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Bau eines Architektenhauses
Bau eines Architektenhauses Foto: ©Halfpoint - stock.adobe.com

Wie baut man ein Architektenhaus

Das Traumhaus ist ein Architektenhaus

Mit dem Begriff „Architektenhaus“ wird ein Haus bezeichnet, das von einem Architekten nach den Bedürfnissen und Wünschen der Bauherrn entworfen wurde und sich sowohl an die örtlichen Gegebenheiten, aber auch an die individuellen Gewohnheiten der künftigen Bewohner anpasst. Hinsichtlich der Ausgestaltung des Architektenhauses gibt es nur durch Standortbedingungen und Budget festgelegte Grenzen.

Das Architektenhaus vereinigt ästhetische Aspekte mit technischen Komponenten, so dass in jedem Fall ein Haus gestaltet wird, in dem Sie sich wohlfühlen. Je nachdem, wie groß Ihr Budget und die Lage Ihres Grundstücks ist, kann der Architekt aus Ziegeln, Holz, Glas, Aluminium und jedem anderen beliebigen Baustoff die Pläne für Ihr persönliches Traumhaus erstellen. Dabei ist das Architektenhaus gegenüber einem Standardhaus durchaus vorteilhaft: Dank der beruflichen Erfahrung des Architekten ist die gesamte Planung und Umsetzung qualitativ hochwertig. Außerdem können Sie als Bauherr alle Einzelheiten des Hauses mitbestimmen, wie die äußere Form, die innere Einteilung und das dabei verwendete Baumaterial.

Wie verläuft bei einem Architektenhaus der Planungs- und Bauprozess?

Wie baut man ein Architektenhaus?
Wie baut man ein Architektenhaus? Foto: goodluz - Fotolia

Das Finanzkonzept

Wenn Sie ein individuelles Haus planen und bauen wollen, hat dieses in Punkto Energieeffizienz und Zukunftsfähigkeit die Nase vorn. Dazu kommt, dass bei einem Architektenhaus die Folgeinvestitionen tendenziell niedriger sind, da schließlich bereits alles so gebaut wurde, wie Sie es wünschen. Da der Architekt in Ihrem Auftrag arbeitet, können Sie sicher sein, dass Sie von diesem gut beraten werden. Ohne sorgfältige Planung lässt sich allerdings auch eine Finanzierung des Architektenhauses nur selten stemmen. Die örtlichen Sparkassen und Banken schätzen auf der Grundlage des monatlichen Einkommens und der Rücklagen ab, wie viel Kredit sie geben – und wie viel Sie dann für Ihr Traumhaus zur Verfügung haben. Zu den reinen Baukosten müssen in der Regel noch weitere Nebenkosten eingeplant werden. Dazu zählt die Erschließung des Grundstücks, Keller oder die Bodenplatte. Bauen Sie auf einem kleineren Grundstück, ist das günstiger, als auf einem großen. Da der Architekt Ihr Traumhaus passend zu Ihrem Grundstück entwirft, kann er wahre Platzwunder auch in kleinste Zwischenräume zaubern. Ebenso kostet jeder umbaute Quadratmeter Geld. Wenn Sie mit weniger Platz auskommen und Ihr Architekt die Räume geschickt plant, sparen Sie bares Geld. Schließlich haben Sie weder Raum, noch Geld zu verschenken.

Die Auswahl des passenden Grundstückes

Prinzipiell sucht jeder Bauherr ein Grundstück in dem Ort, in dem er gerne wohnen möchte. Es gibt für alle Bedürfnisse die richtige Lage: Randlagen kosten dabei oft weniger, als ein Grundstück in der Innenstadt. Entscheidend ist jedoch, was Sie wollen und brauchen: Wenn Sie die Landluft genießen wollen, werden Sie sich ein entsprechendes Grundstück im Grünen suchen und wenn Sie lieber zentral wohnen wollen, damit Sie alle Wege zu Fuß erledigen können, ist das Grundstück in der Innenstadt geeigneter. Wenn Sie Kinder haben, achten Sie eher auf die Nähe zu Schule und Kindergarten. Sind Sie dagegen als aktive Senioren weltweit unterwegs, suchen Sie vielleicht eher ein Grundstück, das nur wenig Pflege braucht. Im Bebauungsplan ist beispielsweise oft festgelegt, wie hoch das Haus werden darf und mit welchen Ziegeln das Dach zu decken ist. Klären Sie am Besten vor Erwerb des Grundstückes ab, ob Sie Ihr Architektenhaus dort so bauen dürfen, wie Sie das möchten.

