nutzungszwecke Rücksicht nehmen. Eine einzelne Leuchte kann die verschiedenen Anforderungen nicht erfüllen. 

Allgemeinbeleuchtung

Die Allgemeinbeleuchtung wird auch Grundbeleuchtung genannt. Dafür eignet sich eine Deckenleuchte am besten. Sie sollte das Licht möglichst großflächig abstrahlen, um so eine gleichmäßige Ausleuchtung zu erzielen.

Ideal sind Leuchten, die aus mehreren Lampen bestehen, die eventuell in unterschiedliche Richtungen geschwenkt werden können. Der Schirm der Deckenleuchte sollte aus einem abwaschbaren Material wie Kunststoff oder Glas bestehen. Als Beleuchtungsstärke empfehlen Experten 300 Lumen pro Quadratmeter.

Wählen Sie Lampen mit einem warmweißen Licht. Das sorgt für eine gemütliche Atmosphäre. Zudem kann die Qualität von Lebensmitteln unter warmweißen Licht am besten beurteilt werden.

Vermeiden Sie Leuchten, die das Licht in eine bestimmte Richtung konzentrieren sowie große Lampenschirme. Daran setzen sich Wrasen fest. Das ist unhygienisch, zumal sich große Lampenschirme nur schwer reinigen lassen. Einfach eine Leuchtstoffröhre an der Decke zu montieren ist auch nicht ideal, weil es eine kalte Atmosphäre wie in einer Garage oder Werkstatt schafft. 

Hauptlicht in der Küche
Hauptlicht in der Küche Foto: ©ArchiVIZ - stock.adobe.com

Funktionales Licht für den Koch- und Arbeitsbereich

Diese Bereiche müssen hell ausgeleuchtet werden. Sie benötigen mindestens 500 Lumen pro Quadratmeter. Das Licht muss zudem blendfrei sein und darf keine Schatten werfen. Am besten eignen sich daher Einbau- oder Anbauleuchten direkt oberhalb des Kochfelds und der Arbeitsplatte.

Beim Kochfeld können Sie das Problem elegant lösen, indem Sie eine Dunstabzugshaube mit integrierter Beleuchtung wählen. Sollte das nicht möglich sein, können Sie alternativ Strahler oder Spots wählen, die an der Decke montiert sind.

Den Arbeitsbereich können Sie mit Unterbauleuchten erhellen, die an den Oberschränken befestigt sind. Achten Sie darauf, Leuchten zu verwenden, die unempfindlich gegen Feuchtigkeit sind. Als Lichtfarbe wählen Sie am besten neutralweiß. Das erhöht die Konzentration. Die Leuchte sollten mindestens 50 Zentimeter Abstand vom Kochfeld oder der Arbeitsplatte haben. 

Beleuchtung der Arbeitsflächen in der Küche
Die richtige Beleuchtung der Arbeitsflächen in der Küche ist besonders wichtig Foto: ©annaia - stock.adobe.com

Stimmungslicht für den Essbereich

Diese Bereiche müssen hell ausgeleuchtet werden. Sie benötigen mindestens 500 Lumen pro Quadratmeter. Das Licht muss zudem blendfrei sein und darf keine Schatten werfen. Am besten eignen sich daher Einbau- oder Anbauleuchten direkt oberhalb des Kochfelds und der Arbeitsplatte.

Beim Kochfeld können Sie das Problem elegant lösen, indem Sie eine Dunstabzugshaube mit integrierter Beleuchtung wählen. Sollte das nicht möglich sein, können Sie alternativ Strahler oder Spots wählen, die an der Decke montiert sind.

Den Arbeitsbereich können Sie mit Unterbauleuchten erhellen, die an den Oberschränken befestigt sind. Achten Sie darauf, Leuchten zu verwenden, die unempfindlich gegen Feuchtigkeit sind. Als Lichtfarbe wählen Sie am besten neutralweiß. Das erhöht die Konzentration. Die Leuchte sollten mindestens 50 Zentimeter Abstand vom Kochfeld oder der Arbeitsplatte haben. 