Die Planung des Architektenhauses

Mit der Bauplanung beginnt bereits der Bauprozess. Zunächst möchte Ihr Architekt wissen, wie Sie sich Ihr Haus vorstellen, welche Bedürfnisse es erfüllen soll und welchen Raum Sie benötigen. In der Entwurfsplanung erarbeitet Ihr Architekt die Ansicht und den Grundriss des Hauses nach Ihren Wünschen. Ein ausführliches Gespräch zwischen Ihnen und dem Architekten bildet hierfür die entsprechende Grundlage: Dabei will der Architekt wissen, wie Sie Ihr Haus später nutzen wollen und was Sie für spezielle Vorstellungen hinsichtlich der Fassadengestaltung und Ausführung haben. Auf Grundlage dieser Entwurfsplanung kann dann der Architekt die Baukosten kalkulieren. Bevor der Bau mit dem ersten Spatenstich beginnt, ist bereits eine komplexe Planung erforderlich, die durch den Architekten individuell erfolgt.

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Grundrissplanung beim Architektenhaus

Sie als Bauherr treffen bei einem Architektenhaus alle Entscheidungen selbst. Das flexible Konzept ermöglicht Ihnen im Rahmen Ihrer finanziellen Möglichkeiten, das Architektenhaus so individuell zu gestalten, dass es perfekt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Schon früh an die Möglichkeit zu denken, dass ein heutiges Kinderzimmer später einmal in ein Jugendzimmer oder gar eine abgetrennte Einliegerwohnung, ist für Eltern oft wichtig und bei einem Fertighaus meist schwierig. 

Komfort und Kostengestaltung

Bei der Gestaltung eines Hauses arbeiten Anbieter und Kunde eng zusammen und erörtern alle Möglichkeiten, die individuellen Wünsche des Kunden zu erfüllen. Die Kosten für ein solches Architektenhaus variieren natürlich stark, was einerseits mit der Größe und andererseits mit der Ausführung und Ausstattung zusammenhängt. Während Fertighäuser meist in drei verschiedenen Komfortklassen erhältlich sind und auch Materialien oft schon von vorne herein festgelegt sind, bestehen bei einem Architektenhaus mehr Möglichkeiten.

Wenn Sie als Kunde also Kosten sparen wollen, gibt es verschiedene Ansätze. Sie müssen nicht auf Komfort verzichten. Als Bauherr ist es an Ihnen, Prioritäten zu setzen und bei jedem Detail festzulegen, ob es Ihnen wichtig ist oder ob es zweitrangig ist. Bei den Details, die nicht so sehr ins Gewicht fallen, können dann also Kosten gespart werden.

Ein gutes Architektenhaus, das Ihren Wünschen entspricht, muss also nicht teuer sein. Wenn Sie sich für eine Villa entscheiden, wird diese entsprechend prachtvoll und kostspielig. Wenn Sie sich aber für ein gemütliches kleines Haus entscheiden, das genau groß genug für Ihre Familie ist und zudem auch noch perfekt zugeschnitten ist, dann können Sie in Ihrem Preissegment das optimale Wohnhaus bauen lassen. Es besteht zudem die Möglichkeit, verschiedene Arbeiten selbst auszuführen und damit Geld zu sparen. Wer Erfahrung im Mauern hat, Elektroleitungen oder Laminat verlegen kann, der kann leicht mehrere tausend oder gar zehntausend Euro sparen. 

Grundrissplanung für das optimale Architektenhaus

In der Planungsphase werden die Weichen für die Bauphase gestellt, daher ist es wichtig, sich schon früh mit Details auseinander zu setzen. Dabei spielen auch bereits die Kosten eine Rolle. Die Grundrissplanung ist die erste Phase und daher besonders wichtig. Wenn Sie schon zu Beginn von der Erfahrung der Architekten Ihres Architektenhauses profitieren und den Grundriss so optimieren, dass unnötige Flächen gar nicht erst eingeplant werden, können auch Kosten eingespart werden.

Denken Sie auch an die Betriebskosten zum Beispiel von Heizung und Beleuchtung – diese sind auch deutlich günstiger, wenn der Grundriss optimiert ist. Auch die Fassadengestaltung kann sich auf die Kosten auswirken. Schnörkel wie zum Beispiel Erker und Gauben kreieren viele Winkel, welche wiederum Kosten in die Höhe schießen lassen. Brauchen Sie unbedingt einen Balkon? Schon ein kleiner auskragender Balkon kann um die 4000 Euro Mehrkosten bedeuten. Ihn zugunsten einer Freiterrasse wegzulassen, führt zu einem insgesamt günstigeren Haus. 

Planung des Grundrisses eines Architektenhauses
Planung des Grundrisses eines Architektenhauses Foto: ©REDPIXEL - stock.adobe.com

Grundrissentwurf

Überlegen Sie sich, ob Sie eine Unterkellerung benötigen, oder ob Sie vielleicht auf ein Untergeschoss und den gesamten Aushub verzichten können. Bis zu zehn Prozent der Gesamtbaukosten können für den Keller drauf gehen. Stauraum auf dem Dachboden ist deutlich günstiger zu haben. Die Grundrissplanung wirkt sich aber nicht nur auf die Baukosten sondern natürlich auch auf die Atmosphäre im Haus aus. Bei der Planung ist es also wichtig, sich eine Vorstellung dessen zu machen, was man sich für die eigenen vier Wände wünscht. Wünschen Sie sich eine kleine Küche oder eher eine offene Kombination? Soll das Badezimmer eher eine Wellnessoase oder ein praktischer Raum mit italienischer Dusche sein? Hier stehen Ihnen alle Möglichkeiten offen. 

Alle Räume entsprechend planen

Denken Sie über die Gewohnheiten Ihrer Familie nach und vielleicht auch darüber, was Sie gerne an Ihrem aktuellen Haus oder Ihrer Wohnung ändern würden, wenn Sie könnten. Genau das soll nämlich im Architektenhaus bei der Grundrissplanung ausschlaggebend sein.

  • Sind Sie eine Familie, die gerne am Kamin sitzt oder wird in Ihrem Wohnzimmer gerne mal eine Leinwand für Projektionen aufgebaut?
  • Müssen Sicherheitsstandards für eventuelle Kleinkinder berücksichtigt werden oder ist ein behindertengerechtes Heim wichtig, weil Sie in dem Haus alt werden wollen?
  • Kochen Sie gerne und vielleicht auch mit mehreren Personen?

Dann planen Sie eine große offene Küche, in der auch gelebt und gegessen wird. Sind Sie eher jemand, der die Küche am Abend hinter sich zumachen will, dann reicht ein kleiner abschließbarer Raum für die Küche aus.

Bei der Grundrissplanung spielen die Schlafzimmer und Badezimmer auch eine wichtige Rolle, weil man hier natürlich viel Platz sparen kann. Wer sein Schlafzimmer wirklich nur zum Schlafen nutzen möchte, der kann dafür einen kleineren Raum einplanen. Wer hingegen das Schlafzimmer als Wohlfühlraum sieht, in dem er genußvoll ganze Wochenenden verbringt, der sollte dies bei der Grundrissplanung berücksichtigen. Steht oft Besuch ins Haus? Dann ist ein Gästebad sinnvoll. 