Dekolicht

Das sind Leuchten, die bestimmte Dinge mit ihrem Licht hervorheben sollen. Das sind beispielsweise Regale, Bilder oder Vitrinen. Dekolicht sollte indirekt sein, damit der Betrachter nicht geblendet wird. Zu grelles Licht ist unerwünscht. Häufig werden farbige Lampen in Dekoleuchten verwendet, weil Sie damit besondere Akzente setzen können. Wegen ihrer geringen Abmessungen und langen Lebensdauer sind für diese Aufgabe LEDs wie geschaffen. 

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Wie platzieren Sie die Beleuchtung am besten?

Deckenspots in der Küche
Deckenspots in der Küche Foto: © bmak - stock.adobe.com

Das hängt ganz vom Verwendungszweck ab. Die Grundbeleuchtung sollte am besten an der Decke montiert werden und ihr Licht möglichst gleichmäßig in die Küche abstrahlen. Es wäre falsch, das Licht in irgendeiner Weise zu fokussieren, weil dadurch einige Bereiche der Küche zu hell und andere zu dunkel wären. 

Leuchten für das Kochfeld und die Arbeitsplatte sollten dagegen so angebracht werden, dass sie den Arbeitsbereich schattenlos und blendfrei ausleuchten. 

Der Essplatz wird am besten durch eine Leuchte über dem Tisch erhellt. Die Leuchte sollte mindestens 60 Zentimeter oberhalb der Tischplatte angebracht werden um Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. Alternativ sind auch blendfreie Wandleuchten möglich. 

Was muss bei Deckenspots beachtet werden?

Deckenspots können zur direkten oder indirekten Beleuchtung der Küche verwendet werden. Zur direkten Beleuchtung sind so genannte Stromschienen ideal geeignet. Das sind Leisten mit mehreren Spotlights, die an der Decke montiert werden. Die Spots sind voneinander unabhängig und können in verschiedene Richtungen geschwenkt werden. 

Sie könne Deckenspots auch zur indirekten Beleuchtung verwenden. Dazu montieren Sie einfach Spotlights auf den Oberschränken und strahlen damit die Küchendecke an. Indirekte Beleuchtung hat den großen Vorteil, dass sie blendfrei ist und ein angenehmes Ambiente schafft. 

Beleuchtung für die Kücheninsel

Dafür haben Sie 2 Möglichkeiten. Sie können eine Dunstabzugshaube wählen, in der bereits eine ausreichend starke Beleuchtung (meistens LEDs) integriert ist und sie über dem Kochfeld anbringen. Wenn das nicht möglich oder die integrierte Beleuchtung der Dunstabzugshaube zu schwach ist, bieten sich als Alternative Deckenspots an, die ihr Licht auf das Kochfeld und die Arbeitsplatte fokussieren. Achten Sie darauf, dass es hell genug ist (mindestens 500 Lumen) und keine Schatten wirft. 

Beleuchtung der Kücheninsel
Mit der richtigen Beleuchtung für die Kücheninsel macht das Kochen gleich viel mehr Spaß Foto: ©s_l - stock.adobe.com

Was ist besser: LEDs oder Halogenlampen?

Die technische Entwicklung hat diese Frage inzwischen zugunsten der LED Lampen entschieden. Sie setzen sich gegenüber Halogenlampen immer mehr durch und werden diese in wenigen Jahren wahrscheinlich ebenso verdrängen wie es zuvor den klassischen Glühlampen passiert ist. Das liegt daran, dass LEDs im Vergleich zu anderen Lampen eine ganze Reihe von Vorteilen haben. 

Anfangs waren Verbraucher von LEDs nicht besonders begeistert. Viele störte das kalte, grellweiße Licht, dass LEDs der ersten Generation abstrahlten. Es blendete und verbreitete eine Atmosphäre wie in einem Krankenhaus. Auch der hohe Anschaffungspreis wirkte abschreckend. Das hat sich inzwischen geändert. Moderne LEDs geben warmweißes oder auch farbiges Licht ab. Einige Lampen können sogar die Farbe wechseln. Weil die Produktion immer effizienter abläuft, sinkt auch der durchschnittliche Kaufpreis immer weiter ab und nähert sich dem der Halogenlampen an. Zudem wird der höhere Anschaffungspreis der LED Lampen durch die lange Lebensdauer kompensiert. 