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Baustoffe eines Architektenhauses

verschiedene Dämmstoffe
Bei einem Architektenhaus können Sie aus einer Vielzahl von Baustoffen auswählen Foto: ©Ingo Bartussek - stock.adobe.com

Entscheiden Sie sich für den Bau eines Hauses, haben Sie die Wahl aus verschiedenen Hausmodellen. Dabei ist das Architektenhaus eine besonders individuelle Art des Bauens. Sie beauftragen einen Architekten mit der Planung Ihres Hauses. Dabei führen Sie Ihre Wünsche an und entscheiden gemeinsam, wie diese umgesetzt werden können. Sie können die Architektur des Hauses von Grund auf selbst planen oder einen bereits vorhandenen Grundriss individuell verändern. Wenn Sie ein Haus bauen, können Sie Ihre persönlichen Wünsche mit einem Architektenhaus am besten erfüllen. Das ist der große Vorteil Architektenhaus dieser Bauart. Nicht nur der Grundriss, sondern auch die verwendeten Materialien werden mit Ihnen abgestimmt. Für ein Architektenhaus kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz.

Moderne Baustoffe erlauben energiesparendes Bauen

Eine hohe Energieeffizienz beim Bauen ist nicht nur ein Anliegen des Bauherren: Die Einhaltung bestimmter Kriterien wird vom Gesetz vorgeschrieben. Die zum Einsatz kommenden Baustoffe werden nicht nur nach ihrer Kompetenz, sondern auch nach ihrer Nachhaltigkeit und ihrer Energieeffizienz beurteilt. Bei der Wahl des passenden Baustoffs sollten Sie beide Kriterien berücksichtigen.

Bei der Entscheidung für den Bau eines Massivhauses ist Ziegel als Baustoff die erste Wahl. Ziegel ist ein sehr langlebiger Baustoff, der eine hohe Energieeffizienz besitzt. Es kann eine hohe Wärmedämmung erreicht werden. Ziegel kommen bei den besonders energiesparenden Passivhäusern ebenso zum Einsatz wie bei Häusern, die Standards nach der KfW-Effizienz erfüllen. Ziegel werden klassisch aus gebranntem Ton hergestellt. Nicht zuletzt ist es die hohe Restfeuchte, die zu den guten Wärmedämmeigenschaften führt.
Kalksandstein ist ein Baustoff, der ebenfalls sehr häufig seinen Einsatz findet. Beim Kalksandstein handelt es sich um einen künstlich hergestellten Stoff. Als Grundstoffe finden Sand und Kalziumkarbonat oder Kalciumsilikathydrat in einer Mischung verwendet. Der Baustoff wird gehärtet und kann sehr vielseitig sowohl für Außenwände als auch für Innenwände eingesetzt werden.

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Für den Innenausbau von einem Haus wird gern Porenbeton eingesetzt. Dieser Werkstoff wird ebenfalls industriell gefertigt. Er wird aus den Werkstoffen Kalk beziehungsweise Kalkzement in einer Mischung mit Zementmörtel hergestellt. Der Baustoff ist sehr großporig und daher recht weich. Es handelt sich um einen mineralisierten Werkstoff. Porenbeton darf nicht mit klassischem Beton verwechselt werden. Der Einsatz dieses Baustoffs kann in einem Architektenhaus sehr flexibel gestaltet werden und ermöglicht es, auf Ihre persönlichen Bedürfnisse einzugehen.
Ein Baustoff, der auch bei der Architektur von Häusern vielseitig eingesetzt wird, ist Holz. Holz is ein sehr nachhaltiger und ökologischer Werkstoff, der eine besondere Gestaltung der Architektur eines Hauses erlaubt. Handelt es sich bei dem Architektenhaus um ein Niedrigenergiehaus, kann Holz als einer der bevorzugten Baustoffe eingesetzt werden. Bei der Verwendung auf dem Bau wird Holz besonders präpariert, sodass es schwer entflammbar ist. Die Lebensdauer von Holz steht der Lebensdauer konventioneller Baustoffe in nichts nach.
Für den Innenausbau werden weiterhin Lehm und Dammstoffe verwendet. Ist Ihr Haus ein Architektenhaus, können Sie auf die Auswahl der Baustoffe Einfluss nehmen. Legen Sie einen besonderen Wert auf die Verwendung von nachhaltigen Baustoffen, können Sie dies bei einem Architektenhaus mitbestimmen. Wenn Sie einen Architekten beauftragt haben, werden Sie umfassend über die Verwendung von Baustoffen aufgeklärt.