Zu den Vorteilen der LED Lampen gehören:

  • lange Lebensdauer (20.000 Betriebsstunden und mehr) 
  • geringer Energieverbrauch (50 Prozent weniger als Halogenlampen)
  • kompakte Bauweise (können in Vitrinen oder Schränke eingebaut werden
  • geringe Wärmeentwicklung (eignen sich für den verdeckten Einbau in Schränken oder Regalen, da keine Brandgefahr)
  • benötigen keine Anlaufzeit
  • Licht in vielen Farben möglich

Die einzigen Nachteile der LED Lampen bestehen darin, dass sie immer noch teurer als Halogenlampen sind, obwohl sich das bereits ändert. Zudem können die meisten LED Lampen nicht gedimmt werden (obwohl sich das allmählich ändert). Halogenlampen lassen sich dagegen ohne große Probleme dimmen. 

Bis auf wenige Ausnahmen empfiehlt es sich, wenn Sie bei der Lichtplanung in Ihrer Küche auf LED Lampen setze. Deren Vorteile im Vergleich zu Halogenlampen überwiegen bei weitem. Zudem werden sie immer besser und günstiger. Halogenlampen sind jedoch immer noch praktisch für bestimmte Anwendungen, beispielsweise für dimmbare Leuchten oder auch Spotlights. 

Smart Kitchen
Binden Sie Ihre Beleuchtung in Ihr Smart-Home-Konzept des Hauses ein Foto: ©Halfpoint - stock.adobe.com

Smart Home Technologie für die Küchenbeleuchtung

Diese neue Technologie wird immer beliebter, weil sie die Bedienung von Geräten und verschiedenen Funktionen vereinfacht. Sie können beispielsweise die Wiedergabe von Musik, die Heizung und auch die Beleuchtung durch Ihre Stimme oder per Programmierung steuern oder sogar von unterwegs ein- und ausschalten. Dazu vernetzt das Smart Home System die eingebundenen Geräte untereinander und stellt eine Verbindung zum Internet her. Als Fernbedienung dient Ihr Smartphone oder ein Set Smart Speaker.

Smart Home Systeme sind modular aufgebaut. Das bedeutet, Sie können klein anfangen und das System nach und nach erweitern. Dabei können Sie auch die Beleuchtung Ihrer Küche einbeziehen. Sobald das Programm „Aufstehen“ anläuft, geht die Grundbeleuchtung automatisch an. Die Beleuchtung kann auch mit Bewegungs- oder Infrarotsensoren gekoppelt werden. Wenn der Sensor die Anwesenheit einer Person registriert, schaltet er das Licht ein.

Mit Sprachbefehlen können Sie die Beleuchtung über dem Esstisch oder der Arbeitsplatte einschalten. Die Anzahl der verfügbaren Möglichkeiten wächst ständig an. Wenn Sie die Beleuchtung der Küche in Ihr Smart Home System integrieren wollen, fangen Sie am besten mit einem Starterset an. Das besteht in der Regel aus 2 oder 3 Lampen, der zentralen Steuereinheit und einer WLAN Steckdose. 

Fazit

Die Lichtplanung in der Küche erfordert gutes Überlegen und systematisches Vorgehen. Die Küche wird zu vielen verschiedenen Zwecken genutzt. Daher benötigen Sie auf jeden Fall mehr als eine Leuchte, um in der Küche die diversen Bereiche optimal auszuleuchten.

In der Planung sollten Sie mindestens eine Deckenleuchte für die Grundbeleuchtung und spezielle Leuchten für die Arbeitsbereiche wie Kochfeld und Arbeitsplatte vorsehen. Zusätzliche Leuchten über oder neben der Essecke sorgen für ein gemütliches Ambiente.

Als Lampen setzen sich LEDs immer mehr durch, weil sie sich durch lange Lebensdauer und geringen Energieverbrauch auszeichnen. Ihre Küchenbeleuchtung lässt mit relativ geringen Aufwand in Ihr neues Smart Home System integrieren. Das erleichtert die Bedienung, weil sich viele Abläufe automatisieren oder mit Hilfe des Internets aus der Ferne steuern lassen. Viele Küchenmöbel und Geräte sind bereits mit integrierten Leuchten ausgestattet, von Dunstabzugshauben bis hin zu Oberschränken.

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