Verschiedene Dachkonstruktionen sind denkbar

Wenn Sie ein Architektenhaus in Auftrag geben, können Sie Einfluss auf die Gestaltung des Daches nehmen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten der Dachgestaltung. Für viele Jahre waren klassische Sattel- und Giebeldächer, aber auch Walmdächer und Krüppelwalmdächer beliebt. Bei älteren Häusern wird häufig das abgewandelte Mansardendach beobachtet. Alle Dächer erlauben eine optisch ansprechende Konstruktion des Hauses. Der Nachteil liegt darin, dass Räume, die sich im Dachgeschoss befinden, schräge Wände besitzen. Möchten Sie gerade Wände im Obergeschoss, können Sie sich für ein Haus entscheiden, dass zweigeschossig erbaut wird. Diese Haustypen werden mit flachen Dachkonstruktionen verschlossen. Infrage kommen Flachdächer oder Zelt- beziehungsweise Kegeldächer infrage. Moderne Häuser sind mit einem schrägen Pultdach oder dem etwas außergewöhnlichen Sheddach ausgestattet. Bogendächer sind in der Architektur zweigeschossiger Häuser ebenfalls sehr beliebt.
Möchten Sie ein Haus zusammen mit einem Architekten selber bauen, ist die Dachkonstruktion ein wichtiges Gestaltungselement. Die Konstruktion des Daches ist bestimmt die Optik des Hauses maßgeblich mit. Mit der Wahl der richtigen Dachkonstruktion treffen Sie eine sehr wichtige Entscheidung.

Den Innenausbau beim Architektenhaus individuell gestalten

Der Innenausbau ist ein zentrales Element der Hausgestaltung. Mit der Aufteilung des Innenraums in Räumlichkeiten, Küche, Bad und Flure ist es nicht getan. Sie müssen sich für Treppen, Türen, eine Wandgestaltung und einen passenden Bodenbelag entscheiden. Als Material für die Gestaltung einer Treppe ist Holz die erste Wahl. Als Trägerelement kann ebenfalls Holz eingesetzt werden. Viele Bauherren entscheiden sich alternativ um Metallkonstruktionen, die mit Holzstufen verbunden werden.
Türen werden aus Holz oder Kunststoff gefertigt. Sie können im Rahmen der Architektur auf die Größe und die Farbgestaltung nehmen. Die Böden sollten optisch ansprechend, aber auch praktisch gestaltet werden.

Brunzel Bau GmbH - Hausbeispiel 2
Brunzel Bau GmbH - Hausbeispiel 2

Die Vertragspartner

Was Ihr Architekt für Sie leisten soll, wird im Architektenvertrag festgelegt. Das ist in aller Regel ein Werkvertrag, der auf der Grundlage des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) geschlossen wird. Dabei lässt sich jedes Detail in der Bauphase in einzelnen Verträgen festhalten. Diese Einzelverträge entsprechen normalerweise einer (oder mehrerer) Leistungsphasen, wie sie die HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) festlegt. 

Die Leistungsphasen reichen von Planung über Ausschreibung und Vergabe der Gewerke bis zur Überwachung und Abnahme der Baumaßnahme. Für jede Phase ist dabei das zu vergütende Architektenhonorar genau festgelegt. Da die Kosten durch fünf Honorarzonen begrenzt werden, können Sie als Bauherr jederzeit selbst entscheiden, mit welchen von diesen Sie den Architekten beauftragen wollen. 

Wenn Sie zu Ihrem Architekt ein gutes Vertrauensverhältnis haben, lassen Sie diesen am Besten den kompletten Bau überwachen. Der Architekt wird dabei gewissermaßen zu Ihrem Sachwalter und achtet darauf, dass sämtliche Arbeiten am Bau technisch korrekt und qualitativ hochwertig erledigt werden. Außerdem kümmert er sich darum, dass keine Mängel entstehen, beziehungsweise diese sofort beseitigt werden. Sie brauchen dann nicht täglich zur Baustelle, um diese zu kontrollieren. Kommt es zu Problemen, setzt sich der Architekt für Sie ein. Trotzdem behalten Sie die volle Kontrolle und Übersicht über Ihren Hausbau.

Die Kosten für das Architektenhaus

Die Kosten für ein individuelles Architektenhaus können, müssen aber keinesfalls hoch sein. Es gibt zahlreiche Häuser, die von Architekten entworfen wurden und weniger als 200.000 Euro gekostet haben. Wenn Sie beim Haus bauen Geld sparen wollen, können Sie entweder selbst mit anpacken oder wissen, wo Sie sinnvoll sparen können: Ein Haus mit Erker, Balkon oder Dachgaube wird beispielsweise teurer, als ein kompaktes und einfaches Bauwerk. Günstige Häuser sind kleiner und brauchen hinterher auch deutlich weniger Energie fürs Heizen. Der Architekt weist auf Perspektiven hin, mit denen Sie ebenfalls sparen können: Lassen sich Kinderzimmer nach Auszug der Kinder zu einer Einliegerwohnung wandeln, in denen später die Eltern wohnen können, ist der Platz wesentlich besser genutzt. Sie sollten bedenken, dass Ihnen der Architekt im Umgang mit Behörden und Handwerkern hilft. Außerdem kann er die Besonderheiten Ihres Grundstückes bereits beim Entwurf einfließen lassen und nimmt Rücksicht auf die Nachbargebäude und die Landschaft, in der es steht. Ein Architekt kann allerdings auch Ihre Wünsche, und seien diese noch so extravagant, in die Planung Ihres persönlichen Hauses einfließen lassen. Spielt das Budget weniger eine Rolle, lassen sich viele Träume verwirklichen.

Die Vertragsprüfung

Der Vertrag, den Sie mit Ihrem ausgewählten Architekten schließen, ist von wesentlicher Bedeutung für das Gelingen Ihres Architektenhauses. Schließlich soll der Architekt Ihre ganz persönlichen Wünsche verwirklichen, aber auch über die Vergabe der Aufträge an die einzelnen Gewerke übernehmen, deren Inhalt vorbereiten, die Ausführung der Leistungen ebenso überwachen, wie die Beseitigung eventueller Mängel. Außerdem soll er die Rechnungen der Handwerker überprüfen, damit Ihre Kosten in dem Rahmen bleiben, den Sie mit ihm vereinbart haben. Das alles kann zu den vertraglich festgelegten Aufgaben Ihres Architekten gehören. 

Weil das Bauen mit Architekt ein Vertrauensverhältnis erfordert, sollten Sie diesen sorgfältig auswählen. Sprechen Sie einfach mit mehreren Architekten, die für Sie in Frage kommen und schauen Sie sich die Häuser an, die diese bereits verwirklicht haben. Vielleicht kann Ihnen ein Bauherr eine Empfehlung aussprechen? 

Auch Bausachverständige aus Ihrer Region kennen die dort arbeitenden Architekten oft gut und können Ihnen wertvolle Tipps geben. Am Sichersten ist es, wenn Sie den Vertrag, den Sie mit Ihrem Architekten schließen wollen, vorher von einem Fachmann prüfen lassen. Eine solche Prüfung kostet zwar Geld, ist aber in den meisten Fällen gut investiert und kann späteren Ärger und höhere Kosten ersparen.

Brunzel Bau GmbH - Hausbeispiel 3
Brunzel Bau GmbH - Hausbeispiel 3

Bauzeit des Architektenhauses

Ihr Architektenhaus wird eine ganz besondere Immobilie werden, weil es nicht von der Stange kommt. Die umfangreichen Möglichkeiten, bei einem Haus dieses Typs Ihre individuellen Ideen und Bedürfnisse einfließen zu lassen, ziehen häufig eine längere Bauzeiten und höhere Kosten nach sich. Umso wichtiger ist es für Sie als Bauherr, von Anfang bis Ende den Überblick zu behalten. Um dieses Vorhaben durchhalten zu können, müssen Sie eine ganz feingliedrige Planung entwerfen und diese permanent anpassen. Sie brauchen detaillierte Checklisten für jede Bauphase sowie eine Überblicksplanung, die auch die ganzen Arbeiten abseits der Baustelle berücksichtigt. Nur so können Sie die Abhängigkeiten zwischen den unterschiedlichen Gewerken erkennen, kostenintensive Überschneidungen und Stillstandsphasen vermeiden sowie Ihre Eigenleistung bestmöglich einbringen.

Dauer und Effektivität der Planung

Mit Ihrer Planung steht und fällt der Erfolg Ihres Bauvorhabens. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit. Der Bau eines Architektenhauses ist ein hochkomplexer Vorgang. Es beginnt mit der Bestimmung Ihres persönlichen Raumbedarfs. Ein wesentlicher Faktor ist die Wahl des Architekten. Dieser Punkt alleine könnte einen ganzen Artikel füllen. Ganz wichtig sind die ökologischen Parameter wie Wärmedämmung und Energieverbrauch. Möchten Sie Ihr Eigenheim zu einem Smart Home machen? Dann ist es sinnvoll, über eine IP-basierte Hausüberwachung und andere Möglichkeiten nachzudenken (z. B. eine über Ihr Smartphone bedienbare Heizung). Möchten Sie einen Keller haben, wird dieser einen ganz eigenen Zweig Ihrer Planung einnehmen, der sehr viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Vergessen Sie bei aller Vorfreude nicht, dass Sie in Ihrem Haus lange leben wollen. Haben Sie daran gedacht, Ihr Traumhaus barrierefrei zu gestalten?
Sie müssen in Ihrem eigenen Interesse so detailliert wie möglich vorgehen. Je kleiner die Schritte sind, desto einfacher wird es für Sie. Das mag mehr Kontrollarbeit sein, doch Sie wissen auf diese Weise über alle Einzelheiten Bescheid.

Unterteilung in Bauphasen und Abstimmung der Gewerke

Die Unterteilung in einzelne Bauphasen erleichtert Ihnen nicht nur die Planung. Erst wenn die eine abgeschlossen ist, kann die nächste beginnen. Auf diese Weise behalten Sie den Überblick und setzen Meilensteine, an die sich die Gewerke und Sie selbst halten müssen. Damit Ihnen das gelingt, sollten Sie für alle Bauphasen eigene Checklisten erstellen. Während der gesamten Bauzeit werden Ihre Vorstellungen von den verschiedensten Einflussfaktoren durchkreuzt (Witterung, andere Baustellen, Unfälle, Polizeieinsätze, Nachbarschaftsstreitigkeiten, behördliche Verbote, Personalengpässe u. v. m.). Seien Sie flexibel und passen Sie Ihre Planungen den jeweils aktuellen Bedingungen an.

Bauphase 1: Erdarbeiten

Bevor der eigentliche Bau beginnen kann, muss Ihr Grundstück vorbereitet werden. In diesen ersten Tagen werden Sie ein bis zwei Gewerke benötigen. Der Tiefbauer muss zunächst die notwendigen Baggerarbeiten im Erdreich durchführen. Dies beinhaltet neben dem Aushub der Baugrube vor allem die notwendigen Vorbereitungen für die Verlegung der Ent- und Versorgungsleitungen (Gas, Strom und Wasser sowie optional Telefon und Internet). Wenn Ihr Haus auf der flachen Wiese steht, benötigen Sie nicht mehr.
Häufig stehen dem Bau jedoch Sträucher und Bäume im Wege, die vor den Tiefbauarbeiten von einem professionellen Garten- und Landschaftsbauer beseitigt werden müssen. Achten Sie auf die Fällvorschriften des zuständigen Naturschutzamtes.

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Bauphase 2: Rohbau

Dies ist der teuerste Abschnitt während der gesamten Bauzeit, da er fast 40 Prozent der gesamten Arbeitsleistungen beinhaltet. Außerdem bilden die jetzt anfallenden Konstruktionen die Basis für Ihr gesamtes Haus. Aus einer Ungenauigkeit können im Laufe der Zeit böse Überraschungen entstehen. Sie sind davor nur sicher, wenn Ihr Architektenhaus auf einem hochwertigen und professionell errichteten Fundament gebaut wurde. Danach folgt ggf. die Anlegung der Kellerwände. Ist dies erledigt, beginnt der Rohbau des Hauses mit der Errichtung der Innen- und Außenwände sowie der Geschossdecken und dem Dachstuhl. Das berühmte Richtfest ist noch nicht das Ende dieser Phase, da anschließend das Dach gedeckt und eventuell mit dem Rohbau einer Garage begonnen wird.

Hier müssen mehrere Gewerke zusammenarbeiten. Das erfordert bereits am Anfang einen Abstimmungsaufwand, den Sie sich durch eine möglichst feingliedrige Planung und einer entsprechend umfangreichen Checkliste deutlich erleichtern können.

Dies sind die möglichen in dieser Phase beteiligten Gewerke:

  1. Errichtung der Wände und Geschossflächen:
    – Hochbau (Maurer und Betonarbeiten) Gerüstbau und Trockenbau
  2. Bau des Dachstuhls
    – Dachdecker und ggf. Zimmerei

Bauphase 3: Innenausbau (bzw. Ausbauhaus)

Um den Innenbereich von den äußeren Witterungsbedingungen abzutrennen, werden als Erstes die Fenster und Türen eingebaut und bezüglich Wärmegewinnung und Einbruchsschutz optimiert. Unmittelbar im Anschluss startet die Verlegung des Estrichs. Sobald dieser begehbar ist, werden Innenwände verputzt sowie Treppen und Innentüren verbaut. Nach dem vollständigen Durchtrocknen des Estrichs kann das Verlegen Ihres Fußbodenbelages beginnen. Am Ende des Innenausbaus stehen die abschließenden Maler- und Tapezierarbeiten. Diese Gewerke müssen Sie miteinander abstimmen:

  • Tischler
  • Fenster- und Türenbauer
  • Maler und Putzer
  • Treppenbauer
  • Ihr gewünschter Bodenleger (Fliesen, Laminat, Teppich, Parkett, etc.)

Bauphase 4: Installation der Versorgungseinrichtungen und Außenarbeiten

In diesem Abschnitt werden die finalen Installationsarbeiten vorgenommen. Ihr Elektriker legt die Stromkreise, während Ihr Klempner die Heizung sowie die Sanitäranlagen einsatzbereit macht.

Nach Abschluss dieser Tätigkeiten ist Ihr Architektenhaus bezugsfertig. Parallel oder im Anschluss können Sie mit den Arbeiten im Außenbereich beginnen, für die Sie ggf. einen Schlosser (für Zäune und Tore) sowie einen Garten- und Landschaftsbauer benötigen.

Zusammenfassung

Wenn Sie ein Haus haben möchten, das Ihren Bedürfnissen gerecht wird und Ihren Wünschen entspricht, lässt sich das mit einem Architektenhaus am Besten verwirklichen. Der Architekt richtet sich in seinen Entwürfen nach Ihrer persönlichen Vorstellung von der Gestaltung der Räume und der Fassade. Er begleitet Sie während der gesamten Bauzeit, so dass Sie von dessen Kenntnissen und der Erfahrung im Umgang mit den Handwerkern auf dem Bau profitieren können. Wichtig für Sie ist, dass Sie Ihrem Architekten vertrauen, der Ihr persönliches Traumhaus verwirklichen soll. Dazu kommt, dass sich der Architekt mit dem Bauamt und den notwendigen Genehmigungen auskennt und dies für Sie erledigen kann.

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